Dienstag, 13. März 2012

Willis Killerkolumne: Der intelligente Hund : )

F Ü R  D I E  F E L L P R E S S E  U N T E R W E G S . . .

CKO Willi:
Nicht die hellste Birne
im Leuchter : )
Vor einer Weile unterhielt sich Fraule mit einem Kollegen. Der erzählte, er habe einen Hund. Das fand Fraule sympathisch. Er erzählte weiter, er habe einen Mischling. Das fand Fraule auch sympathisch. Ich meine, warum auch nicht. Lieber Mischling als Pudel oder so... Dann sagte er, er habe unbedingt einen Mischling haben wollen, weil Mischlinge ja so furchtbar intelligent seien, und sein Hund sollte unbedingt und vor allem anderen in erster Linie intelligent sein. Es gäbe kaum Schlimmeres als einen dummen Hund, befand der Kollege. Das fand Fraule gar nicht sympathisch. Und auch gar nicht so intelligent. Sie mutmaßte, dass das für den Kollegen vielleicht deshalb so ungemein wichtig wäre, um den Mangel an Intelligenz in der Familie zu kompensieren. Das fand nun der Kollege gar nicht sympatisch.

Aber echt, Hauptsache 'n Satz gesagt, oder. Genau wie das mit dem Stolz-ein-Deutscher-zu-sein-Geblubber, (ihr erinnert euch). Was, bitte schön, ist denn genau ein intelligenter Hund? Oder ein dummer? Und wieso sind alle Mischlinge per se intelligent?
Aber der Kollege ist ja nun keine Seltenheit. Vielen Menschen ist ein intelligenter Hund gaaaanz wichtig. Wenn man sie dann allerdings fragt, warum eigentlich, haben sie meistens keine besonders intelligente Antwort auf Lager. Das wiederum lässt mich schwer darauf schliessen, dass der intelligente Hund sowas wie 'ne Schwanzverlängerung des dummen Menschen ist. Ein eindeutiger Fall von Statuserkrankung. So wie einen gelben Maserati fahren oder mit Golfschlägern im Büro aufmarschieren. "Oh, Sie haben einen Pudel? Kluge Hunde!" Ja, das kommt gut. Das geht runter wie Öl. Und wer gibt schließlich schon gerne zu, dass der eigene Hund bummsdoof ist?
Ganz dringend würde mich in diesem Zusammenhang allerdings interessieren, wie der unheimlichen Intelligenz des hündischen Einsteins im täglichen Leben so entsprochen wird. Muss der die Matheaufgaben für die Kinder lösen? Jeden Tag unaufgefordert die Zeitung reinbringen? Die Kaffeemaschine bedienen? Wo genau liegt der Mehrwert dieser Intelligenzbestie für seine Menschen?

Ein besonders intelligenter Hund benötigt eine besonders intensive Förderung, das ist wie beim Menschen. Fördert man die nicht, kommen beide meistens auf komische Ideen. Aber wer von den Menschen macht sich eigentlich die Mühe, seinen Hund (egal wie schlau er sein mag) überhaupt in irgendeiner Form zu fördern? Ich verwette die gesamte Anzahl Würstchen, die ich in einem Jahr verfresse, dass das Leben von Ottonormalhund ungefähr so aussieht: Gassigehen, Kacken, Bällchen apportieren, Fressen, Schlafen, Gassigehen, Kacken, Bällchen apportieren, Schlafen, Schlafen, Gassigehen, Schlafen. So. Und Hauptsache, der Köter ist intelligent dabei! Mannmannmann...

Mein Fraule übrigens behauptet frecherweise, ich sei sicher nicht die allerhellste Birne im Leuchter und sie sei heilfroh drum. Grumpf! Ich wäre schnell zufrieden zu stellen, mit dem, was man mir vorgäbe und gehörte nicht zu den Kreativsten unter dieser Sonne. Wüsste ich zum Beispiel, wie man Schiebetüren aufbekommt oder Klinken herunterdrückt, hätte sie ein echtes Problem, denn dann könnte sie mich nicht mehr allein im 
schlauer Kumpel Glubschie : )
Haus lassen, weil ich dann ganz kreativ meine Intelligenz in Form von ungezügelten Dummheiten in aller Seelenruhe ausleben würde. So aber sitze ich in der Diele, wo ich relativ wenig anstellen kann, und nehme dies als gottgegeben hin. Ich habe noch nie versucht, da auszubrechen. Ich schätze, mein Kumpel Glubschie, ziemlich auf Zack, dafür aber herrlich unerzogen, bräuchte schätzungsweise drei Minuten, um herauszufinden, wie man die Tür aufschieben kann. Prost Mahlzeit.

In diesem Sinne: Ein Hoch auf die Doofen!

Bleibt dran!

Euer knallharter Killerrüde
Willi | (Chief Killerkolumnist Officer) | Fellpresse | http://www.willisworldandfriends.com/ | : )

8 eloquente Meinungen zu dem Quatsch : )

  1. Recht hast DU! Hier sind auch alle heilfroh, dass ich zu blöd zum Tür öffnen bin - sogar vor offenen, angelehnten Türen stehe ich wie hypnotisiert. Aber alles Quatsch, ICH habe dafür Personal, ich bin der super Manipulator. Sag immer, ich kann das nicht, und schon springen sie für mich. :-)

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    1. hihi, das mit der angelehnten tür ist bei mir auch so. wenn fraule mich dann mehrfach ermutigt, mach ich sie auf. aber nur widerwillig. bin ich hier der türöffner, oder was? : )

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  2. Oh Gott, dann habe ich ja einen "intelligenten" Hund. Dieser kann nämlich durchaus Türen öffnen, das ist der Grund warum ich die Türklinke senkrecht eingebaut habe. Jaja, sieht total beknackt aus und Besucher gucken mich auch immer fragend an.
    Aber ehrlich gesagt ist es mir völlig wurscht, ob ein Hund intelligent ist oder doof, lieb muss er sein. Basta!
    LG. Angi

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    1. guck mal, ich antworte. aber nur, weil ich das mit den türklinken echt im wahrsten sinne des wortes schräg finde. und ganz schön kreativ. traut man euch gar nicht zu, euch menschen... : )

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    2. Kicher....ja ich sehe es, Willi!
      Da kannst du mal sehen wie schlau wir Menschen sein können (wenn wir wollen). Manchmal muss man sich aber auch echt was einfallen lassen, um euch vierbeinigen Lumpen beizukommen, lach.
      Schönen Tag du wilder Kerl.

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  3. Türen aufmachen??? Wie bescheuert ist das denn??? Entweder, da steht dann ein völlig geschockter Besucher vor der Tür und es gibt jede Menge Stress mit der Servicekraft, oder die Tür geht auf, niemand steht davor und ich steh' dann alleine draußen 'rum UND es gibt anschließend Stress mit der Servicekraft?? Das ist doch völlig bekloppt und auf Dauer voll nervig.
    Emil und du ihr habt recht:
    Manipulieren muss man können!!!
    In meinem Fall bedeutet das: Neben der Türklinke ist der Lichtschalter für unser hellstes Flutlicht im Flur und DEN schalte ich ein, wenn ich raus will!! Dann muss sich einer bequemen und das zur Kenntnis nehmen und MICH beachten!! Wenn Zimmertüren verschlossen sind, klopfe ich EINMAL (nicht mehr!) mit der Pfote dagegen und sofort springt jemand auf, der sie öffnet, weil sie sicher voll Schiss haben, dass ich sonst kräftig scharre, wenn sie mich ignorieren. Und dafür, dass ich SIE rumkommandiere werde ich dann noch gelobt, weil ich die Tür NICHT demoliert habe *hihihih*
    So wird's gemacht und nicht anders!
    Und zum Thema Intelligenz bei Hunden: Die erkennt man in meinen Augen am Maß der Untergebenheit der Zweibeiner. Machen lassen heißt da die Devise, sonst muss man hinterher überall vorzeigen "was der Kleine alles kann". Und wer will schon zum "Vorfür-Wauzi" mutieren?
    LG, Enya

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    1. rischtisch!
      übrigens, ich stehe einfach so vor der tür und mache gar nix. ich warte, bis irgendwann irgendwas passiert. dann geht die tür auf und fraule wundert sich voll, dass ich da wohl schon ne weile rumstehe : )

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  4. Unser Frauchen hat ja auch ab und zu so "intelligente" Spitznamen für uns, vor allem zu Flanna!
    Dödel oder Dumpfbacke!
    Aber wir wissen, dass sie das nicht böse meint!
    Wir sind nunmal auch nicht die Hellsten unter der Sonne, aber genau deshalb liebt uns unser Frauchen so!
    Sie sagt immer, mit euch wird es nie langweilig, bei den vielen Idee die wir immer haben um sie zu überraschen!
    Und nur das Zählt!!!

    Grüsse Flanna Neufundi und Rike Neuberner

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Wenn du allerdings einfach nur mal unter dem Deckmäntelchen der Anonymität oder wegen mir auch unter deinem richtigen Namen unflätig werden oder destruktiv stänkern willst, weil dir sonst keiner zuhört, dann wird dies hier leider nicht deine Bühne werden - versprochen! : )