Donnerstag, 20. Dezember 2012

Schnell ein Rückblick vor dem Weltuntergang : )

Also, bevor morgen die Welt untergeht, möchte ich diese letzte Gelegenheit nicht verstreichen lassen und mal gaaaanz kurz auf das Jahr 2012 zurückblicken und Revue passieren lassen. Es lohnt sich, denn es ist so furchtbar viel passiert!
Der Dicke : )

Als allererstes denke ich an Antje, dem Dicken (Sammy) sein Fraule. Letztes Jahr um diese Zeit war alles noch im Lot. Die Fellpresse war in ihrem Element! Wir waren schwer beschäftigt mit dem Kampf gegen diesen skandalösen Welpenhandel bei Zoo Zajac, wir haben die unverwüstliche Martin-Rütter-Fan-Gemeinde mit unserer kritischen Sichtweise ein wenig aufgemischt, wir haben rosa Schlüpper verschenkt und auf eine nicht enden wollende Reise geschickt. Und wir hatten jede Menge Spaß - im Fellpresse-Team mit dem Dicken, der Zicke Jamie, Pelle und Indi, mit unseren treuen Lesern und Leserinnen und den vielen Kläffern auf Facebook.
Doch dann kam die Krankheit, der furchtbare Schock, die Hoffnung, dass natürlich alles gut enden würde und schließlich die bittere Einsicht, dass es anders kommen würde. Die Trauer ist unendlich groß, Antje ist für immer in unseren Herzen! Wir vermissen sie sehr, wir vermissen ihr Werk, die Fellpresse, in die ihr Herzblut floss, und wir vermissen den Dicken, seine freche Klappe und unmöglichen Sprüche in FB, mit denen er uns den Alltag versüßte!
Wir durften Anna näher kennenlernen, Antjes Frau. Und wir sind sehr froh, dass wir sie kennenlernen durften, denn sie ist - genau wie Antje es war - ein wirklich toller, starker Mensch! Sie und Sammy müssen nun durch eine schwere Zeit. Wir sind froh, dass sich die beiden haben, und wir sind glücklich, dass wir über FB weiter miteinander in Verbindung stehen! Wir wissen, dass wir die Last und die Trauer nicht schmälern können, aber du sollst wissen, liebe Anna, wir denken an dich und sind für dich da, wenn du uns brauchst!

Ich denke auch an all die Abenteuer in 2012, die ich erlebt habe:
Haufenweise Urlaube, wie das Schwarzwald-Wochenende mit der Hundeschule (Tatort-Premiere coming up soon!), unser megageiler Hausboot-Urlaub, der Südfrankreich-Urlaub und die erste Abschiebehaft über mehrere Nächte in meine Oase, weil sich Fraule und Herrle in Wien verlustieren wollten. Nun ja.
Ich habe meine echten Brüder beim Portietreffen in Niederbipp kennengelernt! Ich wurde Mr. September beim Cadmos-Verlag dank eurer Likes! Und ich habe Jacky besucht, die ganz bei uns in der Nähe wohnt und gleich 12 statt 2 kerngesunde Portiewelpen zur Welt gebracht hat. Eine echte Killerrüdin! Und Fraule war untröstlich, dass Gott sei Dank alle schon vergeben waren, als wir dort aufschlugen...

Es gab mal wieder suuuper Supergerdi-Seminare, Workshops und Vorträge, und Fraule ist nach diesem Jahr noch mehr und unumstößlich davon überzeugt, dass die einzig nachhaltig erfolgreiche Methode in der Hundeerziehung die über positive Verstärkung ist. In diesem Zusammenhang habe ich ziemlich viel über aversive und gewaltfreie Erziehung geschrieben und durfte mich mit einigen Skeptikern und Anhängern der "alten" Schule zoffen. Ich bin ganz besonders stolz darauf, dass manche von denen tatsächlich ins Grübeln kamen. Und selbstredend freue ich mich auch über alle, die ihr Interesse bekundet und die mich immer wieder ermuntert haben, weiterzumachen und auch weiter kritisch zu bleiben!

Die größte Challenge war dieses Jahr sicherlich, mich auf den Pfad der Tugend zurückzuführen. Meine klitzekleine Psychose gegenüber sich mir nähernden Menschen habe ich ja hoserunterlassend protokolliert. Und auch, wie Fraule das Ganze wieder hingebogen hat. Im Nachgang hierzu kann ich nur gestehen: Ich bin tatsächlich gezähmt. Grumpf! Seit wir trainiert haben wie die Blöden, bin ich kein einziges Mal mehr irgendwem an die Buxe gegangen. Man kann also auch die Bekloppten heilen. Und das Ganze komplett ohne Zwangsjacke, yeah!!!

Dieser Erfolg, das Interesse am Thema, die Liebe zu Hunden, aber vor allem auch die vielen unterschiedlichen höchst streitbaren Fronten in der Hundewelt haben letztlich Fraule zu dem Entschluss geführt, unbedingt mehr machen und verstehen zu wollen, sich weiterzubilden, und eben nicht nur mit einem gesunden Halbwissen durch die Welt zu stolpern. Und so hat sie sich nach langem Hin und Her dazu entschlossen, eine Ausbildung zur Hundetrainerin bei pro cane familiari in 2013 zu starten. Ihr Praktikum in unserer Hundeschule FinnsWelt hat sie bereits begonnen. Mit dem Ergebnis, dass ich jetzt zu Hause bleiben darf, während Fraule regelmäßig zur Hundeschule latscht. Grumpf!
Ihr seht, es gibt also bereits spannende Pläne fürs nächste Jahr. Ihr dürft übrigens gerne Daumendrücken, dass sie's überhaupt auch schafft, das Ganze. Da bestehen durchaus Zweifel...

Es gab auch zwei höchst schmerzhafte Erlebnisse, die ich dieses Jahr verdauen musste und an die ich mich nur äußerst ungern erinnere: Erst wurden mir meinen Killerklöten abgeschnippelt und kurz darauf schlitzte mir ein Kumpel mein wertvolles, gut durchblutetes Ohrläppchen. Zwei Traumata, die ich hauptsächlich unter der Kellertreppe auskurierte - dies schien mir der adequateste Ort für meine Leiden. Also gut, zugegebenermaßen war das Thema Killerklötenschnippelei relativ bald gegessen. Aber das mit dem Ohr, das war wirklich ein Alptraum! Ich war kurz geneigt, meiner Tierärschin die Freundschaft zu kündigen!

Es gibt Dinge, da härtet man einfach nicht ab. Auch dieses Jahr habe ich über FB wieder viele grausame Hundeschicksale mitbekommen. Diese mitleiderregenden Bilder und Geschichten brechen mein Herz immer wieder aufs Neue und brennen sich in mein Hirn. Umso tiefer ziehe ich meinen Hut vor all denen, die unverwüstlich für uns Hunde kämpfen, die sich für unsere Rechte stark machen, die Spendenaktionen ins Leben rufen und die für die armen Seelen in den Tierheimen und Tötungsstationen alles menschenmögliche tun, um sie da raus zu holen und ihnen ein zweites, ein lebenswertes Leben zu ermöglichen. Ich frage mich manchmal, wie man all das Elend ertragen kann, ohne zu verzweifeln. Ich könnte es nicht! Deshalb bin ich voller ehrlicher Hochachtung vor diesen Menschen!

Umso mehr freue ich mich, wenn ich stattdessen einem derjenigen menschlichen Exemplare, die unsere Welt so als Hundeflüsterer -freund oder -trainer bereichern, und die so ganz offensichtlich nicht durch den Respekt vor anderen Lebenwesen angetrieben werden, verbal ab und zu eins auf die Zwölf hauen darf. Ich weiß auch, das kratzt die nicht die Bohne, was ich mir in meinem kleinen Blog so zusammentippe, aber viele ihrer Anhänger, die juckt das ganz gewaltig, hehe. Und ich hoffe, ich wünsche, ich bete, dass manche von ihnen innehalten mögen und hinter meiner satirischen Form der Feindseligkeit das erkennen, was es in Wahrheit ist: Reflektion. Aufklärung. Der Aufruf zur Veränderung, zum Mut, offen zu sein und neue Wege zu beschreiten, oder sie zumindest mal auszuprobieren. Ja, manchmal durch Provokation, ich geb's zu. Das ist eben meine Art damit umzugehen. Ich kann nicht anders. Sonst müsste ich womöglich kotzen. Und das will ja wohl keiner! Mir geht's danach gleich immer ein wenig besser. Insofern haben meine Posts nicht zu unterschätzende Selbstheilungskräfte, sonst würde ich nämlich an der Gattung Mensch verzweifeln. 

Meine Dani ♥ und ich : )
Zuletzt fällt mir ein, dass ich auch dieses Jahr wieder eine Menge toller Hunde und ihre nicht minder tollen Menschen kennenlernen durfte. Echte, also ich meine, im wahren Leben. Und die virtuellen über FB, die es im wahren Leben natürlich auch, hoffe ich, irgendwo gibt, die ich aber leider (noch) nicht persönlich kenne. Ich meine, ich bin ein Killerrüde und knallhart, aber nichtsdestotrotz muss ich gestehen, dass es riesigen Spaß macht, all diese coolen Gestalten kennenzulernen, gemeinsam zu lachen, zu fachsimpeln, sich auszutauschen, zu beschnüffeln und manche auch mal abzuschlecken : )

So. Und sollte nun morgen unerwarteterweise die Welt doch nicht untergehen, dann wünsche ich euch jetzt noch ganz schnell ein wunderschönes Weihnachtsfest mit vielen vielen Würstchen und natürlich einen guten Rutsch ins neue Jahr mit möglichst wenig Schiss vor Böllern und Raketen und auch ganz vielen Würstchen, um euch möglicherweise die Angst davor ein wenig zu nehmen...

Bleibt mir gewogen!
Euer Willi Wollmatingen
Der knallharte Killerrüde : )

Dienstag, 18. Dezember 2012

Scheren - Mitten im Winter!? : )

Die gute Moser 1245 : )
Na klar, Mann! Warum nicht?
Ich schwitze. Und hechle. Und liege aufm Betonboden. Und wenn mich niemand daran hindert, springe ich selbst bei Eiseskälte noch in den Bach. Bei Minusgraden und im Schnee fühle ich mich am wohlsten. Ich: Polar-Willi : ) Ich kann mich nicht erinnern, jemals in meinem Leben gefroren zu haben - nicht mal letztes Jahr im Winter, als Fraule aus Versehen den 1 mm Scherkopf benutzt hat.
Ich trage keine Mäntel oder Schuhe und habe noch NIEMALS freiwillig unter einer Decke gelegen. Ich liege meistens neben meinem Körble, und die (rosa) Decke schmeiß ich sowieso vorher raus.

Sobald ich aber frisch geschoren wurde, fühle ich mich portiewohl, liege gern im Körble oder mit Fraule aufm Sofa, ich ertrage es, auf Decken zu liegen und schlafe im Bett (allerdings AUF der Decke). Und sehe dabei noch unglaublich gut aus! Und schlank!
Auch Fraule ist begeistert: Matsch fällt schneller ab, ich bin meist schon nach dem Abrubbeln trocken, verfilze nicht und muss nur ganz selten gebürstet werden. Und kann endlich wieder ordentlich aus der Wäsche gucken und meine Mimik spielen lassen. Und: Sehe dabei killermäßig gut aus! Süß, sagt Fraule. Das ist natürlich Quatsch.
  
Warum also sollte ich im Winter nicht geschoren werden?
Es gibt Leute, die tatsächlich ernsthaft darüber diskutieren und die eine Schur strikt ablehnen.
Ich finde, man muss nicht alles diskutieren. Friert ein Hund schnell, schert man ihn nicht. Friert er nicht und fühlt sich offenkundig wohl mit kurzen Haaren - dann: Runter mit dem Gestrüpp!
Abgesehen davon: Haare wachsen nach. Was soll da schon groß schief gehen?
Manchmal sind Dinge sehr einfach... : )

Donnerstag, 13. Dezember 2012

Fellpresse-Vermächtnis Spezial: Der Schlüpper geht um : )

Die Geschichte des Wanderschlüppers... nun ja, eine Weihnachtsgeschichte ist sie wahrlich nicht. Aber sowas wie eine unendliche Geschichte, ja, das passt. Ich glaube, diese olle Buxe wird mich Zeit meines Lebens verfolgen! Was haben wir da nur angerichtet...
Also, lange Rede kurzer Sinn, ihr ahnt es schon, das Monster kreist wieder...

Nach Pelles höchst peinlicher Einlage (ihr erinnert euch!), ging die Buxe alsbald erneut auf innerdeutsche Reisen und machte zunächst mal Halt in Dormagen, bei einem ganz besonders zarten Elfchen, der die Buxe eigentlich nicht nur deshalb ganz besonders gut zu Gesicht steht, weil sie einen Riesenkopp ihr eigen nennt, der sich ganz hervorragend dort hineinpasst, nein, sondern vor allem auch deswegen, weil sie sich mal als ursprünglich echtes kölsche Mädsche mit pinkfarbenen Utensilien ganz besonders gut auskennt. Ihr wisst, was ich meine.. Hier unten, im geografisch höchst ignoranten Süden Deutschlands, wo alles nördlich von Stuttgart ein weißer Fleck auf der Landkarte zu sein scheint, nennt man Köln auch Schwulettenpott... Ihr versteht...

Das Früchtchen nun also - eigentlich heißt sie ja Diva, aber ich darf Früchtchen sagen -, ehemalige Verlobte vom Dicken aus dem Osten, unserem Ex-Fellpresse Chefredakteur Sammy, hat gleich außerordentlichen Stil bewiesen. Zusammen mit ihrer Lebensgefährtin Donna, die auch nicht zurückstecken wollte und mit ihrer eigenen gewagten Kreation zur Konterrevolution aufrief. Man gugge und staune:

Der Schlüpper scheint wie geschaffen für den zarten Moschtkopp unserer Elfe Diva : )
 
Nun ja. Da fällt mir nur eins ein: Alaaf, ihr sexy Hexies!
Hach, alles meine Groupies! : )

Hehe... immer wieder luschtig : )

Aber der Wanderschlüpper wär' ja kein Wanderschlüpper, wenn es ihn nicht schon bald wieder in die weite Welt gezogen hätte. Dieses Mal, man höre und staune, in die Eifel! Kennt ihr nicht? Macht nix! Das ist sozusagen bei den sieben Zwergen hinter den sieben Bergen oder auch den Toren Kölns, dort, wo sich in der naturgegebenen Abgeschiedenheit alle so ähnlich sehen, dass man sie prompt verwechseln könnte mit ihren fliehenden Stirnen und sabbernden Überbissen, hehe...
Dort nämlich wohnen zwei der Zwerge, die Agents Fritz und Oscar, zwei Terrier-Terroers. Und während es ja bekanntlich Gestalten gibt, die wahrlich kaum überhaupt in die Buxe hinein passen ob des übermäßigen Käsekonsums - rechts nochmal ganz kurz zur Erinnerung ein Foto, weil's so schön ist, muahahaha... - sind die Terroers, wie der Name schon sagt, quirlige kleine Terror-Zwerge, die sogar gleich im Duett da reinflutschen wie ein scharfes Messer in Butter - und auch noch wie angegossen reinpassen! Seht selbst:


Die Eifel-Agents: Links der Holländer Fritz, rechts Oscarchen, 
vermutlich gebürtiger Eifeler, wie man an der Stirn erkennt : )
 
Der Eifeler will über die sieben Berge, so viel ist sicher. Der Käskopp fühlt sich scheints ganz wohl : )
 So. So far so good. Ich finde, es ist immer gut zu wissen, wo sich die Schlabberbuxe gerade aufhält, da kann man sich wenigstens in Sicherheit wägen. Natürlich alles eine Frage der Zeit, dann werden sich die Geier wieder erheben und anfangen zu kreisen.
Die Agents jedenfalls haben sich zu ihrem Auftrag schon bekannt. Wir dürfen also gespannt sein, wen's als nächstes trifft. Ich hätte ja eine Idee... Es gibt da ein ostdeutsches Fundbüro, das sammelt wirklich allen Mist... Aber ich will ja niemanden beeinflussen... Überhaupt nicht : )

Dienstag, 4. Dezember 2012

Teddies statt Tiere : )

Die alljährliche Jagd auf Geschenke ist in vollem Gange. Zum Fest der Liebe und so. Na klar, warum auch nicht! Haut die Kohle raus, solang sie noch was wert ist: Kauft Smartphones und Ipads und -pods und -phones und Spiele und Parfüm und Klamotten und Kameras und Fernseher und Bücher und Schmuck und Tod und Teufel!
Ich will hoffen, ihr trefft den Geschmack. Wenn nicht, egal! Kann man ja alles wieder umtauschen.

Alles?
ÜBERRASCHUNG! Ein Kanarienvogel für die Omma, ein Kätzchen für die Geliebte, ein Welpe für die lieben Kleinen! Toll!

Der Kanarienvogel überlebt die Omma um 10 Jahre, die Geliebte hat 'ne Katzenallergie, und die lieben Kleinen stellen spätestens, wenn der Welpe gar kein Welpe mehr ist, fest, dass sie sich besser die Ritterburg gewünscht hätten...

Und nun?
Na ja, der Kanarienvogel ist kein Problem, den lassen wir einfach aus Versehen ausm Fenster fliegen. Die Katze setzen wir 'nem Bauern vor die Tür und den Welpen, hm, nun, gibt ja genug Laternenpfähle, an dem man ihn nachts anbinden kann. Irgendeiner wird sich schon erbarmen. Schade nur um's Geld...

©  Vier Pfoten


VERSCHENKT TEDDIES STATT TIERE! : )