Dienstag, 29. Mai 2012

Kau mir nicht das Ohr ab! >: []

Na gut, Fortsetzung, Teil II der leidigen Ohrlappenrissgeschichte.
Nachdem ein privater Versuch am Wochenende, den Verband zu entfernen, mehr als fehlgeschlagen ist, da ich mich daran erinnert habe, dass ich auch Zähne zum Wehren besitze und unsere Bekannte meinte, sie würde ihre Hände noch zum Schaffen benötigen, waren wir dann also heute doch bei der Tierärztin.
Sie hat nochmal versucht, mir gut zuzureden, aber ich bin schon äußerst misstrauisch in den Behandlungsraum gestiefelt und habe sogar die Leckerlis ausgeschlagen, mit denen sie mich dort immer erstmal besticht.
Also nochmal sedieren. Aber was soll ich sagen. Selbst noch mit dem Zeug in mir drin, habe ich mich wortwörtlich mit Händen und Füssen gewehrt. Ich WILL, verdammt nochmal, einfach nicht, dass mir irgendwer ans Ohr geht. Auch nicht, wenn ich schlafe!

Beim anderen Ohr war recht schnell klar, dass es sich nicht um eine Zecke handelt, sondern lediglich um eine ziemlich dicke Kruste. Wahrscheinlich habe ich die von der doofen Schüttelei, bei der mein Schlappohr das ein oder andere Mal gegen die Stahltreppe gedengelt ist.
Den Verband und das Pflaster beim malträtierten Ohrlappen zu entfernen, war dafür nicht ganz so einfach wie erwartet. Ohne Sedierung würde ich garantiert mit dem Ding ums Ohr bis ans Ende meiner Tage herumlaufen. Das Gewebe saß so fest, vermutlich, da es mit dem ganzen Blut und der Kruste eine untrennbare Allianz eingegangen ist.
Aber die Wunde eitert nicht! Immerhin. Dafür hat's wieder angefangen zu bluten, aber nicht sehr stark.
Die Tierärztin hatte gerade noch Zeit, mir in Windeseile ein luftdurchlässiges Pflaster auf die Wunde zu kleben und einen neuen Stretchverband um den Kopf zu würgen, da war ich auch schon wieder ganz bei Sinnen. Oder besser, völlig von Sinnen, denn vor Aufregung und Stress stand ich kurz vorm Herzkasper.
Fraule hat mich im Wartezimmer auf den Schoss genommen und erstmal 'ne Viertelstunde abregen lassen.
Zu Hause habe ich dann sofort wieder meinen Ort des Vertrauens - die kühle Ecke unter der Kellertreppe - aufgesucht.

Den Verband habe ich übrigens im Laufe des Nachmittags noch vier Mal erfolgreich abgeschüttelt. Jetzt sind 20 Meter Stretchverband innerhalb von ein paar Tagen auch aufgebraucht. Statt dessen trage ich nun ein behämmertes Kopftuch und sehe aus wie Blaukäppchen.
Na gut. Mittlerweile ist mir alles wurscht. Ich liege nun auf dem Sofa und schlafe den Schlaf des Gerechten.
Die Rache ist mein! Grumpf! >: []

Freitag, 25. Mai 2012

Raus aus der Scheiße - rein in die Scheiße <: }

Kaum genesen von der völlig entmannenden Eierschnippelei, gleich rein ins nächste Desaster. Damit auch ja keine Langeweile aufkommt!
Weil ich letzten Sonntag etwas ungestüm an einen Kumpel von hinten ran bin - ihr erinnert euch-, der mich nicht gesehen hat und zudem noch ins Auto springen sollte, was eindeutig sein Auto ist - wie er mir unmissverständlich klar gemacht hat -, ist mein Ohrlappen Opfer seines Eckzahnes geworden, so dass ich nun 'nen Riss in der Schüssel habe. Maximal 1 cm lang, genau unten an der Spitze vom Ohrläppchen. Also eigentlich nicht wirklich die Welt.

Aber hallo, Freunde der Ohnmacht, ihr habt keine Ahnung, was ein Ohr gut durchblutet ist!
Die erste Tierärztin, direkt vor Ort des Geschehens, brauchte schlappe 5 Anläufe, um den Mist so zu verbinden, dass er mit dem nächsten Schüttler nicht wieder mit Karacho gegen die Wand flog. Nach der Aktion hat sie sicherlich den Maler ihres Vertrauens beauftragt, die Praxiswände neu zu streichen. Entsprechend saftig war natürlich auch die Rechnung, inklusive Wochenendzuschlag... na ja, man sollte sich halt überlegen, was man in der Schweiz so verzapft - da kann Fraule und ihr Fahrstil auch ein bis mehrere Geschichten erzählen....
Zuhause sollte der Verband dann einen Tag später gewechselt werden, hat sie gesagt. Also, gleiches Spiel nochmal. Kaum war der elende Verband runter, musste ich natürlich erstmal meinem natürlichen Drang nachgeben und mich ca. 3 Minuten herzenslustig und mit aller Entschiedenheit gründlich schütteln.
Und anstatt mich danach erstmal zu verarzten, hat Fraule Malena panisch mit 'ner Rolle Zewa bestückt, die sie mir ans Ohr pressen sollte, solange sie in Allerseelenruhe die Wände und den Fußboden sauberschruppte. Glücklicherweise war Herrle noch auf Arbeit, der hätte mich sonst dem Abdecker vor die Tür gestellt. Grumpf!

Die zweite Tierärztin hat dann auch nochmal gucken wollen, unter den Verband. Das ging dann leider aber nur noch mit Kurzzeitnarkose, denn irgendwann ist echt mal rum. Mir kommt da keiner mehr dran. Übrigens kam die Idee mit der Narkose in dem Moment auf, als ich die Wände der Tierärztin dann auch farbig verschönert hatte. Es geht doch nichts über ein sattes Rot an der Wand! Und die präsentierte Rechnung deckt sicherlich ebenfalls die anstehenden Renovierungsaufwände...

Seitdem ist die Lage unverändert. Verband bleibt dran, solange wie möglich. Weder ich noch Fraule haben sonderlich Bock, uns der Sache ernsthaft zu stellen. Das "solange wie möglich" dauert genau bis nächsten Dienstag. Was dann passiert, das weiß nur die Glaskugel von olle Pellemännchen.
Seitdem werde ich mit einem Pheromonspray unter Drogen gesetzt, der mich tatsächlich locker macht, aber mein bevorzugter Rückzugsort bleibt der kühle und für Fraule schwer zugängliche Platz unter der Kellertreppe.

So. Gut gedopt wie ich bin, mach' ich jetzt erst nochmal ein Nickerchen...

TO BE CONTINUED... : )

Montag, 21. Mai 2012

Die Rückkehr des Supergerdi! : )

Freunde der Dominanztheorie, komme gerade frisch zurück vom 2-Tage Workshop Körpersprache, Teil 2, mit Supergerdi.
Jetzt heisst es gleich wieder, boah, voll die Werbung, ich weiss so was von dermassen, woher der Wind weht! Harhar, jaaaaa, ich mache Werbung und verdiene damit Millionen und eure Armut kotzt mich an, hehe...
Na egal, ihr armen Schweine, ihr müsst verzeihen, denn ich spreche heute zwar nicht mit gespaltener Zunge, hugh, dafür aber mit gespaltenem Ohrläppchen. Hab' ich doch glatt beim Seminar lernen müssen, was passieren kann, wenn man mit der Körpersprache eines anderen Individuums nicht ganz klar kommt. Ja, ihr Menschen, ihr glaubt es kaum, aber auch wir Hunde haben manchmal Würstchen auf den Augen. Ich zumindest. Na ja. Ich schätze, Fraule hat auch sozusagen sehr praxisnah und fürs Leben gelernt. Immer nur Theorie ist halt auf Dauer ooch 'n bisschen drüsch, oder.  

Knallharter Killerrüde mit blauem Ohr : )
 Also. Fischkopp Supergerdi (pssst, Achtung, Werbeblock: Gerd Schreiber, Hundeschulenbesitzer aus Hittbergen und Mitglied im CumCane Netzwerk von Dr. Ute Blaschke-Berthold - pling pling, boah, jaaaa, die Kasse klingelt, hihi, ich werde immer reicher...) hat mal wieder den weiten Weg aus dem hohen Norden in die Schweiz, genauer (Achtung, noch 'n Werbeblock, dieses Mal für den anderen Arsch der Welt), in die Waldrose in Rossrüti/Boxloo gefunden (Manu, ab morgen steht die halbe Nation vor eurem Restaurant Schlange und die andere Hälfte meldet sich definitiv bei der Hundeschule an - ihr werdet also auch reich, fein!) und hat erneut zum Seminar geladen. 
Wie ihr ja vielleicht schon aus alten Blogeinträgen in Erinnerung habt, sind die Seminare bei Supergerdi jedes Mal Höchstanforderungen ans Vorderhirn von gleichermassen Mensch UND Hund.
Wenn es letztes Jahr mehr darum ging, unsere Körpersprache zu entdecken und zu beschreiben, ging es dieses Mal mehr um die Körpersprache des Menschen in Interaktion mit uns.
  • Wie sehen wir unseren Menschen, wie wirkt er auf uns und warum?
  • Wo gibt es Überschneidungen in Verhaltensweisen mit uns?
  • Wie kann die Körpersprache optimiert werden, damit Hund Mensch noch besser versteht und Situationen zum Beispiel nicht unbeabsichtigt bedrohlich, sondern vielmehr einladend und unterstützend wirken?
  • Und was besagt eigentlich diese vielzitierte und -diskutierte Dominanztheorie?
  • Wo kommt die überhaupt her?
  • Und wer hat alles daran geschraubt? 
  • Was gibt es sonst noch so für Verhaltenstheorien?
  • Was sind die neuesten Erkenntnisse,
  • und hat dieser Dominanzquatsch heutzutage überhaupt noch Bestand?
Wenn ich euch jetzt zum Beispiel verrate, dass eine Piloerektion (aufgestellte Nackenhaare, ihr Ferkel) so steuerbar ist wie Gänsehaut (also jor nüscht) und nicht dazu dient, sich größer zu machen, um womöglich auch noch über einen anderen zu dominieren, dann sagt ihr jetzt bestimmt, Wat'n Quatsch, ey, dat hat mir doch meine Omma schon so erklärt, wie kann dat 'ma nich' stimmen, woll?

Tja ja... Der Supergerdi! Hat uns alle wieder mächtig ins Grübeln gebracht. Ganz schön clever, dieser Hundeflüsterer... Ach nee, was ein echter Hundeflüsterer ist, das haben wir auch gelernt. Und eines ist sicher: Die muss man suchen auf der Welt, wie 'nen Furz im Kissen. Und nein, auch, wem's jetzt nicht passt, aber weder Rütti noch die Mönche von New Skete noch diese mexikanische Hackfresse sind welche, nee, echt nicht... Nicht mal olle Supergerdi ist einer, und dem hätt' ich's nun wirklich gegönnt!

So. Und jetzt noch 'n Werbeblock zum Schluss, weil's so schön ist: Super war's mal wieder. Neue Erkenntnisse, lässige Stimmung, lecker Leckerchen, coole Kumpels, nette Menschen, Sonnenschein, 'n gespaltenes Ohrläppsche, grumpf, und - Supergerdi - die zarteste Versuchung, seit es positive Verstärkung gibt! In diesem Sinne: Hasta la vista, Baby, he'll ganz sicher be back...
Und 'nu die Mainzelmännchen... : )

Freitag, 18. Mai 2012

Nachtrag zum knallharten Killerrüdenbrief an Herrn Rütter : )

Hehe, also, ich gestehe, mit diesen Reaktionen habe ich wahrlich nicht gerechnet. In der Fellpresse wurde mein Brief an Hundegott Rütter bis jetzt über 3200 Mal geteilt, bei mir gab's mehr als 1300 Klicks auf den Post seit Mittwoch, und ich weiß jetzt, dass man Plaque mit "q" schreibt. RES-PEKT! Offenbar habe ich einen ziemlich empfindlichen Nerv erwischt. Na gut, um so besser.
Aber ich stelle fest, ganz viele denken wie ich, das beruhigt und freut mich tierisch, denn wir werden offenbar immer mehr. Die Hunde-Community beginnt, ganz langsam umzudenken und die "Wunder" kritisch zu betrachten, die uns so medienspektakulär vorgesetzt werden. Das ist einfach voll genial!
Dennoch gibt es unter den fleißigen Kommentatoren natürlich auch knallharte (anonyme) Kritiker, die fragen, wie ein Hund überhaupt schreiben könne (na, seht ihr doch!), die über Neid, Unwissen und Klugscheißerei reden und sagen, ich hätte doch besser mal Vorschläge gemacht, wie man's besser machen sollte, anstelle zu meckern. Dazu kann ich nur sagen: Hallooo? Bin ich Killerrüde oder Markus Lanz? Ihr seid in der falschen Sendung! Ich halte die Pfote in die Wunde, knallhart und satirisch verpackt. Wer das nicht versteht, guckt besser "Wetten dass..." (oder den "Hundeprofi") und lässt die "heute-show" aus.
Und ganz nebenbei glaube ich nicht, dass ich Herrn Rütter erklären muss, wie es richtig geht. Der weiß das. So wahr ich hier gerade meine Pfoten an der Tastatur wund kloppe. Der Herr Rütter kennt sich natürlich aber noch viel besser aus mit dem Thema Einschaltquoten...

Aber gut, ich mach's. Grumpf. Ich liefer' euch jetzt ein paar Vorschläge, wie man es vielleicht besser machen könnte. Mal sehen, wieviele von euch jetzt noch weiterlesen bis zum Schluss. Aber auf vielfachen Wunsch der kritischen Stimmen greife ich das Thema "Jogger jagender Hund" nochmal auf und stelle ganz unsatirisch und todernst folgende alternative, nicht aversive Möglichkeiten der Erziehung in Aussicht:

Anstatt also den verängstigten Fifi  mit der Wasserflasche zu bespritzen, um einen auf Angst und Meideverhalten basierenden schnellen "Erfolg" zu erzielen, könnte man auch auf eine zugegebenermaßen mühevollere und zeitintensivere Methode zurückgreifen, die vor allem die aktive Mitwirkung des Hundehalters, seine gute Beobachtungsgabe, Kreativität und perfektes Timing bedingen würde. Aber mit der Zeit und sich wiederholender Situationen stellte sich der nachhaltige Erfolg ein und das unerwünschte Verhalten würde eine Veränderung in die gewünschte Richtung erfahren - ohhh, ein Wunder! Hehe... neee, Übung!
In unserem Beispiel müsste Frau Steeger dazu sofort reagieren, sobald sie einen Jogger am Horizont auftauchen sieht, anstelle rumzustehen und nach dem Hund zu schreien (oder zu spritzen), wenn der schon seinem Hobby frönt und beim Jagen ist und somit reaktionsmäßig im Hinterhirn verweilt, wo er für Vernunft (Abrufbarkeit) definitiv nicht mehr ansprechbar ist. Sobald sie also den Jogger sichtet (hoffentlich vor ihrem Hund), hat sie mehrere Möglichkeiten:
  • Sie benutzt zum Beispiel die Königsdisziplin "Zeigen und Benennen" und belohnt Fifi jedes Mal überschwenglich, sobald der den Jogger sichtet, aber sich ihm (noch) nicht an die Fersen geheftet hat. Denn Gucken ist erlaubt. Und mehrfaches Belohnen auch. Richtiges Timing ist bei dieser Übung allerdings absolut angesagt! Und ein Klicker oder ein entsprechendes positiv aufgebautes Markerwort wären absolut arbeitserleichternd.
  • Oder sie macht sich spannender als jeden Jogger und lenkt ihren Hund durch ein spannendes Spiel, Leckerlis oder irgendetwas ab, worauf die jagende Bestie voll abfährt.
  • Und / oder sie vergrößert die Distanz, um für den Hund den Stress abzubauen.
  • Oder - für die Fälle, in denen Fifi schneller war - sie bringt ihm ein positiv verknüpftes Abbruchsignal bei, so dass der Hund lernt, eine unerwünschte Verhaltensweise zu beenden, weil er weiß, dass er dann mördermäßig belohnt wird. Auch hier wären ein Klicker oder Markerwort natürlich von Nutzen.
  • Gleichzeitig bringt sie ihm bei, dass er in bestimmten Situationen Jagen darf, in anderen aber nur Schauen angesagt ist. Schließlich ist das seine Natur, und der sollte man frönen dürfen. Ihr geht ja schließlich auch kacken...
Die Belohnung ist hier natürlich die Motivationsquelle für den Hund, sein Verhalten zu ändern. Und ob mit Leckerlis, Spielen, Kraulen oder sonstwas belohnt wird - das ist völlig wurscht, da hat jeder Hund seine eigenen Präferenzen, und die solltet ihr schlauerweise ausnutzen. Was glaubt ihr wohl, was der motiviert sein wird, wenn er die Übung kapiert hat!

Der Werkzeugkasten der positiven Verstärkung ist natürlich um ein tausendfaches größer. Es gibt zig nicht aversive Möglichkeiten, um Hund in schwierigen Situationen in der denkenden Gehirnhälfte zu halten, wo er weiter ansprechbar bleibt und sein Verhalten gelenkt werden kann. Aber schließlich bin ich kein diplomierter Hundetrainer geschweige denn ein Hundegott, sondern nur der Hund selber, an dem der ganze Quatsch tagtäglich (und erfolgreich) angewandt wird.
Aber eines kann ich noch hinzufügen: Der Kreativität des Halters ist hier natürlich keine Grenze gesetzt - und ich rede hier nicht von Schreien, Schimpfen, Bedrohen, Ängstigen, Unterdrücken, Dominieren! Das ganze Spielchen setzt natürlich voraus, dass Mensch Geduld aufbringt, offen für Neues und bereit ist, alte Zöpfe abzuschneiden und umzulernen. Dass Mensch die Körpersprache seines Hundes kennt, und vor allem den Sinn erkennt, warum es gesünder, bindungsfördernder, ethischer und partnerschaftlicher dem Hund gegenüber ist, ihm Verhaltensalternativen aufzuzeigen, anstelle ihn zu bestrafen und zu ängstigen für ein Verhalten, dass zudem auch noch in seinen Genen liegt (der Jagdtrieb, in unserem Beispiel).
Und so gibt es für alle Hunde, alle Größen und Rassen und alle Schwierigkeitsgrade gewaltfreie Lösungen - und im Idealfall beginnt man damit natürlich bereits in der Welpenzeit. Wer das nicht glaubt: Informiert euch. Probiert's aus. Es lohnt sich!

Angst ist ein schlechter Lehrer. Und wenn Gewalt zur Erziehung eingesetzt wird, hat der Mensch versagt.
So. Isch 'abe fertig! Flasche leer!

Naaaaaa? Wieviele haben jetzt bis zum Schluss gelesen? Gäääähn! Wasserpistolen sind doch einfach noch viel geiler! Grumpf! : )

Euer knallharter Killerrüde
Willi Wollmatingen | Chief Killerkolumnist Officer | Fellpresse.de | willisworldandfriends.com | : )

Mittwoch, 16. Mai 2012

Knallharter Killerrüdenbrief an Herrn Rütter >: ]

Lieber Herr Rütter,

also, jetzt muss ich echt mal was sagen. Gestern haben wir Sie wieder im Fernsehen gesehen, und ich muss sagen, langsam aber sicher kriege ich Plaque am Maul. Und das heißt was, denn sowas kriegen Hunde normalerweise nicht!
Ich meine, diese Promis, die wissen es halt nicht besser, aber bitte schön, wenn ich meinen Hund stundenlang mit einer Wasserpistole erschrecke, weil er sonst jeden Jogger jagt, und der Hund dann ganz verschreckt bei Mami Steeger Schutz sucht und plötzlich Angst vor Joggern hat, was, um Himmels Willen, ist denn daran bitte schön "ein Wunder", wie ihre dumpfbackigen Promis erfurchtsvoll ins Mikro hauchten?
Passt mal auf, ihr klugen Prominenten dieser Nation, wie wär's erstmal mit 'ner Runde Vorderhirn einschalten, bevor ihr euch dem Wunder hingebt? Wenn ich jedes Mal mit Killerrüdenmimik
Das "Wunder" mit I. Steeger
und dem "Hundeflüsterer" : )
und zähnefletschendem Gebrüll auf euch zustürme, weil ihr mir die Zunge rausstreckt, dann bin ich mir ziemlich sicher, dass ihr das auch nicht öfter als drei Mal in Folge machen werdet. Weil ihr nämlich mächtig Schiss vor mir haben werdet. Und genauso geht's dieser kleinen Jogger jagenden Töle von Ingrid Steeger. Mit "Wunder" hat das ungefähr genauso viel zu tun, wie wenn Siegfried & Roy einen ihrer weißen Tiger in pink Panther verwandeln würden.
Und jemanden erfurchtsvoll als "Hundeflüsterer" zu bezeichnen, der Hunde mit Wasser einschüchtert oder klappernde Schlüssel auf den Boden knallt, damit sich der Hund zu Tode erschreckt und sich vor lauter Angst lieber zitternd ins Körble zurückzieht als weiter die Wade des Besuchers anzuknurren, das halte ich in der Tat für den totalen Irrwitz! Wo bitte flüstern Sie? Sie schreien. Und zwar zum Himmel!

Mensch, Herr Rütter, Sie haben doch so gut angefangen! Wieso geben Sie mittendrin auf? Jedes Mal, wenn Sie am Ende mit Ihrem Latein sind, werden Sie aversiv und lobpreisen Meideverhalten.
Wieso lassen Sie nicht einfach mal eine Show Show sein und nutzen ihre freie Zeit, sich ein bisschen weiter zu bilden? Man lernt nie aus, wissen Sie. Nicht mal ich.
Sie haben so viel Power in Deutschland, Sie erreichen so viele Hundebesitzer, die in Ihnen den Hundegott sehen wollen. Sie könnten so viel mehr bewirken! Für uns Hunde! Was glauben Sie wohl, wieviele Pappnasen Ihre Methoden nachahmen und völlig blödsinnig Schlüsselbunde nach uns schmeissen? Und was glauben Sie wohl, was mit der Angst passiert, die wir dann mit in unser Körble schleppen?
Irgendwann heißt es dann wieder in einschlägigen Zeitungen, "Hund beißt ohne Vorwarnung Kind den Kopf ab".
Manchmal, da würde ich Ihnen gerne den Kopf abbeißen. Weil ich weiß, Sie könnten es besser. Wenn Sie mal für einen Augenblick die Kohle aus den Augen lassen und sich wieder dem Thema, Ihrem Thema!, zuwenden würden. Aber ziemlich sicher sind die Methoden, die ich meine, nicht so wirkungsvoll im Fernsehen. Im Gegenteil, bewiesenermaßen viel zu langweilig! So 'ne Wasserpistole die kommt einfach besser an, beim Vox-Volk. Schade nur, dass es immer auf unsere Kosten geht! >: ]

Hochachtungsvoll,

Ihr knallharter Killerrüde
Willi Wollmatingen | Chief Killerkolumnist Officer | Fellpresse.de | willisworldandfriends.com | : )

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Lest auch meinen Nachtrag zum Brief an Rütti, es lohnt sich... : )
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Donnerstag, 10. Mai 2012

Fäden ziehen? Nein danke! : )

So. Das dazu. Ich meine, warum gehe ich zur Tierärztin? Um Leckerlis abzustauben! Deswegen! Aber sicher nicht, um da unten an mir rumfingern zu lassen! Das hatte ich bereits vorher schon erwähnt, aber offensichtlich hat mich bis dahin keiner ernst genommen. Jetzt schon : ) 
Insofern war das heute ein sehr kurzer Gastauftritt.
Aber die Fäden, so die Tierärztin, zersetzen sich von selber, das dauert dann halt 'ne Weile. Aber - und jetzt kommt's - ich darf mich wieder abschlotzen bis der Arzt kommt! Endlich! Es geht doch nichts über einen hygenischen Killerrüden. Und ich darf wieder ins Wasser! Und mit den Kumpels toben! Und Würstchen soll ich fressen. Ganz viele, hat die Tierärztin gesagt. Na ja, hat sie wohl doch nicht. Aber sie wollte das noch sagen, ganz sicher...
So. Aber jetzt muss ich mich wirklich um die wesentlichen Dinge kümmern... : )

Mittwoch, 9. Mai 2012

Wieder ganz der Alte : )

TAG 9 ohne Killerklöten:
Es wird Zeit! Allerhöchste Zeit, dass diese bescheuerten Fäden gezogen werden, damit ich mir endlich wieder genüsslich die Genitalien abschlotzen kann. Ich werd' verrückt! Seit 9 Tagen habe ich da unten nicht mehr nach dem Rechten geschaut, mal ganz zu Schweigen von der überaus wichtigen Körperhygiene!
Abgesehen davon strotze ich vor Energie! Ich muss jetzt endlich wieder raus, rumspringen, andere Hunde und verängstigte Schulkinder anpöbeln, ich brauche ACTION!
Morgen ist's endlich soweit. Da kommen die Dinger raus. Ich wundere mich eh schon, was da für Zipfel aus mir raushängen. Voll spooky! Allerdings weiß ich nicht genau, wie die das hinkriegen wollen, ohne mich entweder an allen Vieren festzubinden oder zu hypnotisieren, denn es versteht sich wohl von selbst, dass ich freiwillig da unten keinen mehr an mir rumfummeln lasse. Oder? : )

Freitag, 4. Mai 2012

Alles nur Show! : )

Schickebömmes:
Der rosa Baumwollschlüpper : )
TAG 4 ohne Killerklöten:
Ich muss zugeben, wenn ich draußen bin, da vergesse ich den Masterplan. Dann ist's so, als wäre alles beim Alten. Ich rüpel' Fußgänger an, kacke ordentliche Haufen und mach brav mein Revier klar.
Sobald ich aber drin bin, bewege ich mich keinen Meter. Ich liege auf meiner Matraze oder aufm Rasen im Garten und mach' nichts, außer ab und an ein paar hektische Bewegungen, die an Gollum aus dem Herrn der Ringe erinnern.
Nimmt Fraule mir meinen Kragen ab, geh' ich sofort auf Suche nach meinen Phantomschmerzen. Also krieg' ich entweder den Kragen wieder druff gestülpt, meinen geilen blauen Body an oder neu, eine ausrangierte Bollerbuxe in rosa von Fraule.  
Ertappt! Alles nur Show! : )

Mein Futter nehme ich nur, wenn's mir direkt vor die Nase gehalten wird, aber den Postboten pöbel' ich an wie immer, weil ich in dem Moment vergesse, dass ich so furchtbar furchtbar leide.

Mittlerweile steht für Fraule fest: Ich mach' Show. Die nimmt mir die Sensibelchennummer nicht mehr ab. Und ich fürchte, bald ist's aus mit dem Verwöhnprogramm! Da muss ich mir mein Futter wieder selber holen, der Wassernapf steht auch nicht mehr direkt da, wo ich beliebe zu liegen, und Vanilleeis mit heißen Würstchen bleibt ein feuchter Traum. Grumpf! <: ]

Mittwoch, 2. Mai 2012

Die Leiden des jungen W. : )

HALLOOOOOOOOO??? Was war das denn? Man hat mir meine hochheiligen, einzigartigen knallharten Killerklöten genommen! Weg! Für immer! Arggggghhhhhhhhhhhhhh!!! Was sollen meine Groupies dazu sagen??? Wen soll ich jetzt beglücken?
Ich ahnte ja nicht im mindesten, was da auf mich zukommt!
Ich am Montag, noch ganz beseelt vom geilen Scharzwaldwochenende, frohen Mutes zur Tierärztin, direkt auf den Tisch gesprungen - dann gibt's nämlich gleich mal Leckerlis, normal. Dieses Mal hatte ich sowieso einen Mordshunger, Fraule hat mir seit dem Vortag nix zu Futtern gegeben! Aber was war? Nix war! Die kam mit 'ner Megaspritze und hat mir die in eine Vene gedonnert. Hab' ich vor Empörung gleich erstmal mein Bein weggezogen und ein kleines Blutbad hinterlassen! Sah aus, wie bei Freddy Krüger. So!

Aber kaum war das Zeug in mir drin, war ich weg. Im Land der Würstchen! Gigantische Würstchen! Hohoho, was ein Tripp!
Später war ich dann wieder da. Aber das war kein Würstchenland mehr! Ich hatte einen Badeanzug an und in den hab' ich erstmal reingepullert. So! Und diese Schmerzen! Ich sag' euch, wenn ein Killerrüde leidet, dann leidet er! Wenn ihr wüsstet, wie sehr das weh tut, ihr würdet uns nie und nimmer die Eier abschneiden!
Schmerzen ohne Ende! Nun hat die Tierärztin aber auch vergessen, Fraule Schmerztabletten mitzugeben. Also wirklich! Zum Glück kamen die am nächsten Tag von selber drauf, dass das nicht das Schlechteste sein könnte. Schließlich hauen die sich das Aspirin in den Kopp, sobald auch nur eine graue Gehirnzelle zuckt! Aber ich soll leiden, oder was?
Freunde, ich sag' euch, ich war zu gar nix mehr in der Lage. Noch 24 Stunden später hab ich nur gelegen, keinen Meter gegangen, nix getrunken, nix gegessen, kein Tropfen Pipi, kein Stinker, gar nix. Mann! Echt! Das braucht doch kein Schwein!

 













Heute hat Fraule mich gezwungen, zur Kackwiese zu gehen. Ich hatte keine Chance. Da hab' ich erstmal 'n ordentlichen Stinker hingesetzt. So. Und zum Essen gab's Hühnchenfleisch. Nicht schlecht! Das können sie ruhig beibehalten...
Also gut, es geht besser. Zwar tut's mir da unten noch mächtig weh, aber wie würdet ihr euch fühlen, wenn man euch die Kronjuwelen klauen würde? Und dann auch noch dieses rosa Plastikding um meinem Kopp! Geht's noch?  
Ein eiloser Killerrüde! Mannmannmann! Hat mich irgendeiner gefragt? Das ist doch echt ein dickes Ei!
Nee, mehr sag' ich dazu jetzt nicht. Ich brauche einen Therapeuten! Na ja, gut, der Kauknochen tut's auch... Grumpf! >: []