Freitag, 30. September 2011

Zoff im Schrebergartenparadies : )

Da waren wir gerade bei der täglichen Gassirunde und kommen wie immer an einem von mehreren Schrebergärten vorbei, wo ich mir wie gewöhnlich erlaube, den Wiesenbüschel vor dem Maschendrahtzaun - der die allgemeine Wiese vom Schrebergarten trennt - anzupinkeln, da kommt doch der ca. 105 Jahre alte Schrebergärtner aus seinem Kartoffelbeet mit unerwarteter Jugendlichkeit angestürzt, tritt mit voller Wucht in den Zaun und trifft meinen sich erleichternden Bauch. Na ja, ich lebe noch und bin ja keine Zimperliese und gesagt hab' ich auch nix, aber ich gebe zu, erschrocken habe ich mich schon.
Der gewalttätige Hobbygärtner dachte wohl schon, er hätte gewonnen, da hat er aber die Rechnung ohne Fraule gemacht, die das Ganze aus den Augenwinkeln beobachtet hatte.
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Es entwickelte sich ein lautstarkes Wortgefecht, in dem der rotsehende Rentner behauptete, ich würde seine Erdbeeren niederpinkeln, während Fraule ihn schnaubend vor Wut darauf hinwies, dass das anatomisch kaum möglich wäre, da sich die Erdbeeren - getrennt durch Zaun und diverse Grasbüschel - nicht mal annähernd in meiner Reichweite befänden. Nun gut, dass ich außerdem beim Pinkeln ausschließlich mich selber anpullere, hat sie netterweise nicht erwähnt, das hätte der sowieso nicht geglaubt. Da der Gift und Galle spuckende Knacker aber partout nicht einsehen wollte, dass man harmlose an Grasbüschel pinkelnde Hunde per se nicht tritt, geriet das von Beginn an unglücklich verlaufende Gezanke komplett aus den Fugen. Dass Fraule nicht noch Schaum vor dem Mund hatte, ist eigentlich alles.
Als wir endlich weitergehen konnten, kam zur großen Freude Fraules noch der etwa gleichaltrige Nachbarschrebergartenkumpel aus seiner Gartenzwerg umstellten Obi-Holzhütte rausgefegt, um auch noch mal ordentlich auf die Kacke zu hauen. Zwar konnte er die Vorgeschichte wegen der dazwischen stehenden Hüttenwand, diversen Büschen und Bäumen und sicherlich auch einer statistisch recht wahrscheinlichen Kurzsichtigkeit gar nicht mitbekommen haben, was ihm jedoch reichlich wurscht zu sein schien, da er offensichtlich ganz sicher war, dass Fraule und ich im Unrecht sein mussten.

Fraule hatte noch eine wutweiße Nase als wir längst wieder zu Hause angekommen waren. Sie meint, natürlich habe jeder das Recht, sich über Maschendrahtzaun anpinkelnde Hunde aufzuregen und zu beschweren. Sie selber wäre ganz sicher auch die letzte, die, trotz ungebremster Begeisterung für Hunde, in die Hände klatschen würde, wenn einer meiner Kumpels unseren Gartenzaun anstrullern würde. Aber den Tritt aus dem Hinterhalt, den verzeiht sie diesem Johannes Heesters für Arme nicht und so wünscht sie seinem Garten eine handfeste Schneckenplage für die nächsten fünf Jahre an den Hals  >: ]

6 eloquente Meinungen zu dem Quatsch : )

  1. Boah, Herrchen sagt, er hätte die ollen Säcke gleich umgehauen und in deren doofen Schrebergarten verscharrt und anschließend draufgepinkelt.

    Wenn Du da nochmal hin willst, ich bin dabei !!!

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  2. Mein Freund Blase, in der Not halten wir wie ein alter Kaugummi zusammen! Ich schicke alle ostdeutschen Nacktschnecken sofort auf den Weg zu diesem Rumpelstilzchen, zur Vernichtung jeglichen Grünzeugs. Das wird nicht schön, das verspreche ich dir. Die Dinger sind voll mit Schleim und haben Kauwerkzeuge, mit denen die ne Rhabarberstange mit einem Biss durch haben.

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  3. Wohin sollen wir die Millionen von widerlichen roten Nacktschnecken aus unserem Garten senden? ;-)
    Wir wurden schon wegen des Anpinkelns von schnöden Betonpfosten angepöbelt... nach 17 Jahren Rüdenhaltung bestraft Frauchen solche Wichtigtuer nur noch mit Ignoranz.

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  4. Hoi Willi,

    poooh - ist es zu fassen?? Schade, das der olle Schrebergartenrambo sich nicht langgepackt und den Greisen-Steiß gebrochen hat!

    Wir hätten da neben einer Armada Schnecken noch diverse verfressene Käferlarven im Angebot! Brauchst nur noch die Marschorder zu geben, und die besagten Schrebergärten sind Geschichte.... Auf dass diesen Schrebergreisen die Ernte unter den Fingern verfault! Wau!

    Soldiarischen Gruß Nero & Murphy

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  5. Jaaaaa, schickt alles was kriechen kann her! DER garten ist geschichte! : )

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  6. Wuff Willi,
    wie besitzen auch einen Schrebergarten und - ja ich pullere auch an Nachbarszäune. Und auch an unseren Zaun wird von fremden Wuffis gepullert. Aber, das ich nunmal der Lauf der Natur (sogar wörtlich) und bisher hat auch nichts Schaden genommen. Nur wenn Wuffis Häufeln, sollte das Weggemacht werden, sonst wird Frauchen auch sauer.
    Wünsche den Kleingärtner noch haufenweise Girsch - die wird er nie vollständig los.!
    LG Silas

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Wenn du allerdings einfach nur mal unter dem Deckmäntelchen der Anonymität oder wegen mir auch unter deinem richtigen Namen unflätig werden oder destruktiv stänkern willst, weil dir sonst keiner zuhört, dann wird dies hier leider nicht deine Bühne werden - versprochen! : )