Freitag, 30. September 2011

Zoff im Schrebergartenparadies : )

Da waren wir gerade bei der täglichen Gassirunde und kommen wie immer an einem von mehreren Schrebergärten vorbei, wo ich mir wie gewöhnlich erlaube, den Wiesenbüschel vor dem Maschendrahtzaun - der die allgemeine Wiese vom Schrebergarten trennt - anzupinkeln, da kommt doch der ca. 105 Jahre alte Schrebergärtner aus seinem Kartoffelbeet mit unerwarteter Jugendlichkeit angestürzt, tritt mit voller Wucht in den Zaun und trifft meinen sich erleichternden Bauch. Na ja, ich lebe noch und bin ja keine Zimperliese und gesagt hab' ich auch nix, aber ich gebe zu, erschrocken habe ich mich schon.
Der gewalttätige Hobbygärtner dachte wohl schon, er hätte gewonnen, da hat er aber die Rechnung ohne Fraule gemacht, die das Ganze aus den Augenwinkeln beobachtet hatte.
http://www.zwerge24.de/

Es entwickelte sich ein lautstarkes Wortgefecht, in dem der rotsehende Rentner behauptete, ich würde seine Erdbeeren niederpinkeln, während Fraule ihn schnaubend vor Wut darauf hinwies, dass das anatomisch kaum möglich wäre, da sich die Erdbeeren - getrennt durch Zaun und diverse Grasbüschel - nicht mal annähernd in meiner Reichweite befänden. Nun gut, dass ich außerdem beim Pinkeln ausschließlich mich selber anpullere, hat sie netterweise nicht erwähnt, das hätte der sowieso nicht geglaubt. Da der Gift und Galle spuckende Knacker aber partout nicht einsehen wollte, dass man harmlose an Grasbüschel pinkelnde Hunde per se nicht tritt, geriet das von Beginn an unglücklich verlaufende Gezanke komplett aus den Fugen. Dass Fraule nicht noch Schaum vor dem Mund hatte, ist eigentlich alles.
Als wir endlich weitergehen konnten, kam zur großen Freude Fraules noch der etwa gleichaltrige Nachbarschrebergartenkumpel aus seiner Gartenzwerg umstellten Obi-Holzhütte rausgefegt, um auch noch mal ordentlich auf die Kacke zu hauen. Zwar konnte er die Vorgeschichte wegen der dazwischen stehenden Hüttenwand, diversen Büschen und Bäumen und sicherlich auch einer statistisch recht wahrscheinlichen Kurzsichtigkeit gar nicht mitbekommen haben, was ihm jedoch reichlich wurscht zu sein schien, da er offensichtlich ganz sicher war, dass Fraule und ich im Unrecht sein mussten.

Fraule hatte noch eine wutweiße Nase als wir längst wieder zu Hause angekommen waren. Sie meint, natürlich habe jeder das Recht, sich über Maschendrahtzaun anpinkelnde Hunde aufzuregen und zu beschweren. Sie selber wäre ganz sicher auch die letzte, die, trotz ungebremster Begeisterung für Hunde, in die Hände klatschen würde, wenn einer meiner Kumpels unseren Gartenzaun anstrullern würde. Aber den Tritt aus dem Hinterhalt, den verzeiht sie diesem Johannes Heesters für Arme nicht und so wünscht sie seinem Garten eine handfeste Schneckenplage für die nächsten fünf Jahre an den Hals  >: ]

Donnerstag, 29. September 2011

Willis Killerkolumne: Von Wölfen und Silberrücken : )

F Ü R  D I E  F E L L P R E S S E  U N T E R W E G S . . .

Kolumnist Willi wird
vermenschlicht : )
"Hunde werden heutzutage total vermenschlicht" sagen viele in einem Ton, der keinen Widerspruch duldet. Dabei muss Hundehaltung doch artgerecht sein. Sagen sie und gucken den bedröppelten Hundehalter vorwurfsvoll und mit hochgezogener Augenbraue an. Ein Hund gehört nicht ins Haus, finden zum Beispiel Fraules kroatische Freunde. Ein Hund muss im Garten leben, schließlich leben Wölfe auch im Wald, sagen sie. Und er muss sinnvoll sein. Er darf nicht einfach nutzlos rumliegen und warten, dass er gekrault wird. Und wieso sollte ein Hund gebürstet werden müssen, fragen sie, totaler Schwachsinn! In der freien Natur bürstet den ja auch keiner.
Während dem einen also eher die Jakob Sisters in den Kopf schießen, wenn er an "Vermenschlichung" denkt, spricht der andere schon von nicht artgerecht, wenn der Hund ein wenig mehr als beachtet wird. Na gut, wie ernst man nun ausgerechnet nehmen sollte, was Leute denken, die erst einmal alles grillen, was bei drei nicht auf'm Baum sitzt, sei mal dahin gestellt... Und dennoch: Viele Menschen, scheint mir, sind der Meinung, dass es die Hundehalter heute maßlos übertreiben mit der Liebe zu ihrem Vierbeiner. Und dass sie behandelt werden wie die eigenen Kinder. Oder besser! Und DAS kann ja wohl mal gar nicht sein!
Das ganze Ausmaß der Vermenschlichung nimmt langsam unanständige Formen an, wird behauptet: Dicke Hunde machen unter ärztlicher Aufsicht Diäten wie dicke Kinder, jeder dahergelaufene Straßenköter geht zum Ondulieren zum "Groomer" (früher hieß das Hundefrisör und Hauptklientel waren bommelige Pudel, und das war schon schlimm genug!), besuchen die Hundeschule (wer heutzutage keine besucht, landet im gesellschaftlichen Aus) und teure Schlaui-Seminare, machen Urlaub in Hundepensionen und werden sogar auf Tierfriedhöfen beerdigt. Sie schlafen in mordsteuren Hundebetten, die mit Lavendel gefüllt sind und tragen Wintermäntelchen, Halstücher und seit neuestem "Ruff Wear Polar Trex Winter Dog Boots" in rot - na bravo! Sie werden leidenschaftlich auf ihre Schnauzen geküsst und dürfen im Bett mit ihren Herrles und Fraules knuddeln - und dass, obwohl sie eine Stunde vorher noch auf ihrer Kackwiese die Nasen in den Popo ihrer Kumpels gesteckt haben. Sie werden in Taschen durch die Gegend getragen, als hätten sie selber keine Beine, werden mit Leckerlis vollgestopft und bekommen als Hauptmahlzeit jeden Tag frisches Fleisch zubereitet wie manch ein Mensch sein Lebtag nicht. Hunde leiden an Allergien und Depressionen, bekommen Zahnspangen und haben ihren eigenen Psychotherapeuten, einen Facebook Account, einen Blog und Visitenkarten.
Ganz zu Schweigen mal von all dem Equipment, mit dem sich die Hundebesitzer gerne so schmücken. Es hat sich mittlerweile so 'ne Art Hundeszene-Mode entwickelt: T-Shirts und Sweatshirts mit lustigen Hundesprüchen, voll ausgecheckte multifunktionale Westen und Taschen für die Tour unterwegs, Allwetterstiefel, Regenhüte - kurzum: Es gibt nichts, was es nicht für Geld zu kaufen gibt.
Früher war das alles anders (und selbstverständlich besser)! Da war ein Hund ein Nutztier, eine Sache ohne Namen. Den hat man nicht geliebt! Der hatte seinen Zweck zu erfüllen. Der hat gearbeitet, Reste gefressen und ansonsten die Schnauze gehalten. Und wenn nicht, dann hat er eine auf dieselbe gekriegt. Und alt wurde der auch. Und robust war der. Einen Tierarzt hat der nie gesehen! Und war er nicht robust, dann ist er halt krepiert. Na und? Das ist Natur, das ist artgerecht!

So. Schön. Jetzt sag ich euch mal, wie ich das sehe:
Was für ein Granatenbullshit! Nur mal zur Erinnerung: Ihr Menschen habt uns reingeholt in eure Hütten! Und damit angefangen habt ihr bereits vor mehr als 15.000 Jahren! Seitdem hatten wir eine ganze Menge Zeit, uns auf euch und eure Anforderungen einzustellen und anzupassen. Fällt euch also ganz schön früh ein, dass wir angeblich nach draußen gehören! Nur zur Info, ihr Trolle: Hunde haben heute mit einem Wolf ungefähr noch genauso viel Ähnlichkeit, wie ihr Tarzans mit einem Silberrücken aus Ruanda. Wenn wir also nach draußen gehören, dann gehört ihr auf einen Baum mit Lianen!
So. Und all der ganze andere Krempel, den man heute für uns oder auch für euch so kaufen kann: Das ist doch nur die natürliche Konsequenz eurer Wohlstandsgesellschaft! Wem das Geld locker sitzt, gibt es auch gerne aus für Sachen, die eigentlich total überflüssig und unsinnig sind. Und zwar, weil's Spaß macht. Weil's Freude bereitet. Na und? Gilt das nicht für so ziemlich jedes Hobby, das Mensch so haben kann? Materialschlachten liefern sich doch alle: Schulkinder, Angler, Kletterer, Wanderer, Golfspieler, Modeleisenbahnbauer, Edelökos, Techies, Billardspieler, Kegler, Taucher, Surfer, alle! Laaaangweilig... Was hat das mit Vermenschlichung zu tun? Oder anders: Was ist schlimm daran? So lange ein Hund unter der sogenannten Vermenschlichung nicht leidet, solange es ihm gut geht, er körperlich und seelisch gesund und ausgelastet ist, solange könnten doch eigentlich alle total glücklich und zufrieden sein. Oder nicht?
Die strengen Wächter der Existenzberechtigungen könnten sich doch lieber mal aufregen über die anderen, deren Verwöhnprogramm für ihre Haustiere Tritte, Schläge und Quälereien miteinbezieht! Die, denen das Wohl eines Tieres nichts bedeutet. Die keinen Respekt haben. Für die ein Tier immer noch eine Sache ist. Die in die Augen eines Tieres schauen und nichts sehen, als Glaskörper, Linse und Netzhaut. Über die würde ich mir mal Gedanken machen, ihr Hinterhirnis. Und was bei denen so schief gelaufen sein mag. Aber womöglich denkt ihr noch, dass diese Loser näher an dem dran sind, was ihr so unter artgerecht versteht...

Aber ich sage euch, es spielt keine Rolle, wenn ein Hund im Winter einen Mantel oder Schuhe mit Vibram Sohle (kchchchch...) trägt, wenn seine Krallen rot lackiert werden oder er auf dem Arm herumgeschleppt wird. Und wisst ihr auch warum? Keine dieser Bescheuertheiten schadet ihm!
Doch darum geht es euch in Wahrheit ja auch gar nicht und was das Beste für uns ist. Euch geht es, viel profaner, doch nur darum, dass uns ein Stellenwert eingeräumt wird, der einem Tier einfach nicht zusteht. Weil der Mensch viel wertvoller und wichtiger ist als alles andere Leben im gesamten Universum. Dass Menschen so denken finde ich natürlich nicht verwunderlich. Schon in eurer eigenen Gattung spielen sich ja manche besonders auf und meinen, mehr wert zu sein als alle anderen. Und dass Tiere da die noch schlechteren Karten haben, ist wohl klar. Bei Naturkatastrophen aber zeigt sich ziemlich deutlich, was wirklich wahr ist. Vor der Natur sind Mensch und Tier gleichwertig. Tja, und nun?

Ich sage, Stellenwert, Vermenschlichung, artgerecht: Alles Quatsch! Nutzt eure Macht und verwöhnt uns, tut uns Gutes, behandelt uns als das, was wir sein sollen: der beste Freund des Menschen. Lernt uns und unsere Bedürfnisse zu verstehen. Respektiert uns! Wir haben's verdient. Sozusagen als Wiedergutmachung für 15.000 Jahre Domestizierung, die uns unmündig und abhängig hat werden lassen. Dafür - versprochen - geben wir euch viel Freude zurück, und zwar einfach nur, weil es uns gibt, ganz sinnlos, und weil wir eure Emotionen ansprechen. Ihr werdet sehen, wir machen euch glücklicher, zufriedener, ausgeglichener, friedvoller, gesünder. Das sagen zumindest wissenschaftliche Studien.

Ach, übrigens: Fraules kroatischer Freund hat seit geraumer Zeit nun auch einen Hund. Der lebt sonderbarerweise im Haus, nicht im Garten! Zusammen mit seiner Familie. Von mir aus nennt es Rudel, wenn's euch damit besser geht. Das nur dazu... : )

Bleibt dran!

Euer knallharter Killerrüde
Willi : )

Mittwoch, 28. September 2011

Willi und die Klobürste : )

Die Familie hat Zuwachs bekommen und ist jetzt um einen Waldi reicher. Ihr fragt euch nun sicher, oh Mann, wer nennt seinen Hund heutzutage noch Waldi. Na, niemand. Waldi ist bereits 15 Jahre alt und gehörte einem betagten Herrle. Die haben früher ihre (unkastrierten, natürlich!) Rüden immer Waldi genannt. Dieses Herrle hat nun jedenfalls das Zeitliche gesegnet und somit ist Sozialfall Waldi nun letzte Woche in die weitere Familie eingezogen, denn Tierheim fand er total scheiße und wurde dort immer dünner und trauriger.

Klobürste Waldi : )
Früher war Waldi mal Rauhhaardackel, heute jedoch sieht er aus wie ein alter Schrubber oder 'ne ziemlich oft benutzte Klobürste. Das liegt daran, dass Waldi wasserscheu ist und anscheinend auch noch nie in Kontakt mit Wasser gekommen ist. Zumindest riecht der so und sieht auch so aus, hehe. Der geht nicht mal raus, wenn's regnet, dieser sture Spitzkopf.
Weil sich seine neue Familie jedoch nicht gleich unbeliebt machen möchte, darf er zunächst mal Klobürste bleiben. Der kleine struppige Kerl hat gerade nämlich genug zu verdauen! Aber langsam macht er sich und taut auf. Er springt ziemlich rüstig durch's Haus und wedelt ein bisschen schüchtern mit dem Stil der Klobürste. Seit neuestem kläfft er mich sogar an und rennt mir hinterher, wenn er bei mir zu Besuch ist und ich in MEINEM Garten durch die Gegend wetze. Außerdem steckt er immer seine Nase ganz tief in mein Fell, so als könne er nicht glauben, wie gut man riechen kann.
Egal. Ich finde ihn jedenfalls stinki. Aber ich glaube, unter der krustigen Schale, steckt ein niedlicher Kern. Also, meinetwegen, willkommen, du Wischmopp, im Kreise der Familie und genieß deinen Lebensabend hier bei uns! Aber geh' mir ja nicht auf mein Ei! : )

Montag, 26. September 2011

Hirniges beim Supergerd : )

Also, wenn Fraule richtig richtig viel Geld hätte, dann würde sie den Supergerdi (Gerd Schreiber, ihr erinnert euch ja wohl!) mal für einen oder zwei Monate mieten, und danach wäre alles schön : ) So aber reicht's nur für ein kompaktes 2-Tage Seminar, das aus Theorie und Praxis besteht und wirklich jede graue Zelle des Vorderhirns beansprucht, das Fraule und ich so zusammenkratzen können und die Murmel zum Kochen bringt. Man sollte ja nicht glauben, was man zum Thema "Bewältigung statt Hilflosigkeit" nicht alles so lernen kann!

Man lernt vor allem Umdenken. Uralte festsitzende und gleichzeitig fragwürdige Statements im Hirn über Bord zu werfen und die Dinge aus einer neuen Perspektive zu betrachten und zu reflektieren. Zumindest was Fraule angeht.

Wusstet ihr zum Beispiel, dass wir nicht die Weltherrschaft übernehmen, wenn wir zuerst durch die Tür gehen? Und dass wir euch aber auch nicht gleich als den Chef betrachten, nur weil ihr euch als erste an uns vorbei durch die Tür quetscht? Oder dass die Idee, der Hund müsste - wenn er ein gut erzogener Hund ist - einfach die ganze Zeit Bei Fuß gehen, ein totaler Hirnfurz ist, es sei denn, man spaziert ausschließlich an dicht befahrenen Autobahnen entlang? Oder dass Angst nicht bestärkt wird, nur weil man den zitternden (Weichei-)Hund beim Gewitter tröstet? Oder dass Aggression nicht verstärkt wird, wenn man in eine aggressive Situation hineinclickert, sondern eher das Gegenteil geschieht, nämlich, weil der Klick (mit dem der Hund zunächst mal natürlich etwas sehr Positives verbinden muss) dafür sorgt, dass er wieder ansprechbarer wird? Jaja... interessant, oder?

Ich hingegen brauch' natürlich nicht umzudenken. Bei mir wär's schön, ich würde überhaupt mal denken, hehe. Und dabei kann mir Fraule nun helfen mit Supergerdis voll ausgecheckten Geheimwaffen. Und das ganz ohne prollig rumzuschreien, an der Leine zu ruckeln, zu schimpfen und andauernd "NEIN" zu sagen. Sie hat's ja nicht geglaubt, aber mit ein wenig und zuweilen auch viel Übung klappt's tatsächlich. Und zwar nachhaltig!
Sobald ich nämlich auch mein Vorderhirn bemühe (das ist das, was für's Denken zuständig ist, haben wir gelernt, und jawoll, alle Hunde, außer dicke verfressene Goldies aus der Pressebranche, chchch, haben eines!), kann man mit mir prima kommunizieren. Ich bin dann konzentriert, voll der Vorderhirni, höre zu, und mache, was von mir verlangt wird bzw. biete auch mal kreative Alternativen an, die gar nicht mal so dämlich sind.

Wenn ich aber die ganze Zeit auf 180 bin beim Anblick eines Kumpels und aufgeregt durch die Gegend zerre, dann befinde ich mich murmelmäßig im Hinterhirn, wo meine Emotionen wie Angst, Freude, Erregung usw die Oberhand haben. Beide Hirnis schliessen sich aus, ihr Hirnis. Wer denkt, fühlt nix. Wer fühlt, denkt nix, hihi, guckt euch Frischverliebte an... Und genau deshalb bin auch ich dann nicht mehr ansprechbar. Bei Fraule ist das übrigens nicht anders, möchte ich jetzt dringend mal festhalten. Wenn die nämlich vor Wut schnaubt, dann kann die auch nicht mehr daran denken, dass sie noch "Würstchen für Willi" auf die Einkaufsliste schreiben muss.

Ja, so war das mal wieder beim Gerd. Und genau wie beim letzten Mal stimmte, neben dem Seminar, wieder das Wetter, das Essen, die Leckerlies, die Gruppe und die Kumpels. Wir hatten alle nicht nur rauchende Köpfe, sondern auch einen Mordsspaß, und ich fürchte, auch beim nächsten Mal sind Fraule und ich wieder dabei.
Aber bis dahin werden wir nun versuchen, das Gelernte anzuwenden. Ich gebe ja zu, dass das oft gar nicht so einfach werden wird. Weil ich ja natürlich auch ein ganz schön knallharter Killerrüde bin, nicht zu vergessen, und da kann ich's einem nicht immer leicht machen. Mal sehen also, wie Fraule sich den neuen Herausforderungen stellt : )

Freitag, 23. September 2011

NEU -- NEU -- NEU: Willis Umfragen : )

knallhart umgefragt : )

Willi will's wissen! Immer auf der Suche nach den unbestechlichen Fakten des Lebens. Und ihr könnt helfen! Meine knallharten Killerumfragen findet ihr jetzt immer rechts in der Leiste unter dem Facebook Banner.
Aktuelles Thema: "Pinkelst du dir auch immer ans Vorderbein?"
Macht mit! Jede Antwort zählt! Aber seid ehrlich! Grumpf... : )

Donnerstag, 22. September 2011

Da kommt Gerd! : )

Der Supergerd : )
Jetzt am Wochenende. Schon wieder! Mensch, der kommt aber oft! Und wir wieder dabei! Thema dieses Mal: Alltagssituationen meistern, oder besser "Bewältigung statt Hilflosigkeit". Ahaaaa! Als wenn ich nicht wüsste, was das heißt! Fraule wird eine lange Liste ausrollen, und die Moserei über mich wird ihren Anfang nehmen und kein Ende finden!
Willi pinkelt sich an. Willi poppt alles. Willi zerrt an der Leine - immer noch! Willi kann an keinem Hund vorbei gehen, ohne auszurasten. Willi springt an jedem hoch. Willi hört nur, wenn er Bock hat. Undsoweiterundsofort! Gähn! Laaaaaaangweilig!
Und wer redet über Fraules Unarten? Fraule schreit mich an. Fraule ist nicht konsequent. Fraule ist ungeduldig. Fraule versteht mich nicht. Fraule verwöhnt mich nicht genug. Fraule lässt mich verhungern. Fraule gibt mir nicht jeden Tag ein Leberwurstbrötchen...
Naaaaa, das wären doch mal die wirklich interessanten Alltagssituationen! Oder nicht?
Zum Glück ist dieses Mal Glubschie dabei, dieser hoffnungslose Fall, vielleicht kann ich den noch ein bisschen anpinkeln oder aufhocken, hehe, das lockert die Sache dann etwas auf... : )

Mittwoch, 21. September 2011

3 Minuten telefonieren, 100 Franken : )

Wer in der Schweiz während des Autofahrens mit dem Handy telefoniert und dabei von der Kantonspolizei erwischt wird, den kostet das 100 Franken (ca. 83 Euro). Das wissen wir jetzt. Wer dem - tatsächlich ganz schön gutaussehenden (!) - Beamten stattdessen 30 Franken anbietet, wird deutlich darauf hingewiesen, dass die Höhe der Strafe unverhandelbar ist. Das wissen wir nun auch. Jaja, und dass Recht Recht bleiben muss und Verstoß Verstoß ist und wo wir hin kämen, wenn wir jedem seiner rührseligen Geschichte Glauben schenken wollten...
Seit gestern ist Fraule also mal wieder ein bisschen schlauer. Sie sagt, das kann sie mir verdanken. Na klar! Darauf hab' ich ja nur gewartet! Nur, weil sie den Treffpunkt der Hundeschule nicht kannte und, mal wieder unter Zeitdruck, während der Fahrt Glubschies Fraule angerufen hat, um sich von ihr dorthin manövrieren zu lassen. Dabei ist ihr leider entgangen, wer hinter ihr fuhr. Selber Schuld, sag' ich! Vermutlich nutzt sie den Rückspiegel sowieso nur, um zu gucken, ob ein Popel aus der Nase rausguckt... 100 Meter vor dem Ziel wurde die Übeltäterin schliesslich gestellt.
Fraule sagt, ich sei ein verdammt teures Hobby.
Pffffft! : )

Dienstag, 20. September 2011

Willis Killerkolumne: Denunziation! >: [

F Ü R  D I E  F E L L P R E S S E  U N T E R W E G S . . .

 

Killerkolumnist Willi muss nur
noch kurz die Welt retten : )
Denunziation gibt es, seit es die Menschheit gibt. Sie arbeitet meist Hand in Hand mit der Feigheit, denn anonym denunziert es sich seit jeher leichter. Zwei der dunkelsten Eigenschaften der Gattung Mensch, bei denen es einem eiskalt den Rücken runterläuft, wenn sie einem widerfahren, denn sie begründen sich auf Schwäche. Schwache Menschen können fies gefährlich werden.
Im dritten Reich entwickelte sich das Denunzieren neben anderen zweifelhaften Talenten zu einer neuen Stilblüte. Aber auch zu Zeiten der Stasi wurde in Deutschland denunziert, was das Zeug hält. Gute Gründe gab's sicherlich reichlich: Angst, Unterdrückung, die Hoffnung auf persönliche Vorteile, auf Freiheit, Rache, Neid, Missgunst. Durch die heutige Staatsform wurde der Denunziation jedoch der Nährboden entzogen und ist heutzutage glücklicherweise ebenso altmodisch geworden wie Motten im Kleiderschrank. Die Menschen in Deutschland haben sich nämlich weiter entwickelt, haben aus der Vergangenheit gelernt, sind gebildeter, aufgeklärter und selbstbewusster als je zuvor...

Neulich jedoch kommt unerwartet eine Motte aus dem Kleiderschrank geflattert und lässt völlig unzeitgemäss fiese kleine Löcher in ein paar Wollpullis zurück. Na sowas!
Genauso ist es mit dem Denunzianten. Es gibt ihn noch, und plötzlich schlägt er zu. Ganz im alten Stil, heimlich und anonym, aber mittels modernster Technik. Auch der Schwache hat sich weiterentwickelt!
Da wir in Friedenszeiten leben, stellt sich natürlich die Frage nach der Motivation, denn Angst als stärkster Katalysator kann es nicht sein. Bleibt demnach nur noch die Rache, der Neid, persönliche oder wirtschaftliche Vorteile, Bosheit, Dummheit oder auch alles zusammen. Es wird natürlich immer einzelne Feiglinge geben, die sich weiterhin ihrer hinterhältigen Methoden bedienen, um persönliche Genugtuung zu erfahren, warum auch immer das nötig sein sollte. Aber diese wenigen Schwächlinge sind nicht wirklich der Rede wert, ebensowenig wie eine einzelne kleine Motte im Kleiderschrank.

Wir alle haben es in der Hand, für ein gesundes Klima zu sorgen, das niemals wieder einen Nährboden bildet, der Denunziation gesellschaftsfähig macht. Das wirkungsvollste Hausmittel dagegen sind immer noch Mut und Zivilcourage. "Arsch huh, Zäng ussenander", sagt der Kölner.
Gefällt mir!

Bleibt dran!

Euer knallharter Killerrüde
Willi : )

Montag, 19. September 2011

Brief an Glubschie <: )

Lieber Glubschie,

Mein Kumpel Glubschie,
das arme Opfer : )
du bist mein allerbester Kumpel. Ich spiele so gerne mit dir. Auch, wenn du nie mit mir spielen willst. Aber das macht mir nix. Du bist trotzdem mein bester Kumpel. Und das, obwohl du aus Amerika kommst : )
Ich finde toll, dass wir manchmal zusammen in der Oase sind. Da würde ich voll gerne mit dir rumtoben, aber meistens ignorierst du mich und spielst lieber mit den anderen oder glubscht halt so durch die Gegend.
Na ja, ganz möglicherweise könnte das der Grund sein, warum ich dich dort heute angepinkelt habe... Grumpf... Fraule sagt, ich soll mich sofort bei dir entschuldigen. Sie sagt, das gehört sich nicht und sei total unter der Gürtellinie. Und das, obwohl ich nie einen Gürtel anhabe...
Aber gut, ich sag' dann mal: Tschuldige. Tut mir echt leid. Ich mach's vielleicht nie wieder. Ich hoffe, du bist nicht sauer und spielst trotzdem weiterhin nicht mit mir...
Bis zum Wochenende! Da gehen wir ja zusammen zum Seminar vom Gerd. Und du darfst sogar bei mir im Auto mitfahren! Ich werde dich da ganz sicher nicht anpinkeln. Vielleicht ein bisschen besteigen. Aber mehr auch nicht...

Dein Willi : )

Sonntag, 18. September 2011

100 Mal... >: }

Also gut. Mir doch egal:

Ich soll das Kissen im Wohnzimmer nicht mehr poppen.
Ich soll das Kissen im Wohnzimmer nicht mehr poppen.
Ich soll das Kissen im Wohnzimmer nicht mehr poppen.
Ich soll das Kissen im Wohnzimmer nicht mehr poppen.
Ich soll das Kissen im Wohnzimmer nicht mehr poppen.
Ich soll das Kissen im Wohnzimmer nicht mehr poppen.
Ich soll das Kissen im Wohnzimmer nicht mehr poppen.
Ich soll das Kissen im Wohnzimmer nicht mehr poppen.
Ich soll das Kissen im Wohnzimmer nicht mehr poppen.
Ich soll das Kissen im Wohnzimmer nicht mehr poppen.

Ich soll das Kissen im Wohnzimmer nicht mehr poppen.
Ich soll das Kissen im Wohnzimmer nicht mehr poppen.
Ich soll das Kissen im Wohnzimmer nicht mehr poppen.
Ich soll das Kissen im Wohnzimmer nicht mehr poppen.
Ich soll das Kissen im Wohnzimmer nicht mehr poppen.
Ich soll das Kissen im Wohnzimmer nicht mehr poppen.
Ich soll das Kissen im Wohnzimmer nicht mehr poppen.
Ich soll das Kissen im Wohnzimmer nicht mehr poppen.
Ich soll das Kissen im Wohnzimmer nicht mehr poppen.
Ich soll das Kissen im Wohnzimmer nicht mehr poppen.

Ich soll das Kissen im Wohnzimmer nicht mehr poppen.
Ich soll das Kissen im Wohnzimmer nicht mehr poppen.
Ich soll das Kissen im Wohnzimmer nicht mehr poppen.
Ich soll das Kissen im Wohnzimmer nicht mehr poppen.
Ich soll das Kissen im Wohnzimmer nicht mehr poppen.
Ich soll das Kissen im Wohnzimmer nicht mehr poppen.
Ich soll das Kissen im Wohnzimmer nicht mehr poppen.
Ich soll das Kissen im Wohnzimmer nicht mehr poppen.
Ich soll das Kissen im Wohnzimmer nicht mehr poppen.
Ich soll das Kissen im Wohnzimmer nicht mehr poppen.

Ich soll das Kissen im Wohnzimmer nicht mehr poppen.
Ich soll das Kissen im Wohnzimmer nicht mehr poppen.
Ich soll das Kissen im Wohnzimmer nicht mehr poppen.
Ich soll das Kissen im Wohnzimmer nicht mehr poppen.
Ich soll das Kissen im Wohnzimmer nicht mehr poppen.
Ich soll das Kissen im Wohnzimmer nicht mehr poppen.
Ich soll das Kissen im Wohnzimmer nicht mehr poppen.
Ich soll das Kissen im Wohnzimmer nicht mehr poppen.
Ich soll das Kissen im Wohnzimmer nicht mehr poppen.
Ich soll das Kissen im Wohnzimmer nicht mehr poppen.

Ich soll das Kissen im Wohnzimmer nicht mehr poppen.
Ich soll das Kissen im Wohnzimmer nicht mehr poppen.
Ich soll das Kissen im Wohnzimmer nicht mehr poppen.
Ich soll das Kissen im Wohnzimmer nicht mehr poppen.
Ich soll das Kissen im Wohnzimmer nicht mehr poppen.
Ich soll das Kissen im Wohnzimmer nicht mehr poppen.
Ich soll das Kissen im Wohnzimmer nicht mehr poppen.
Ich soll das Kissen im Wohnzimmer nicht mehr poppen.
Ich soll das Kissen im Wohnzimmer nicht mehr poppen.
Ich soll das Kissen im Wohnzimmer nicht mehr poppen.

Ich soll das Kissen im Wohnzimmer nicht mehr poppen.
Ich soll das Kissen im Wohnzimmer nicht mehr poppen.
Ich soll das Kissen im Wohnzimmer nicht mehr poppen.
Ich soll das Kissen im Wohnzimmer nicht mehr poppen.
Ich soll das Kissen im Wohnzimmer nicht mehr poppen.
Ich soll das Kissen im Wohnzimmer nicht mehr poppen.
Ich soll das Kissen im Wohnzimmer nicht mehr poppen.
Ich soll das Kissen im Wohnzimmer nicht mehr poppen.
Ich soll das Kissen im Wohnzimmer nicht mehr poppen.
Ich soll das Kissen im Wohnzimmer nicht mehr poppen.

Ich soll das Kissen im Wohnzimmer nicht mehr poppen.
Ich soll das Kissen im Wohnzimmer nicht mehr poppen.
Ich soll das Kissen im Wohnzimmer nicht mehr poppen.
Ich soll das Kissen im Wohnzimmer nicht mehr poppen.
Ich soll das Kissen im Wohnzimmer nicht mehr poppen.
Ich soll das Kissen im Wohnzimmer nicht mehr poppen.
Ich soll das Kissen im Wohnzimmer nicht mehr poppen.
Ich soll das Kissen im Wohnzimmer nicht mehr poppen.
Ich soll das Kissen im Wohnzimmer nicht mehr poppen.
Ich soll das Kissen im Wohnzimmer nicht mehr poppen.

Ich soll das Kissen im Wohnzimmer nicht mehr poppen.
Ich soll das Kissen im Wohnzimmer nicht mehr poppen.
Ich soll das Kissen im Wohnzimmer nicht mehr poppen.
Ich soll das Kissen im Wohnzimmer nicht mehr poppen.
Ich soll das Kissen im Wohnzimmer nicht mehr poppen.
Ich soll das Kissen im Wohnzimmer nicht mehr poppen.
Ich soll das Kissen im Wohnzimmer nicht mehr poppen.
Ich soll das Kissen im Wohnzimmer nicht mehr poppen.
Ich soll das Kissen im Wohnzimmer nicht mehr poppen.
Ich soll das Kissen im Wohnzimmer nicht mehr poppen.

Ich soll das Kissen im Wohnzimmer nicht mehr poppen.
Ich soll das Kissen im Wohnzimmer nicht mehr poppen.
Ich soll das Kissen im Wohnzimmer nicht mehr poppen.
Ich soll das Kissen im Wohnzimmer nicht mehr poppen.
Ich soll das Kissen im Wohnzimmer nicht mehr poppen.
Ich soll das Kissen im Wohnzimmer nicht mehr poppen.
Ich soll das Kissen im Wohnzimmer nicht mehr poppen.
Ich soll das Kissen im Wohnzimmer nicht mehr poppen.
Ich soll das Kissen im Wohnzimmer nicht mehr poppen.
Ich soll das Kissen im Wohnzimmer nicht mehr poppen.

Ich soll das Kissen im Wohnzimmer nicht mehr poppen.
Ich soll das Kissen im Wohnzimmer nicht mehr poppen.
Ich soll das Kissen im Wohnzimmer nicht mehr poppen.
Ich soll das Kissen im Wohnzimmer nicht mehr poppen.
Ich soll das Kissen im Wohnzimmer nicht mehr poppen.
Ich soll das Kissen im Wohnzimmer nicht mehr poppen.
Ich soll das Kissen im Wohnzimmer nicht mehr poppen.
Ich soll das Kissen im Wohnzimmer nicht mehr poppen.
Ich soll das Kissen im Wohnzimmer nicht mehr poppen.
Ich soll das Kissen im Wohnzimmer nicht mehr poppen.


Pfffffft! >: }

Samstag, 17. September 2011

Eine Strafarbeit kommt selten allein >: }

Ich soll das Kissen im Wohnzimmer nicht mehr poppen.
Ich soll das Kissen im Wohnzimmer nicht mehr poppen.
Ich soll das Kissen im Wohnzimmer nicht mehr poppen.
Ich soll das Kissen im Wohnzimmer nicht mehr poppen.
Ich soll das Kissen im Wohnzimmer nicht mehr poppen.
Ich soll das Kissen im Wohnzimmer nicht mehr poppen.
Ich soll das Kissen im Wohnzimmer nicht mehr poppen.
Ich soll das Kissen im Wohnzimmer nicht mehr poppen.
Ich soll das Kissen im Wohnzimmer nicht mehr poppen.
Ich soll das Kissen im Wohnzimmer nicht mehr poppen.


Das gibt's doch nicht! Was denn noch alles? Dabei sieht das Kissen aus wie Luder Luna aus der Hundeschule. Und diese bescheuerten Strafarbeiten seit Neuestem! Wissen die nicht, dass das Ganze mit copy/paste in 3 Sekunden erledigt ist? Wie soll sich das dann mental setzen? Morgen mach' ich's wieder! Und ich kopier' den Quatsch dann gerne auch 100 Mal. Grumpf >: }

Freitag, 16. September 2011

Klassenbucheintrag: Willi besteigt Mitschülerin während des Unterrichts : )

Ich soll keine Mitschülerin während des Unterrichts mehr besteigen.
Ich soll keine Mitschülerin während des Unterrichts mehr besteigen.
Ich soll keine Mitschülerin während des Unterrichts mehr besteigen.
Ich soll keine Mitschülerin während des Unterrichts mehr besteigen.
Ich soll keine Mitschülerin während des Unterrichts mehr besteigen.
Ich soll keine Mitschülerin während des Unterrichts mehr besteigen.
Ich soll keine Mitschülerin während des Unterrichts mehr besteigen.
Ich soll keine Mitschülerin während des Unterrichts mehr besteigen.
Ich soll keine Mitschülerin während des Unterrichts mehr besteigen.
Ich soll keine Mitschülerin während des Unterrichts mehr besteigen.

So ein Scheiß! Fraule sagt, wenn ich mich nicht bessere, heißt es schnippschnapp. Dabei hat dieses süße blutjunge Luder mir voll den Kopf verdreht. Ich bin total unschuldig, grumpf! Hehe... : )

Donnerstag, 15. September 2011

Willis Killerkolumne: Die Sache mit der Doppelmoral : )

F Ü R  D I E  F E L L P R E S S E  U N T E R W E G S . . .

Killerkolumnist hält die Pfote
in die Wunde : )
Jetzt wollen wir doch mal ehrlich sein. Es ist ganz einfach, sich über die Ungerechtigkeiten dieser Welt aufzuregen und den moralischen Zeigefinger gegenüber seinen Mitmenschen zu erheben. Aber wie steht es eigentlich um die eigene Moral? Gilt dieselbe hoch aufgelegte Meßlatte auch für einen selber? Oder schaut man da nicht ab und an mal über die ein oder andere Verfehlung großzügig hinweg?
Ein Beispiel zur Veranschaulichung: Fraule echauffiert sich regelmäßig über die vielen Hundehaufen, die auf dem Bürgersteig direkt neben meiner Kackwiese des Vertrauens, womöglich sogar - wie zum Hohn - direkt neben dem Hundekackeimer rumfläzen. Sie rühmt sich lautstark damit, jeden meiner mal mehr mal weniger wohlgeformten Exemplare unter großen Mühen aufzusammlen und ordnungsgemäß zu entsorgen. Aber stimmt das denn auch wirklich? Ist es nicht vielmehr so, dass es auch durchaus vorkommen kann, dass, im Schutze der Dunkelheit, auch eines meiner Häufchen geflissentlich "übersehen" wird? Vielleicht nicht unbedingt auf dem Bürgersteig, aber zumindest doch mal eigentlich immer noch recht gut erreichbar auf der Wiese daneben? Möglicherweise liegt es daran, dass aus Versehen keine Tüte griffbereit ist. Aber erstens: Hätte sie dann nicht schnell eine holen können? Zweitens: Ging es den anderen Häufchenignorierern vielleicht nicht ebenso? Und drittens: Hat sie in dem Moment nicht vielleicht auch einfach gedacht: "Scheiß drauf! Eins mehr oder weniger macht den stinkenden Braten auch nicht fett..."? Und wenn es je so gewesen sein mag, darf sich Fraule dann eigentlich auch nur ansatzweise über einen einzigen Haufen auf dem Bürgersteig aufregen? Umso mehr, als dass sie mittlerweile eiskalte Wiederholungstäterin geworden ist und sich das schlechte Gewissen nur noch ab 300 Gramm aufwärts meldet?

Tja. Solche Themen gibt es viele, nicht wahr? Zum Beispiel die Hundeerziehung. Eine ganz heikle Angelegenheit.
Selbstverständlich gehört Fraule zu den Vertretern der gewaltfreien Erziehung. Voller Überzeugung, dass man durch positive Lehrmethoden zum Ziel kommt, rümpft sie über jeden die Nase, der das anzweifelt und verurteilt alle, die noch die traditionellen Methoden befürworten. Überzeugt davon, Gutes zu tun, macht sie mit bei der Petition gegen Stachelhalsbänder, besucht mit mir eine Hundeschule, die sich konsequent gegen aversive Lehrmethoden ausspricht und liest nur Bücher, die sich mit Erziehung durch positive Verstärkung beschäftigen. Gegenüber Bekannten, die der Meinung sind, dass der Hund noch mit der Nase in sein Pipi getunkt werden muss, um ihm zu zeigen, dass er drinnen nicht strullern soll, demonstriert sie totales Entsetzen und fühlt sich berufen, alle Unwissenden an ihrem bescheidenen Halbwissen um die neuesten Erkenntnisse teilhaben zu lassen und die Welt in ihrem Dunstkreis nach Kräften zu missionieren.
Ja, Fraule ist total gegen Gewalt. Hunde verhauen, mit Sachen beschmeissen, Stachel- und Sprühhalsbänder, Elektroschocker - das geht ja gar nicht, meint sie. Und sonst so? Was ist aber eigentlich mit den weniger skandalträchtigen Methoden, die nichtsdestotrotz ebenfalls auf Zwang, Unterdrückung oder Erschrecken basieren und somit negative Verknüpfungen zur Folge haben können? Wie zum Beispiel dem Schnauzgriff, den Po runterdrücken, um ein Sitz zu bekommen, an der Leine rucken, um Hundi zum Folgen zu bringen, anstelle so lange zu warten, bis er von sich aus kommt, ein Klaps auf den Hintern, wenn er in flagranti dabei erwischt wird, wie er zum 17. Mal den Baum im Garten ausgräbt und vorhat, danach mit dreckverschmierten Pfoten und Schnauze durchs frischgeputzte Haus zu marschieren oder Anschreien, weil er am Küchenschrank hochspringt, um die Wurst zu klauen.
Denkt sie da nicht ganz heimlich, dass das vielleicht nicht irgendwie übertrieben ist, dass es im Leben nunmal nicht immer nur mit Harmonie und Konsens zugeht, dass es niemandem schadet, wenn er manchmal auch etwas gegen seinen Willen tun muss und dass es außerdem in der Praxis oft sowohl an Zeit, Geduld als auch an Verständnis mangelt, die sanfte Schiene zu fahren? In Wahrheit bezweifelt Fraule, dass der Hund ernsthaft Schaden nimmt, wenn er mal angebrüllt oder gezwungen wird, unfreiwillig die frischgewaschenen Socken auszugeben oder an der Leine mitgeschleift wird, weil er sich anders partout nicht dazu bringen lässt, von den anderen Kumpels abzulassen. Im Gegenteil, sie glaubt sogar - ganz still und heimlich -, dass es Situationen gibt (wie in der Kindererziehung auch), die aversive Vorgehensweisen notwendig machen, um schnell und effizient Grenzen aufzuzeigen.

Jaja. So hin- und hergerissen zwischen Richtig und Falsch bastelt sie sich ihre ganz persönliche Moral und vergisst dabei auch nicht, die anderen weiterhin fröhlich zu bekehren. Man könnte das natürlich auch Doppelmoral nennen. Das weist Fraule aber mal ganz weit von sich. Sie hält ihre Methode für den praxisorientierten Ansatz, den "gesunden, soliden und goldenen Mittelweg". Alles andere ist was für Leute mit viel Zeit und Profis, die damit Geld verdienen. Fragt sich bloss, wieso sie dann doch hin und wieder das schlechte Gewissen plagt.

In diesem Sinne...

bleibt dran!

Euer knallharter Killerrüde
Willi  : )

Sonntag, 11. September 2011

Montezumas Rache trifft manchmal auch die Richtigen : )

Ich weiß nicht, was mit Fraule los ist. Die geht auf teure Seminare, um die Kommunikation mit Hunden zu erlernen, liest ein schlaues Buch nach dem anderen und guckt alle beknackten Sendungen von Hundeflüsterern in der Glotze an, die es so gibt, und trotzdem versteht die mich nicht! Und das, obwohl ich WIRKLICH mit ihr KOM-MU-NI-ZIE-RE.
Gestern waren wir, mal wieder, in der Stadt mit meinem Kumpel Glubschie und seinem Fraule. Da unterhalten die sich noch darüber, dass Glubschie, wenn er Durchfall hat und nachts raus muss, so lange fiebt, bis sein Fraule wach wird und dann mit ihm auf die Strasse eilt. So geschehen 3 Mal vorletzte Nacht. Fraule jammerte, dass ich nie fiebsen oder mich sonstwie bemerkbar machen würde, glücklicherweise aber nachts auch noch nie Probleme gehabt hätte. Die beiden waren sich einig, dass sowas auch immer nur Glubschie passieren kann, weil der halt so dermassen verfressen ist (obwohl kein Goldie!), dass er alles aufsaugt, was im Umkreis von 2 Metern um ihn herumliegt -und fliegt. Ich mache sowas nicht. Also echt!

Aber das ist ja so gelogen! Natürlich mach' ich mich bemerkbar! Und wie! Nur kann ich nix dafür, wenn Fraules Leitung offensichtlich viel zu lang ist für meine feinsinnige Art der Kommunikation. Wer will schon jämmerlich fiebsen. Also bitte, das mag ja das Niveau eines, noch dazu amerikanisch stämmigen, Puggles sein. Aber sowas erniedrigendes macht doch kein Killerrüde! Und doch hätte sie es bemerken müssen! Schon in der Stadt nämlich, ging mein Durchfall los, hehe, wieder wie beim letzten Mal, ihr erinnert euch. Fraule meinte, das sei die Aufregung. Lächerlich! Im Urlaub sind wir durch so viele Städte gelatscht, da war nie was. Da hätte sie also schon schalten müssen. Aber nee, es war viel wichtiger, zu SHOPPEN und sich über mich aufzuregen, weil ich AB UND ZU EIN WENIG an der Leine gezerrt habe wie bescheuert.
Gestern Abend dann, Madame saß auf der Couch und war nicht gewillt, mich weiter zu beachten, bin ich ewig aufgeregt vor ihr auf- und abgelaufen, hab' wie verrückt gehechelt, bin dauernd in die Diele und zurück... Und, was war? Gemeckert hat sie! Dass ich sie nerven würde, und dass ich endlich Ruhe geben sollte. Also, deulticher hätte ich echt nicht werden können. Ich hab' dann also, grumpf, wohl oder übel auf den Dielenteppich gekackt. Als Fraule kurz vorm Schlafengehen dann das Malheur erschnüffelte, na, da war sie echt zerknirscht. Zu spät.
Aber statt daraus zu lernen, nööö, heute Nacht, gleiches Spiel. Ich renn' da rum, hin und her, und die sagt doch glatt zu mir, sie wolle jetzt nicht spielen! JA GLAUBT DIE DENN, ICH WILL NACHTS UM 4 SPIELEN??? Wie vernagelt kann man denn sein! Kurz bevor es zu spät ist, ist sie dann aber doch mit mir raus, und hat mir noch gedroht, wehe, wenn da nix käme! Aber wie da was kam! Und so um 7 (da hat sie dann gleich geschaltet, ein Wunder!) gleich nochmal.
Heute morgen dann aber, als sie ins Saugen vertieft war, hat sie wieder nix gemerkt, und so musste ich den Teppich leider gleich nochmal bemühen. Dieses Mal aber dann mal richtig volle Pulle. Nun, ich glaube, die Lektion hat dann aber endgültig gesessen. Ich wette, in Zukunft wird Fraule mich um einiges schneller verstehen - und das ganz ohne Seminar! Manchmal hilft eben nur die rabiate Praxis : )
Es versöhnt mich übrigens ein wenig, dass Fraule nun auch Montezumas Rache anheim gefallen ist. Es gibt doch so was wie Gerechtigkeit! Und so sitzen wir nun beide in einvernehmlichen Verständnis aufm Sofa (oder jeder auf seiner Kackwiese des Vertrauens) und lecken unsere Wunden : )

Freitag, 9. September 2011

Eine niederträchtige Woche! <: [

Da komm ich nach drei Wochen Norwegenurlaub nach Hause, gut erholt, gut gelaunt, voller positiver Energien, mit friedvollen Absichten und nichts ahnend - und dann das!
Ich sage euch, diese Woche war so was von für den blau-braunen Poppes! Und ich werde euch auch wissen lassen, warum!

Dieses Bewerbungsfoto wurde dem Killerrüden
zum Verhängnis : ]
Erst bewerbe ich mich - nach langem Zaudern, doch höchst optimistisch - für den "Sunny and Friends 2012" Wandkalender als Mr. September oder von mir aus auch Mr. Oktober, und während meine Chancen am Anfang nicht mal schlecht stehen, muss ich zu späterer Stunde zusehen, wie meine Felle davonschwimmen, nachdem ich mal wieder die Zielscheibe neuerlicher und ungeheuerlicher Gerüchte werde, die meiner Drittkarriere als Pin Up-Killerrüden ein jähes Ende bereiten. Und was denkt ihr, wer ist wohl der Unhold, der mal wieder die Gerüchteküche anheizt, um von seiner eigenen Dick- und Blondheit abzulenken? JAWOHL! Ihr ahnt es schon! Dicknase, Dickarsch und Sofakartoffel in einem, Blondi! Mein dynamisch mit dem Sofa verwachsener, ostdeutscher, aus dem Maul stinkender, mobbender Wald- und Wiesen-Chef von der Fellpresse, selber (dickster) Teilnehmer (und Verlierer!) beim knallharten Kalender-Contest!

Selbstverständlich ist es völlig unter meinem Niveau mich hierzu zu äußern, die neuesten Entwicklungen in dieser hochgradig brisanten Geschichte zwingen mich jedoch dazu, mein Schweigen zu brechen.
Das Gerücht besagt also, noch mal zur Erinnerung, grumpf, dass ich ANGEBLICH dabei gesichtet wurde, wie ich während meines Urlaubes meinen sagenumwobenen Charme u. a. an ein nettes, ausgesprochen hübsches, grumpfgrumpf, schwedisches Elchlausemädchen versprühe. 



Ganz nach dem Motto, nach Spaß kam Ernst, soll nun das Resultat dieser selbstverständlich aus den dicken Pfoten meines Chefs gesogenen, aber sehr leidenschaftlichen Liebesgeschichte ein ausgesprochen weinerliches und häßliches Elchbaby sein, das vor wenigen Tagen ausgerechnet vor Blondis Tür aufkreuzte und tränenreich seinen Vater verlangte. Eine hochprofessionell getürkte Vaterschaftsuntersuchung soll nun angeblich beweisen, dass es sich hierbei um MEINEN Nachwuchs handelt. Seht selbst:


Ähnlichkeiten mit dem Killerrüden
sind rein zufällig und unbeabsichtigt : ) 


Lächerlich!
Nichtsdestotrotz war mit diesen Vorwürfen meine Kalenderkarriere komplett am Arsch, und es hat auch nichts genützt, dass ich in einem letzten verzweifelten Versuch angeboten habe, mich gerne auch nackich ablichten zu lassen. Ich wurde fallengelassen wie eine heiße Kartoffel!
Als wenn das alles nicht schon schlimm genug wäre, hat dieser miese blonde Dickwanst das ganze infame Lügengeflecht auch noch in seiner billigen Proleten-Soap GSKS (Große Schnauzen - Kurze Schwänze) verwurstet und sich damit gerühmt, dieses zauselige schielende Elend zu adoptieren! Und ich habe keine Handhabe, denn wenn ich ihn verklage, wird er mich rausschmeißen. Ich bin ein Abhängiger, ein Opfer der Intrige, machtlos, verlassen, geschmäht, verachtet, verspottet, chancenlos... Ich bin am Ende...

Aber bevor ich nun gleich ins Wasser gehe, muss ich doch noch meinen Ruf reinwaschen, das bin ich der Nachwelt einfach schuldig. Und so stelle ich mich nun, ganz eines knallharten Killerrüdens unwürdig, vor die Welt und widerrufe tief verschämt: 
Ich bin unschuldig! Ich habe nichts getan! Ich hatte nie etwas mit einem Elchlausemädchen, die sind mir viel zu groß und stinken fies. Die Wahrheit ist... Ich bin immer noch Jott. U. En. Ge. Ef. Er. A. U.! Kapiert? Grumpfgrumpfgrumpf... Das ist das Ende, mein Ruf ist dahin, so oder so... Ich gehe (mal wieder) ins Wasser... 


 
<: [

Dienstag, 6. September 2011

Kennste eine, kennste alle... : )

Also schön, was soll ich sagen... unser Urlaub.... Da brauch' ich nicht viele Worte machen: 3 Wochen Schweden und Norwegen, im Wohnmobil, 5 Menschen, 1 Hund, eine undefinierte Anzahl von Stinkefüssen und über 6.100 km gefahren.

So. Und wozu das alles? Ich finde ja - aber mich fragt, wie immer, keiner - dass es völliger Quatsch ist, soweit zu fahren, denn die Laternen in Schweden und Norwegen sind genau wie die zu Hause. Kennste eine, kennste alle. Und ich muss es wissen, ich hab' nämlich jede einzelne angepinkelt. Das gleiche gilt für alle Mülleimer, Büsche, Hausecken und Autoreifen. Wieso, zum Henker, muss man dafür also so weit fahren? Einen See haben wir hier auch, gleich vor der Tür. Regen gibt's bei uns auch genug. Na gut, nicht 3 Wochen am Stück und nicht so eimerweise, aber ein bisschen weniger tut's doch auch, nein? Nein. Und bei uns zu Hause dürfen Hunde auch mit ins Restaurant und ins Einkaufszentrum und keiner bekommt hysterische Anfälle, wenn ich da mit reintappe (außer die im Löchner Haus auf der Reichenau, die sind angeblich antiallergisch. Na und, das bin ich auch und durfte trotzdem nicht rein. Faule Ausreden, ich fühle mich diskriminiert!).
Na gut, egal, dass ich in Norwegen nicht in Restaurants durfte war sowieso nicht weiter schlimm, die hätten wir uns nämlich gar nicht leisten können...

Fraule hat übrigens einen neuen Ausdruck gelernt: sozialer Dichtestress. 3 Wochen, 24 Stunden mal 21 Tage am Stück mit 6 atmenden Wesen non stop auf 14 Quadratmetern zusammengepfercht wie beim Viehtransport. Also, RES-PEKT! Das muss ich mal festhalten: Sie haben sich nicht gegenseitig aufgefressen! Ich find's ja gut so schön eng, sehr gemütlich, und jeder hat so vor sich hingemüffelt, zusammen gab das 'ne super Mischung! Wie wäre das wohl erst geworden, wenn die Außentemperaturen jemals über 20 Grad geklettert wären?

Toll fand ich auch, dass ich eine echte Attraktion gewesen zu sein scheine. Ich hab' noch nie so viele Leute getroffen, die mich geknipst und angepatscht haben, ohne vorher zu fragen, ob mir das auch recht ist (Klar ist mir das recht, hehe, aber fragt mal Fraule... : ) Ich glaube, die dachten womöglich, ich wär' ein Troll oder so. Fraule hat dann irgendwann den Vorschlag gemacht, sich mit mir an den Straßenrand zu stellen, um ein wenig die ausgesprochen marode Bierkasse aufzufrischen. Also echt!

Aber nun seht selbst - hier ein paar Impressionen: Alles wie zu Hause... oder?
Mehr Fotos gibt's übrigens im Norwegen-Album rechts in meiner Gallery : )