Freitag, 26. Oktober 2012

Cesar Millan und der Gärtner : )

Lassen Sie sich helfen,
Herr Millan : )
Cesar Millan, ich bin schwer enttäuscht! Da dachte ich doch glatt, ein Mann, der offensichtlich so großartig mit Hunden flüstert, dass sich Millionen Hundefreunde begeistert um ihn scharen und scheinbar reflektionslos seine Methoden kopieren, der müsste doch irgendwie einen Fundus an wissenschaftlichen Studien aus der Tasche ziehen können, um auf jede These selbstbewusst mit einer Gegenthese aufwarten zu können. Der müsste doch gewiss über ein ganz besonderes sprachliches Geschick verfügen, mit dem es ihm gelänge, nicht nur die Massen nach Belieben zu verführen, sondern vor allem auch die Kritiker an die Wand zu reden. Der müsste doch sicherlich einen besonders hohen IQ haben, wie ein Politker über eine riesige Kiste höchst halbseidener Argumente verfügen, die er im Schlaf beliebig anführen könnte, um jeden noch so penetranten Widerwörtler dumm dastehen zu lassen.

Aber was musste ich nun feststellen? Nichts dergleichen trifft zu! Ich bin wirklich wirklich entsetzt!

Kommt doch da so ein scheinbar harmloser kleiner Gärtner namens Alan Titchmarsh dahergelaufen - noch dazu ein Brite - und schafft es, Sie im Nullkommanix mit pfeilgeraden, blasphemischen Fragen von Ihrem Hundeflüstererolymp herunterzuholen und Ihnen ans göttliche Bein zu pinkeln.
Da wiegten Sie sich gerade noch in kuscheliger Sicherheit und erzählten mit dem Feuereifer eines Märchenonkels die Geschichte vom naiven mexikanischen Einwanderers, der sein erstes Geld in Amerika als Hundesitter verdiente und freuten sich wie ein kleiner Junge stolz über jeden Lacher aus dem Publikum, als Titchmarsh - bäm! - unverhofft den ersten verbalen Stromschlag ausführte.
Und was, um Himmels Willen, machen Sie? Sie zeigen Meideverhalten wie eines Ihrer uneinsichtigen Trainingsobjekte! Oder warum kontern Sie auf die Frage, warum Sie einen Hund brutal in die Kehle boxen würden mit der Behauptung, dass Sie ihn ja gar nicht brutal boxen, sondern nur stubsen würden, es aber möglicherweise nur so aussehen würde, als würden sie ihn boxen!?
Herr Millan, ja sind Sie denn noch bei Sinnen? Ihre Fans wollen doch so was nicht hören! Schließlich sind Sie ein großes Vorbild! Tausende Menschen ahmen bereits den Millan-Style nach und boxen, was das Zeug hält! Und jetzt kommen Sie daher und behaupten, Sie würden nur stubsen???



Nein, so geht das nicht. Was wir an der Stelle hätten hören wollen, wäre sowas gewesen wie, dass es gar keine andere Wahl gäbe, als den Hund an dieser Stelle zu boxen! Und dass Sie beweisen könnten, dass dies die einzig wirksame Methode wäre, dem Hund sein aggressives Verhalten abzutrainieren!

Es wäre doch so einfach gewesen!
Denn haben Sie vergessen? Ihre Fans, das sind doch die dumpfbackigen Betonköpfe, die der Auffassung sind, dass früher sowieso alles besser war als heute! Das sind doch die von vorvorgestern, die, die noch an die Dominanz- und Alphawolftheorie und die Lehre Konrad Mosts von vor hundert Jahren glauben, Mensch! Die, denen vollkommen klar ist, dass der Mensch in der Rangordnung über dem Hund steht und auch stehen muss, weil der Hund ansonsten die Weltherrschaft übernehmen würde. Leader of the pack und so...

Herr Millan, wirklich, Sie beleidigen den ohnehin nicht besonders ausgeprägten Intellekt ihres Fanclubs, wenn Sie entschuldigend daherstammeln, dass Sie Stachelhalsband und Stromschocker doch nur in denjenigen Haushalten einsetzen würden, in denen diese Hilfsmittel bereits ohnehin schon vorhanden seien!
Also bitteschön!
Und wieso laufen Sie dann auch noch volle Breitseite gegen die Wand, als dieser infame Engländer voller triefender Ironie hinterherschiebt, dass der Hund Sie nach Ihrer Attacke auch noch in die Hand gebissen hätte und Ihnen diese Art der Erziehung doch gar keinen Spaß machen könne?
Woraufhin Sie dann zur Krönung aller Peinlichkeiten mit Ihrer vollkommen dämlichen Papageien-Story aufwarten - und das auch noch als Beispiel für positive Verstärkung anführen! Was Sie leider total entlarvt, denn ein Beispiel für positive Verstärkung ist das nun nicht wirklich. Na, na, naaaa! Womöglich früher auch nicht aufgepasst im Biounterricht...
Herr Millan, bitte, Schuster bleib bei deinen Leisten! Reden Sie doch gerne über das, was Sie können, nicht jedoch über das, von dem Sie nichts bis überhaupt nichts verstehen! Reden Sie frei und frank über das Tierequälen, denn das beherrschen Sie perfekt. Aber bitte, reden Sie nicht davon, dass Sie auch Futter beim Training einsetzen würden und deshalb auch ein Anhänger der gewaltfreien Erziehungsmethoden seien. Das nimmt Ihnen doch jetzt mal wirklich keiner ab!

Denn vergessen Sie nicht: Sie müssen Ihre Fans nicht mehr überzeugen. Die wissen doch schon längst, dass ein bisschen Haue noch niemandem geschadet hat, nicht wahr. Zeigen Sie Rückgrat, Herr Millan, stehen Sie doch einfach dazu, dass Sie Brutalität für ein probates Mittel in der Erziehung halten! Damit ihre Fans weiterhin ein gutes Gewissen haben können, wenn sie ihren Hunden mal wieder ordentlich die Fresse polieren. Denn bei einem solchen Interview könnte man auf Dauer auch auf die Idee kommen, dass Sie selber gar nicht so genau wissen, warum Sie so gerne draufhauen. In diesem Fall allerdings würde ich tatsächlich eher zu einem Psychoanalyten raten als zum Hundetraining. Aber das ist sicherlich eine ganz andere Geschichte...

Etwas Gutes nun aber mal zum Schluß: Der einzige ehrliche Satz von Ihnen in diesem Interview war gleich auch einer, der mir wirklich sehr gut gefallen hat: "Reconnect yourself with your natural way of being". Ganz genau! Wie wahr! Das unterschreib' ich: Mensch, hau drauf, denn das ist deine Natur : )

76 eloquente Meinungen zu dem Quatsch : )

  1. Lieber Menschenflüszterer Willi
    Du hast fortan die Erlaubnis für immer zu mir Früchtchen zu sagen, ich motz dich dafür nicht mehr an! :) Du hast das grossartig geschrieben, aber kannste uns einen Gefallen tun? Gib sofort meiner Menschenfrau die Brille wieder! Das ist doch garantiert eine von ihr! :)
    L.G. Diva

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  2. *flüster*

    "Rückgrat"

    *leisewegschleich*

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    1. halo willi; als erstes!!! wie jeder weiss ist der IQ von politikern lachhaft! wer ein leben in angst liebt und terror verbreitet, wie nennt man das? keine hilfe für artgenossen aber mit gefängnis und abschiebug die menschheit terrorisiert!!!! wenn du meinst tier freunde beleidigen zumüssen die einen mann glauben der mehr zeit mit hunden verbracht hat als mit menschen,habe ich keinen respeckt vor dir!!!! du lebst wie viele jahre mit menschen zusammen? und weisst nichts! nochwas wo ist das video was beweisst das CESAR hunde boxt ,tretet oder anders misshandelt!!! es erstaunt mich das es noch andere von dir gibt,die die eigene rasse nicht versteht und die gewalt verherlicht!!

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  3. Lieber Willi, das ist mal wieder ein herrlich geschriebener Beitrag!
    Darauf ein freundschaftliches "Wuff" von Shippo und Momo (mit Frauchen ^^ )

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  4. auch bravooooooooooooooooooooooooooo

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  5. Eine Googlesuche mit beiden Namen ergab eine Unmemge Ergebnisse auf Englisch. U.a. auf dieser Seite konnten die Leser abstimmen, welche Position sie bevorzugten:
    http://www.huffingtonpost.co.uk/2012/10/25/alan-titchmarsh-dog-whisperer-cesar-millan-barbaric-_n_2015046.html

    Titchmarch 57%, Millan 43% :(

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    1. So ein Blödsinn - jeder sucht sich den Menschen raus, der ihm sympathisch ist - egal wieviel scheisse derjenige redet!

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  6. Was für ein Geschwafel....

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    1. die anonymen sind mir doch immer die liebsten! : )

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  7. Also ich will hier mal was anmerken: Was ist das hier? Sucht sich denn jeder Depp die Folgen/Interviews aus, die ihm passen und schreibt einen Kommentar dazu, der dann noch beleidigend wird für Millan und seine "Anhänger". Ja, ich bin ein Fan von Millan und seine Folgen die gerade durch die Medien gehen zeigen in meinen Augen keine Sorte von Gewalt, Elektroschockhalsbänder die auf Vibrieren eingestellt sind (macht ein Herr Rütter z. B. auch oder wenn man mit tauben Hunden arbeitet, die mit diesem Halsband dann wissen, jetzt sollen sie kommen....also werden diese Hunde auch gequält???) und einen Millan der mich weiterhin bestärkt ein Fan von ihm zu sein und alle blöden Kommentare die man so liest einfach zu ignorieren. Mein Hund macht es mir immer wieder vor, machst du mich blöd an bist du für mich nicht ernst zu nehmen und daher: Freunde - ein Hoch auf Cesar Millan!

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    1. da bin ich aber froh, kein tauber hund in deiner obhut zu sein... du bist tatsächlich einer der fans, von denen ich hier rede. es gibt sie wirklich! *freu* : )

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    2. Lieber Willi,

      zu deinen Aussagen und Kommentaren kann ich nur Lachen, habe mich selten so sehr über einen Artikel amüsiert wie über deinen. Weißt du nur am Rande, Menschen wie du, die über anderen Intelligenz lästern, nur weil sie die Methodik nicht verstehen,... Frage was soll ich dazu noch sagen, offensichtlich reicht dein IQ nicht aus um die Natur der Tiere tatsächlich zu verstehen! Ein Hoch auf Cesar Millan ich verehre ihn, ach ja und mein IQ ist ziemlich hoch mit 2 Doktoren Titeln, aber die werden mir sicherlich geschenkt worden sein, aus Mittleid... ein Lob auf die Ironie

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    3. sehr gut bin deiner meinung

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  8. Hallo Willi...
    Glückwunsch zu diesem Beitrag. Super auf den Punkt gebracht.

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  9. Hallo Willi,
    keine Ahnung ob du Hunde hast, aber ist dir vielleicht mal in den Sinn gekommen, dass es in einem stink normalen Hunderudel auch mal etwas grober zu geht? Okay, man muss nicht boxen, allerdings ist es doch nicht vergehrt zu schupsen. Ich selber habe mehrere Hunde und bei mir reicht oft auch schon eine kleine Berührung. Nur weil du deiner Meinung bist ist es nicht in Ordnung Cesar Millan und seine ' Anhänger ' runter zu machen. Meiner Meinung nach sind die Methoden von Cesar wesentlich besser als z.B. die von Martin Rütter, da er die Urinstinkte des Hundes anspricht und nicht immer nur mit Futter arbeitet. Gerne würde ich die großen Anhänger der Futter-Methode einmal sehen, wie sie mit einem wirklich aggressiven Hund arbeiten. Nennt mich gerne naiv, aber bitte bedenkt, dass es jedem frei steht seine Meinung zu äußern, ohne diskriminiert zu werden.

    MfG Eileen :)

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    1. hallo eileen,
      zunächst mal, ich habe keine hunde, ich BIN ein hund. demnach hat wohl fraule einen hund, nämlich mich.
      und du hast ja sooo recht! es steht jedem frei, seine meinung zu äussern, und deshalb sage ich, CM ist ein tierquäler und seine fans sind fehlgeleitete idioten, die leider überhaupt keinen bock haben, sich weiterzubilden, sondern denen es hervorragend in den kram passt, auf missverständnissen und völlig veralteten basierenden "wissenschaftlichen" erkenntnissen ihre aversivität auszuleben. wenn du ein bisschen in meinem blog stöberst, wirst du sehen, was ich meine. wie kommst du z. b. auf die idee, in einem hunderudel ginge es grob zu? was ist bei dir überhaupt ein rudel? und wie kommst womöglich auf die idee, ein mensch wäre teil eines rudels und könnte das verhalten von hunden nachahmen? gugge hier, passend genau zu diesem thema lies mal das:
      http://www.willisworldandfriends.com/2012/10/cesar-millan-und-der-gartner.html
      du scheinst ganz nett und vielleicht aufgeschlossen zu sein. wer weiss, vielleicht ist bei dir ja noch nicht hopfen und malz verloren. informier dich mal, ganz unverbindlich.
      eine frage: warum willst du deinen freund auf vier pfoten schubsen, wenn's auch mit positiver verstärkung geht? und zwar nachhaltig?
      im übrigen kenne ich hervorragende trainer (ohne tv-show), die selbst eure vielzitierten "problemhunde" rein nicht aversiv sozialisieren und das nachholen, was von menschen durch inkonsequenz und brutaler gewalt vergeigt wurde!
      knallharte killergrüße
      willi : )

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    2. mist, ich meinte natürlich den link hier: http://www.willisworldandfriends.com/2012/06/die-mar-vom-autoritaren-rudel-mit-ganz.html

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    3. wenn es zu Hause im Hunderudel, ich bevorzuge allerdings den Ausdruck soziale Gruppe, ruppig zugeht, dann hat der Mensch als Leiter dieser Gruppe erbärmlich versagt. ich würde mich dann still und heimlich in die Ecke setzen und mal gründlich darüber nachdenken, anstatt das auch noch im Internet öffentlich zu machen *lol*. Während meiner 12-jährigen Mehrhundehaltung ging es in dieser sozialen Gruppe niemals ruppig zu, das hatten meine Hunde gar nicht nötig. ich lehne übrigens Rütter fast genauso ab wie Millan, mir ist schleierhaft, warum es nur die beiden geben sollte, die immer als Vergleich herhalten müssen. scheint ein Phänomen der Fernsehgeneration zu sein, Verstand ausschalten und am Bildschirm konsumieren.
      Wie heisst es so schön: "eine zweitklassige Führungsperson hat auch nur zweitklassige Mitarbeiter", ein zweitklassiger Hundehalter hat auch nur zweitklassige Hunde (im Sozialverhalten), ein drittklassiger Hundeausbilder hat auch nur drittklassige Fans!

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    4. Ich habe hier den Rütter als Beispiel verwendet, weil er einer der Bekanntesten ist und so ziemlich jeder etwas mit ihm anfangen kann. Zu dem habe ich keines Falls davon gesprochen, dass meine Hunde untereinander grob sind. Bereits mein ganzes Leben habe ich mit Hunden zu tun und habe mir in der Zeit eigene Methoden zu recht gelegt. Keines Falls bin ich der Meinung, dass schupsen eine Dauer Lösung ist, aber dennoch kann es das ein oder andere Mal recht hilfreich sein, auch wenn ein leichtes Tippen reicht. Ich versuche es oft zu vermeiden, da es schnell zu grob werden kann. Dennoch würde ich nicht alle Menschen runter ziehen, die es mal ausprobieren :)

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    5. huhu eileen,
      ich finde es toll, dass du dich hier zur diskussion stellst!
      ich bin übrigens auch kein rütter fan, nur zur info, wie du links in der leiste der 10 meist gelesenen posts sehen kannst : ) wir bevorzugen die leisen töne, und die schließen aversive methoden aus, und zwar immer. rütter benutzt aversive methoden und propagiert meideverhalten. das lehnen wir ab, denn die wirkung ist nicht nachhaltig, hunde mögen ein verhalten kurzfristig aus einschüchterung ablegen, aber nicht dauerhaft. das nennt man dann hemmung. der hund wird, wenn er nicht gerade traumatisiert wurde, alte verhaltensweisen später wieder zeigen, es sei denn er wird weiterhin mit aversiven mitteln zum meideverhalten getrieben (beispiel wasserpistole). das ist doch aber echt armselig, oder.
      du sagst, dass du manchmal stubst oder schubst oder so, meine frage: hast du je erlebt, dass dein hund daraus gelernt hätte, sein verhalten tatsächlich dauerhaft abzulegen? oder ist es nicht viel mehr so wie für zu schnelles autofahren geblitzt zu werden und danach ca. 10 minuten strich 50 zu fahren, um danach wieder auf die tube zu drücken? und kannst du behaupten, dass dein hund sein verhalten guter dinge abgelegt hat oder nicht vielleicht aus angst vor weiteren strafen? ist es nicht viel spannender, dem hund ein alternatives verhalten anzubieten, statt ihn zu bestrafen? Bestrafung führt nämlich niemals zu einer Verstärkung eines erwünschten Verhaltens, sondern lediglich zu einer kurzfristigen Abschwächung oder Unterdrückung eines unerwünschten Verhaltens. wer will einen verängstigten oder gebrochenen hund? : )

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    6. Der Rütter ist auch nicht für mich, seine Methoden um allgemeinen. Eure Argumentation ist verständlich und mein Hund hatte es für eine kurze irritiert. Wirklich genützt hat das nicht. Ebenso wie das 'Sch', eigentlich war das von vorne herein klar, dennoch hab ich es gerne probiert, da ich der Meinung bin, dass sich jeder fortbilden sollte, um den Hund ein noch besseres Leben zu bieten. So etwas wie die Wasserflasche ist auch nichts effektives, es sei denn man möchte einen verängstigten Hund, wie du bereits gesagt hast.
      Eileen

      P.S. Das mit der Diskussion ist für mich selbstverständlich, damit wir von den Anderen lernen können :)

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    7. darauf trinken wir ein würstlwasser! : )

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    8. Habe gestern einen Film über Wildhunde gesehen, und mir wirklich Mühe gegeben, ob ich rempeln oder schubsen oder ähnliches entdecken kann - war zwecklos. Mmmm. Woran das wohl liegen mag?

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  10. Willi - auch hier nochmal DANKE ! Ich hoffe Du öffnest noch mehr Menschen die Augen. Tierquälerei in der Erziehung geht mal gar nicht. Never ever - egal wie die Expertiesen alle heissen mögen - zu dumm, das doch so viele Hundeerziehung im TV schauen und von den Deppen lernen.
    Hier mal ein paar traurige Links zu CM - der sich besser anderweitig ans Geldverdienen machen sollte und Hunde, Hunde sein lassen sollte und anderweitig seine Minderwertigkeitskomplexe auslassen sollte.

    http://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=t9H3_gaQqZI

    http://www.youtube.com/watch?v=yGuuQO54hPo

    http://www.youtube.com/watch?v=Nv8kVoj06Jg

    schöne Grüße sendet Dir Nicole

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  11. Hallo Willi,

    ein wunderbarer Beitrag zu dem Video und zu CM's Lehren einschl. den dazu passenden Fans. Von denen kann man sogar hier noch lernen, nämlich, daß es kein Urinstinkt ist, der den Hund nach Nahrung verlangen läßt. Gut, daß meine Cocker das noch nicht wissen, wer weiß, wie weit ich sonst mit ihrer Erziehung gekommen wäre, wenn ich Futter nicht als Belohnung hätte einsetzen können.

    Klar gibt es Hunde, die man mit Leckerli nicht hinterm Ofen hervor locken kann, die haben halt andere Vorstellungen von der ultimativen Belohnung, diese zu finden und schlau einzusetzen ist doch die erste und wichtigste Lektion, die wir Menschen bei der Hundeerziehung lernen müssen.

    Ich finde es wirklich schade, daß so viele Menschen die Intelligenz ihrer Hunde so unterschätzen und sich einbilden mit Schlägen, Elektroschocks und Co. könnte man auf die Dauer bei einem Hund etwas erreichen. Eigentlich sollte man meinen, daß diese ewig Gestrigen im heutigen Zeitalter der Information es inzwischen besser wissen, aber mir scheint, diese Hoffnung von mir geht nur schwer in Erfüllung.

    Dir Willi noch mal Danke für dieses Beitrag, mach weiter so.

    LG
    Daniela und die Cockernasen Silky und Velvet

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  12. Hallo,
    wollte mich auch mal zu Wort melden. Habe selbst einen Hund knapp 1,5 Jahre alt. Wir haben ihn aus einem Tierheim als Welpe geholt. Und haben ihn auch ohne Hundeschule sehr gut sozialisieren (dank Großstadt gab es in der nähe einen Dog Hot Spot an dem man sich traf) und erziehen können. Natürlich hat er kleine macken wie das meiner Meinung nach jedes Geschöpf hat und ich finde sie auch keines falls als schlimm.
    Eben sah ich den "DogWhisperer" auf SIXX anfangs war ich noch relativ verwundert wie er relativ schnell (jaja ich weiss TV und so) die Hunde kontrolliert hat.
    Mit dem leichten stupsen fand ich ja noch nicht so schlimm aber das ins Wasser ziehen mit Gewalt oder auch so mancher Tritt haben mich stutzig gemacht.
    Nun meine Frage an euch erfahrenere Tierhalter, sollte mein Hund wie ein Roboter hören müssen? Denn ich muss sagen mein Hund hört auch so sehr sehr gut und er Vertraut mir blind. Als Erziehungsmethode verwende ich mein Gefühl und achte sehr auf die Aktionen des Hundes das hat bis jetzt sehr gut funktioniert. Ich unterbinde schlechtes Verhalten nicht rigoros sondern schaffe für Ihn eine Alternative, dies funktioniert bei meinem Hund sehr gut. Ich denke das Problem der meisten Hundehalter ist, das sie den Hund nicht als Hund sondern eher Familienmitglied ansehen was wie ich finde falsch ist das er zwar ein wichtiger Teil ist aber doch eine Sonderstellung hat. Für mich finde ich Gewalt als falsch da man dadurch nur Gegengewalt erzeugt. Ich denke den Ansatz vom "DogWhisperer" ist nicht falsch nur die Umsetzung mehr als schlecht. Dem Hund nur Futter zur positiven Verstärkung zu geben finde ich ebenso falsch. Ich denke das vieles einfach auf die Bindung zwischen Mensch und Hund ankommt und einfach die meisten "Problem Hunde" nur daher kommen das die Menschen überfordert mit deren Haltung, Erziehung und dem hinein Denken in den Hund sind.

    grüße aus dem schönen Franken

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  13. ich sehe meinen Hund als Hund und trotzdem als Familienmitglied :-),ist halt eine Mehrtierartenfamilie :-) Hunde sind keine Roboter, niemals, und die Hunde, die mit gewalt scheinbar (!) "perfekt" gehorchen zeigen ihren Haltern sehr sehr deutlich die Mittelkralle, sofern sie seinem direkten Einflussbereich verlassen konnten, ein wunderbares Schauspiel :-) Es gibt auch kein schlechtes Verhalten, nur halt eines in dieser Situation in diesem Moment unerwünschtes :-)
    du scheinst alles richtig zu machen, bleib dabei!
    ein Linktipp für dich: http://canisund.blogspot.de/2012/10/warum-mein-hund-mir-grenzen-setzen-muss.html

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  14. Ihr seid alle neidisch auf CM

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  15. Willi, das hast du fein geschrieben! Allerdings hätte ich das Ganze in Gossensprache formuliert und mit weniger verschachtelten Sätze, um ganz sicher zu gehen dass mich die vielen fernsehgebildeten Fans vom C.Moron auch verstehen.
    Dass sich dieser Gnom selbst "dog whisperer" nennt ist ja schon der Hohn.
    Für die Fans: "dog whisperer" ist abgeleitet von "horse whisperer", ein Begriff der im Zusammenhang mit Willis J. Powell und Monty Roberts entstanden ist. Diese haben jegliche Gewalt im Umgang mit aggressiven Pferden abgelehnt und mit ihrer leisen und sanften Art echte und anhaltende Erfolge erziehlt.
    Die größte Ironie überhaupt ist die Tatsache dass die Scharen der weiblichen Fans, die den Hundewürger immer und überall verteidigen, kein Problem damit haben von ihrem Idol als Menschen zweiter Klasse angesehen zu werden. Aber das passt nicht in den Kram, also wird es schön ignoriert und den "dog punisher" weiter angehimmelt.


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    1. Es stimmt, dass der Pferdepflüsterer keine physische Gewalt in Form von Schlägen einsetzt, aber er arbeitet sehr wohl mit psychischer Gewalt, oder wie nennst du das "Jagen" in dem Rondell, bis sich das Pferd ergibt???

      Monty Roberts geht bei seiner Ausbildung halt auf die Psyche eines Pferdes ein. Ich bin übrigens begeisterter Fan von Monty Roberts!

      Ich möchte nicht behaupten, dass alles toll ist, was CM macht, aber ich finde es super, dass er den Hund immer als das darstellt was er ist, nämlich ein Hund!!!
      In der Hundewelt gibt es numal wirklich Dominanz und Devote...ich habe noch kein Wolfsrudel oder Hunderudel ohne Führer gesehen...und wenn in der Gruppe der Mensch nicht den Part des Führers übernimmt, so macht dies der Hund, was nunmal zu den meisten Verhaltensproblemen führt, und das bringt CM in jeder seiner Sendung rüber...das heißt nicht, dass man seinem Hund Aggressivität gegenüber bringen soll!
      In dem Film das Jahr des Hundes kann man sehr gut viel über Dominanz und Devote lernen...

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  16. Komisch...in unserem Hunde"rudel" zuhause ging es niemals grob zu - ich hab nie erlebt, dass sich die Hunde in unserer Familie gebissen hätten. Da reichte Körpersprache und "Blicke" völlig aus um Ansprüche zu demonstrieren. Gewalt in jeglicher Form ist in der Hundeerziehung völlig fehl am Platze, ich muss meinen Hund nicht jeden Tag aufs Neue beweisen, dass er im Rudel unerwünscht ist, ohne ihm die Möglichkeit zu geben, dass Rudel dann auch zu verlassen. Das wäre nämlich die natürliche Konsequenz!

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  17. Mehrtierartenfamilie - GENAU. So wohne ich auch. Ich wurde und werde nicht so erzogen, wie Herr CM das vormacht, auch nicht wie der Rütter das möchte. Meine Leute waren der Meinung - ACHTUNG - sie müssten mich ein bisschen wie ein Kleinkind erziehen. Davon haben sie immerhin schon ein paar gehabt (und nein, sie trugen alle KEINE Leine...). Aber ich bin jetzt 3 Jahre alt und ich höre auf ein Zungenschnalzen (dann komme ich zurück), ein "sssshhhh" (wenn ich mal wieder Baumstämme anbelle :-)) oder auch ein Handzeichen. Mich hat noch nie einer geschubbst oder gehauen, das würden meine Menschen auch niemals nie tun. Sie schreien mich auch nicht an. Dafür danke ich es ihnen mit absolutem, tiefsten Vertrauen. Und jetzt echt mal: Warum sollte ich dann nicht auf sie hören, wenn es mir so gut geht? Ich lauf doch nicht zu Typen, die mich schubbsen oder mit fiesen Halsbändern traktieren. Willi hat absolut Recht - eigentlich gehören "Hundeflüsterer" selbst ins nächste stehende Gewässer geschubbst. Mit ihrem Anhängerrudel. Willi, nicht aufgeben, wir finden Dich toll.

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  18. Was ist Wissenschaft? Wofür ist Wissenschaft gut, wenn sie sich nicht in der Praxis bewährt? Und wozu braucht man Wissenschaft, wenn es ohne sie hervorragend funfktioniert? Jeder kann am nächstbesten Fall (vorausgesetzt er lebt mit einem Hund zusammen) seine eigenen Erfahrungen mit den Methoden der Hundetrainer erproben. Am Ende zählt doch, ob es funktioniert. Und das entscheiden - übrigens wie in der sogenannten "Wissenschaft" - immer die in die Sache Involvierten. Ich kann nur sagen, der Ton macht die Musik und wenn ich den Ton des Artikel von Willi (und den einiger anderer Schreiber) mal unvoreingenommen auf mich einwirken lasse, dann ist da sehr viel versteckte Wut und Frust enthalten in Form von verbaler Gewalt. Eine Harmonie ist damit kaum zu erreichen, aber das will er wahrscheinlich auch nicht, obwohl er vorgibt, sich für die Tiere einsetzen zu wollen. Die verbalen Ausbrüche richten sich am Ende gegen Mensch und Tier. Sowas habe ich bei Cäsar Millan noch nie erlebt. Wer den feinen Unterschied spürt, weiß was er wovon zu halten hat....

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    1. hach anonym, euch anonymen mag ich echt am liebsten! satire ist eine form der kritik, die die anonymen im allgemeinen und die fans dieses tierquälers im speziellen halt nicht so gut verstehen. mach dir nix draus! ist nicht so schlimm! einfach schön weiter boxen, du siehst ja dann - ganz ohne wissenschaft - inwieweit du erfolg haben wirst. ein am ende aggressiver, gebrochener oder verängstigter hund ist ja auch zugegebenermaßen ein ganz schöner toller erfolg! : )

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    2. Du akzeptierst keine anderen Meinungen neben, Du siehst vielmehr auf sie herab. Wenn man nicht von CM lernen soll, dann aber m.E. von Dir auch nicht!

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  19. Mich würd echt Dein Zusammenleben mit Deinem/n Hund/en interessieren. Schreib doch mal was darüber. Mir ist egal ob anonym oder nicht, nur wenn du da konktret werden könntest...Ich bin doch bereit von einem wirklichen wissenschaftlichen Tierfreund zu lernen!

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    1. das ist doch schon mal ne gute neuigkeit, deine aufgeschlossenheit! du kennst meinen blog nicht, sonst hättest du gesehen, dass ich schon ziemlich viel darüber geschrieben habe, wie ich erzogen werde. nämlich NICHT aversiv, und das in aller konsequenz.

      wenn du ein bisschen in meinem blog stöberst und die labels in der linken leiste zu hilfe nimmst, wirst du eine menge darüber finden. stichworte: positive verstärkung, gerd schreiber, CumCane, aversiv, erziehung, hundeschule, dominanz etc.
      als einstieg empfehle ich dir diesen post:
      http://www.willisworldandfriends.com/2012/10/trainieren-statt-dominieren-die-zahmung.html
      da lasse ich persönlich die hosen runter und da findest du auch ganz konkrete hinweise zu nicht aversiven methoden, die bei mir erfolgreich angewendet werden, denn auch ich bin nur ein hund, der manches bessere verhalten lernen muss oder musste.

      oder auch den hier mit ganz allgemeinen tipps über hundetrainer:
      http://www.willisworldandfriends.com/2012/10/wie-erkennt-man-einen-guten-hundetrainer.html

      und das mit der wissenschaft, da reite mal nicht so misstrauisch drauf herum. dein idol cesar millan beruft sich nämlich auch auf die wissenschaft. nur, dass er die erkenntnisse zugrunde legt, die vor über 100 jahren aktuell waren. konrad most zum beispiel, falls dir das was sagt.
      wissenschaft ist übrigens auch der laptop oder das ipad, das du heute statt federkiel benutzt, um mir zu schreiben. federkiele waren auch mal der neueste stand der wissenschaft. früher eben.
      das gleiche gilt für deinen flachbildschirm daheim. oder die grippeimpfung, die du dir heute reinziehst, statt dir blutegel auf den rücken zu setzen.
      oder dass du eine narkose bekommst, wenn sie dir einen zahn ziehen, dass du deine kinder heute nicht mehr mit dem rohrstock schlägst, wenn sie vermeintlich mist bauen, sondern ihnen hoffentlich mit motivtion und verständnis beikommst. weil die wissenschaft nämlich herausgefunden hat, dass menschen (und auch hunde oder alle säugetiere nachhaltiger lernen und zu seelisch gesünderen lebewesen heranwachsen, wenn man sie positiv bestärkt und ihnen verhaltensalternativen anbietet, statt sie einzuschüchtern, ja, und ihr wesen zu brechen).
      wissenschaft hilft dem menschen, dinge besser zu verstehen, zusammenhänge zu erkennen. sie bedeutet fortschritt. das war zu jedem zeitpunkt in der geschichte des menschen so. warum also die wissenschaft an den stellen verteufeln, wo es einem in den kram passt und dort annehmen, wo es einem auch in den kram passt? ist doch super, wenn man die chance bekommt sich weiterzubilden, nein? und angst muss man da keine vor haben, außer vielleicht vor genmanipulierten würstchen - auch ergebnisse der gemeinen fiesen wissenschaft. du siehst, ich finde auch nicht alles gut, was neu ist und noch kommen mag. aber im falle der hundeerziehung geht es ja auch eher darum, gesetzmäßigkeiten zu erkennen, die man eben aus der kynologie, aus der verhaltens- und auch gehirnforschung ziehen kann. heute ist man in der lage, diese zusammenhänge viel besser zu verstehen - aufgrund weiterentwickelter mehtoden in der wissenschaft.

      manche menschen brauchen all das nicht. die machen es intuitiv richtig. aber glaube mir, von denen gibt es nicht viele. und diese wenigen, das sind dann übrigens die wahren hundeflüsterer... ich kenne persönlich übrigens keinen, nur zur info.

      viel spaß also in meinem blog, vielleicht findest du ja denkansätze, die dir dann doch auch nicht zu weit entfernt scheinen. wenn nicht, nun ja, dann eben nicht. ich hab's versucht... ich bleibe bei meinem motto: trainieren statt dominieren. und wo gewalt in der erziehung eingesetzt wird, hat der mensch versagt : )
      dieses mal ganz unsatirische grüße vom
      willi, dem knallharten killerrüden : )

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  20. Gut geschrieben Willi. Eins muss ich leider korrigieren. Die CM Fans sind nicht nur die Betonköpfe, die harten,d ie alles von früher gut finden. Es sind durchaus auch Hausfrauen, die ein Malteserchen damit aus der Küche halten wollen, oder Omis, die einem aus dem Tierschutz behindertes Hündchen die Rangordnung erklären wollen. Und darin, genau darin, steckt meiner Meinung nach die größte Gefahr. Die anderen, die erkennen wir auf dem ersten Blick. Die die ich beschreibe eben nicht. Und die schauen auch seine Idiotensendungen. Was machen wir dagegen, Willi? Genau: weiter schreiben! Click!

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    1. rischiiiiisch! die wissen's nicht besser. aber bei denen hat man vielleicht am ehesten die chance auf änderung, wenn man denen alternativen aufzeigt. aufklärung ist alles. deshalb geb ich ja auch (noch) nicht auf : )

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  21. Liebe Leute ich gebs ehrlich zu, ich bin viel zu faul um ein CM Fan zu werden.
    Das ewige aufpassen müssen meinen Platz Nummer 1 nicht zu verlieren, das ewige "gscht" und dieses kräfteraubende "Ich - bin -dir-körperlich- über" Getue. Nein nein(Schleudertraumakopfschüttelsmily an dieser Stelle denken)
    Ganz ehrlich, ich verbrenn meine Kalorien lieber beim wandern mit den Hunden und meine Kräfte brauch ich zum Leckerlie aus der Tasche ziehen und zum Dummy werfen.
    Und ich glaube ich habe meine Hunde ebenso zu faulen Säcken wie ich einer bin erzogen, denn die stubbsen sich nicht und gehen sich nicht an die Gurgel obwohls eigentlich auch schon ein Rudel sind.
    mfg
    der faule Sack und die faulen 4beinigen Säcke

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  22. Klar Willi, lassen wir uns und unsere Kinder von außer Kontrolle geratenen Hunden beißen - im Zweifel können wir diese Hunde ja einschläfern lassen oder wegsperren!

    LG Betty

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  23. Es ist zu schön, die hin-und-her-Kommentare zu lesen.

    Hin und her geht es auch bei mir, zwischen Nicken und Haareraufen ist alles drin.

    Was mich aber bei beiden "Lagern" stört, sind Halbwahrheiten und Unterstellungen.

    Es würde bei vielen Diskussionen (findet man ja fast überall) eher den Kern treffen, wenn sich einige von Euch genauer um klare Aussagen bemühen würden.

    Nur als Beispiel: Ein Hund fühlt sich von einem anderen genervt und macht "Häh" (Ihr kennt hoffentlich den Ton und die Bewegung dazu). Der andere Hund hört augenblicklich auf, dreht sich weg und der Frieden ist wieder hergestellt.

    Ist Hund 2 gefrustet? Zeigt er ein unnormales Meideverhalten? Nein.

    Wird er zum Neurotiker? Ganz bestimmt nicht. Er hat gelernt, daß Hund 1 das nicht mag und wird ihn in Ruhe lassen - vorübergehend.

    Seine nächste Annäherung wird wahrscheinlich sanfter und unterwürfiger sein - und meist akzeptiert werden.

    Warum soll eine solche Aktion-Reaktion nicht auch zwischen Mensch-Hund funktionieren???

    Wenn Mensch das auch noch forciert "nicht so, sondern so", dann ist ein Problem ruckzuck keins mehr und niemand ist gefrustet oder traumatisiert.

    Man braucht weder die Keule noch sackweise Leckerchen, um einen friedlichen, gut sozialisierten Hund zu haben.

    Mich regt auf, daß so viele Menschen so weit weg von sich selbst sind. Sie haben sich Zwängen unterworfen, die niemand wirklich braucht, am wenigsten sie selbst.

    Ich habe meine "gute Erziehung" hinter mir gelassen, seit ich "auf den Hund" gekommen bin.

    Alle meine Hunde vertrauen mir und zeigen das auch.

    Will ich mehr? Gibt es mehr?

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  24. Bei Ihrem Beispiel gehts um ein völlig normales Verhalten zwischen Hunden die sozial gesund sind.
    Selbstverständlich muß man einem Hund zeigen, was erwünscht ist und was nicht. Er kommt ja in ein neues Umfeld und kennt die Regeln nicht.
    Aber was ich mir sparen kann ist, so zu tun als wäre ich ein Hund und das hündische Verhalten in meine Erziehung einfliessen zu lassen.
    Wir sind keine Hunde und kommen nicht glaubwürdig rüber.
    Was man lernen kann und was ich für sehr sinnvoll erachte ist das lesen der hündischen Kommunikation und daraus seine Rückschlüsse ziehen.

    Vielleicht ein kleines Beispiel:
    Ein Welpe zieht ein und bekommt gleichzeitig mit den anderen Hunden sein Futter. Er hängt, weil Angst um sein Futter, knurrend über selbiger.
    Die Reaktion meiner Hunde: Völliges Ignorieren- der Welpe wird nicht beachtet.
    Meine Reaktion: Völliges Ignorieren- ich bewege mich in meiner Küche als wäre der Welpe gar nicht da.
    Gesprochen wird nicht- weder Hund noch Mensch gibt ein Komentar ab.
    Die nächste Mahlzeit verläuft ohne Welpengeknurre. Welpe bekommt bei mir sowieso immer Futter satt, Welpe der Angst hat er bekommt zu wenig, bekommt übersatt.

    Was liest die eine Erziehungsschiene daraus:
    Welpe ist gestresst beim fressen- verlassen wir alle die Küche und beschwichtigen den kleinen Wurm.

    Was liest die andere Erziehungsschiene daraus:
    Welpe ist dominant, Futter muß ihm weggenommen werden, vielleicht braucht er jetzt auch gleich seine erste Watschn, damit er später nicht goschert wird.

    Ich kann weder mit der einen Linie noch mit der anderen.
    Und ja, ich brauche sackweise Leckerlie in der Hunderziehung. Ein vorbeirasender Radfahrer soll nämlich gut schmecken und damit meine ich nicht sein Wadl.
    Bevor der Hund nachläuft, bekommt er schon seine Belohnung. Er bekommt seine Belohnung tatsächlich fürs nichts tun. So kann er verknüpfen: Radfahrer ist gleich- ich bekomme was zum essen. Nachlaufen kommt daher gar nicht in den Sinn.
    Genauso mach ichs bei Autos- Kinderwägen- Nordic Walkern- Wildtieren-anderen Hunden usw.
    Ich habe friedliche, fröhliche und vor allem sehr verläßliche Hunde und das gibt meinen Hunde viel Freiraum.

    Wer seine Hunde körperlich und geistig- und damit meine ich nicht stundenlanges Ballispielen oder pausenlose bespaßen- auslastet, hat im Normalfall zufrieden Hunde.

    Wenn Sie mir bitte den Satz noch näher erklären könnten?
    "Ich habe meine "gute Erziehung" hinter mir gelassen, seit ich "auf den Hund" gekommen bin."

    Mit dem fang ich nämlich gar nichts an, obwohl ich glaube das wir nicht kilometerweit voneinander weg denken.


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  25. Sperr fünf Hundeexperten (ja das sind ja alle hier) in einen Raum und du bekommst mindestens 10 Meinungen zur RICHTIGEN Hundeerziehung..... Daher mein Tip: Zeig mir deinen Hund und ich weiss ob du als Hundehalter etwas taugst ;o)))

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  26. Also der Beitrag gefällt mir wirklich. Ich bin kein Anhänger irgenteines Hundegurus. Mein Gaskopf bekommt vom Tisch zu fressen, pennt auf dem Sofa, darf vor mir durch die Tür wenn sie will, muss ständig vor mir laufen(damit ich sie im Blick habe) und hat ständig ihr Trockenfutter im Flur stehen. Ich belohne sie einfach zu gern mit Leckerchen als das ich das aufhören möchte. Aber seltsam, seltsam ich habe es nur mit Erziehung geschafft, dass der wildscharfe Husky-Mix aus dem Auslandstierschutz ohne Leine durch den Wald laufen kann ohne zum Jagen abzuhauen. Sie ist auch nicht mehr leinenaggressiv. Das Ganze funktionierte ohne stubsen, hauen, Hund auf den Rücken werfen, Würgehalsband, Sprühhalsband, Teletakt oder sonstige Hilfsmittel.
    Leider ist artet eine Diskussion über CM fast immer aus. Ob in einem Forum, bei Amazon in den Kundenrezensionen oder sonst wo ist egal. Das find ich schade. Wieso fühlen sich die CM-Fans nur immer angegriffen? Es ist doch gar nicht nötig. Jeder gute Hundemensch weiß doch, was für sein Tierchen gut ist. Und wer kein schlechtes Gewissen hat muss sich auch nicht verteidigen indem er wild um sich beißt.

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  27. Anonym vom 18.11.12...

    Du hast es auf den Punkt getroffen! Es fehlt ganz klar der Mittelweg! Und ihr könnt noch so rum und num schreiben, es wird sich keiner der beiden Seiten bekehren lassen.

    Nunja ich bekenn mich, ich bin ein absoluter Cesar Fan, los schlagt mich... aber nicht weil ich ihn stundenlang vor der Glotze anhimmel.
    Ich bin auch der Meinung, dass ich kein Vollidiotin bin und doch etwas in der Birne hab...
    Ich schau aber doch lieber etwas mehr über den Tellerrand!
    Weder boxe, noch schubse ich meine Rottweiler-Rüden( da müsst ich schmächtiges Ding, doch ganz schön Kraft aufbringen), noch brüll ich ihn an, noch ruck ich ihn an der Leine... ich muss ihn nicht ablenken und das Wichtigste, ich arbeite komplett ohne Leckerle!
    Ich bin einfach in jeder Situation für ihn da!

    Welche positive Alternative, ausser Spielzeug und Leckerlie soll ich ihm denn bieten, wenn er sein Gegenüber fressen will?

    Und welche Methode ist denn nachhaltig? Nachhaltig heißt für mich, er will sein Gegenüber nie mehr fressen!

    Sorry, aber alle Bestärkungen und Alternativen sind Hilfsmittel, die nur im Moment funktionieren...

    ... folgenden Spruch sollte sich viele mal verinnerlichen...
    Anstatt sich Gedanken zu machen, welcher Trainer usw es am besten drauf hat, denn es tut null zur Sache, ausser man macht aus Hunden eine Wissenschaft!

    Wir haben uns heutzutage so weit von unserer Intuition entfert, sind so verstandgesteuert, wie noch nie...
    Wir brauchen Anleitungen,Expertentipps, Seminare, Bücher und Erziehungshilfen
    zum Umgang mit unseren Hunden, um eine fehlende Verbindung zu kompensieren...
    ... weil wir vergessen haben, dass wir weite Teile unserer Reise bis in die heutige Zeit mit den Hunden gemeinsam zurückgelegt haben!

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  28. Unabhängig davon, dass selbstverständlich jeder Mensch ein Recht auf seine eigene Meinung hat - dass Sie, werter Willi Wollmatingen, Menschen, die Sie nicht kennen, aufgrund der Tatsache, dass diese einen Menschen mögen, den Sie offenbar "verdammen", ebenfalls pauschalisierend abwerten - erstaunt mich schon sehr, denn:
    Das paßt so gar nicht zu der von Ihnen so gerühmten gewaltfreien, positiven und das Lebewesen achtenden und würdigenden Verhaltensweise, derer Sie sich rühmen!

    Ich bin kein Fan, von niemandem - ich bin selbstbestimmt und eigenverantwortlich in meinem Leben unterwegs.

    Normalerweise reagiere ich auf Postings wie das Ihrige auch nicht, erst Ihre Kommentare, die weder empathisch noch verständnisvoll sind, auf Postings unter Ihrem Beitrag haben mich veranlaßt, Ihnen ganz einfach mal "den Spiegel" vorzuhalten.

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  29. Lieber Herr w.w.,

    ich möchte Sie nur darauf hon weisen dass Beleidigungen jeglicher Art, wohl eher nicht zu einer zielführenden Diskussion führen. Ich möchte nur anmerken dass ich einen pit und einen Dogo Argentino aus dem Tierheim habe. Zuki war schwer aggresiv und wurde schon dreimal zurück ins Tierheim gebracht.
    Nun habe ich hirnloser Nachahmer sie mit nach Hause genommen um ihr Diszipin beizubringen und siehe da, sie liegt nun schon seit einem halben Jahr mit meinem Pit in einem Bett, ohne Aggressionen oder Beissunfall.
    Nun nur noch eine letze Frage, wie hoch ist denn ihr IQ wenn sie Millionen von Leuten einfach intellektuell abwerten.
    Ich schließe dieses Jahr mein Studium in IBWL und Marketingkommunikation ab, und sende Ihnen gerne nach Beantwortung meiner Frage eine Kopie meines Originaldokumentes des Wifi St. Pölten, welche meinen IQ nach ausführlichem Test auf 118 bewertet hat.
    Wenn ich nun also ein Pit wäre, würde ich Ihnen in den Arsch beißen für so eine Beleidigung?

    Au revoir

    T.R.

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    1. wow, t. r.! ich ziehe meinen hut vor deiner intelligenz!!! das ist TOLL! wirklich!
      aber 118 scheint dennoch nicht hoch genug zu sein, um zu erkennen, dass mann nicht selber beleidigen sollte, wenn man beleidigung beklagt. dumm, dumm, dumm... : )
      ach ja, sehr freundlich, mir eine kopie des IQ-tests zusenden zu wollen. ich nehme allerdings nur ein notariell beglaubigtes exemplar entgegen. wäre das möglich?
      au revoir,
      w. w. : )

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  30. Der Kommentar wurde von einem Blog-Administrator entfernt.

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  31. so. ihr kleinen nervtötenden anonymen, denen sich der sinn eines satirischen beitrages nicht erschließen will aufgrund fehlenden humors, jetzt ist meiner langsam auch am ende!
    ich sagte ja schon, ich lösche alle anonymen beiträge, denn jeder, der was zu sagen hat, kann dies tun - unter seinem namen, so wie jeder hier, der ernst genommen werden will.
    jetzt habt ihr euch so angestrengt! schade auch... : )

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  32. Äußerst genial und klingt sehr nachvollziehbar - dieser Typ ist doch einfach ein selbstverliebter, ruhmgeiler Schwätzer, der in den Himmel gehoben wird und ach sooooo toll ist haha *lach* Bin absoluter Millangegner, die offensichtliche rohe Gewalt, die ich bei dem sehe, würde ich meinem Hund nie antun oder antun lassen. In diesem Sinne, danke, dass man bei dem Thema auch nochmal lachen durfte durch diesen herrlichen Beitrag :D

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  33. Wer anderer Meinung ist wird also beleidigt, und anschließen der Beitrag gelöscht, interessante Methoden! Humorlos ist höchstens diese "Satire"-Seite. Wenn sie verlangen, das man seinen echten Namen postet, möchte ich zuerst ihren samt Profilbild, und nicht wieder mit dieser "ich bin ein Hund"-Scheisse kommen, das Spielchen wird langsam langweilig, auch wenn sie es als superspassige Satire empfinden.

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    1. in der "Hall of Willi" findest du, was du suchst. das scheint dir vor lauter intelligenz ganz entgangen zu sein...
      und noch ein tipp: es gibt ganz viele andere tolle blogs. wenn du dich hier also langweilst, dann geh doch einfach dorthin. ist eigentlich ganz einfach : )

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    2. Absolut meine Meinung!!!!!!!!!

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  34. An alle die sich hier streiten: Es ist logisch das jedem etwas anderes gefällt und das jeder die eine oder die andere Person mag! Aber anstatt sie hier darüber zu streiten wäre es sicherlich besser und sinnvoller uns mit unseren Hunden zu beschäftigen!

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  35. Ich denke in der Hundeerziehung ist es wie bei unserem Nachwuchs. Was für das eine Kind richtig ist, kann für ein anderes falsch sein. Egal, ob Hund oder Mensch, wir sind alles Individuen und ticken alle ein bissel anders. Fazit: wer das erwünschte Verhalten erreicht, hat Recht!
    Eins ist in einer guten Erziehung immer tabu und das ist Gewalt.

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  36. Was ist denn das für ein sinnloses Geschwafel, alles was "Willi" erzählt ist doch aus der Luft gegriffen. Hab Cesar noch keinen Hund schlagen oder misshandeln sehen und komischerweise funktioniert sein Ansatz ja auch sehr gut und die Tiere fühlen sich ja auch wohl. Er behandelt Hunde wie Hunde wo ist das Problem? Mein Hund liebt mich auch und hört und ich schlage ihn nicht und ich steck ihm auch nicht tonnenweise Leckerchen in den Arsch.

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    1. also anonym, jetzt mal ernsthaft:
      ich verstehe ja, wenn man fan von jemandem ist, dass man dann nicht gerne negatives über denjenigen hört. aber augen auf machen und ein bisschen hirn einschalten ist doch nicht zu viel verlangt, oder?

      wenn du noch nie gesehen hast, dass er hunde angreift, brutal schüttelt, runterdrückt, boxt oder schlimmeres, dann empfehle ich dir mal, dir ein paar videos auf youtube reinzuziehen, denn anscheinend hast du noch nicht viel von diesem tierquäler gesehen.

      und die hunde fühlen sich wohl??? ist das schnappen nach diesem "hundeflüsterer" oder meideverhalten ein zeichen von WOHLFÜHLEN? wieviel ahnung hast du eigentlich von hunden, meine güte?

      CM gibt zudem noch selber zu, dass er stromschocker benutzt. ist das etwa NICHT misshandeln??? ach ja, ich vergaß, ihr behauptet ja immer, einem aggressiven hund könnte man anders nicht beikommen. da kann ich nur nochmal sagen: wenn einer hier sinnlos rumschwafelt, dann diese ungebildeten, unaufgeklärten CM-fans, die die augen vor der realität unbedingt verschließen wollen.

      abgesehen nehme ich stellung zu dem interview. hast du dir das mal angehört? findest du ganz ehrlich, dass dein gott dort ein gutes bild macht?

      also weißt du, anonym, du bist genau einer von diesen fans, die ich in meinem blogeintrag gemeint habe. vor lauter verblendung das hirn ausschalten und ohne sinn und vestand jemanden auf ein podest stellen und verherrlichen - das ist echt erbärmlich.

      ich wollte keine anonymen kommentare mehr veröffentlichen, aber du bist so herrlich selbstentlarvend in deiner dummheit, da konnte ich nicht widerstehen : )

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  37. Ich habe mir nun einen Teil der Beiträge durchgelesen und auch tatsächlich Rütter und auch Millan im TV >bewundern< dürfen.Diverse andere selbsternannte Hundetrainer ebenfalls. Ich habe in meinen ersten Trainer Unsummen an Geld investiert, danach -trotz lebenslanger Hundeerfahrung- selbst rumgedoktort und nun ENDLICH so weit, dass ich sagen kann, mein Hund und ich machen erstaunliche Fortschritte. Sicherlich ist einiges was mein aktueller Trainer anwendet, eine Mischung aus allem. Es wird grundsätzlich mit Leckerchen gearbeitet -ich nicht- würden jetzt Mittel angewendet, die meiner Vorgehensweise grundsätzlich widersprechen, würde ich von meinem Trainer erwarten, dass er ein Alternativangebot hat. So ist das auch! Ich muss meinen Hund weder schlagen, noch bis zum Würgereiz füttern. Aber und das ist wirklich wichtig! : ich muss ihm ganz klar zeigen, dass ICH der Bestimmer bin. Alles totkuscheln ist ne feine Sache, wenn man einen Mitläuferhund ohne größere Auffälligkeiten hat. Bei problemlosen Menschen muss man sich ja auch keine besonderen Maßnahmen überlegen. Bei denen, die aus der Art geschlagen sind, schon. Und da sollte man - außer tatsächlichen Quälereien, was ein Klapps oder Knuff nicht ist - für sich selbst austesten dürfen, was einem hilft und mit was man zurecht kommt.

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  38. Mir der Beitrag etwas zu oberflächliche Verteufelung. Von dem was ich bisher gelesen habe, stützen sich hier sämtliche Vorwürfe lediglich auf die Ausstrahlung ein paar zusammen geschnittener Sendungen und Youtube Clips über Vorgehensweisen mit Problemtieren.
    Was völlig außer Acht gelassen wird, sind aber die Trainingsmethoden, welche er in seinen Büchern und Coachings lehrt. Diese dienen dazu Menschen den allgemeinen Umgang mit einem Lebewesen der völlig anderen Art zu vermitteln. Denn ein Hund ist ein Tier und kein Mensch. Fazit: Beide müssen den Umgang miteinander erst lernen. Welche Situationen normal sind, welche jedoch gefährlich werden können. Dies gilt sowohl für Mensch als auch Tier.

    Ich kann in CMs Büchern zum Erlernen der Grundlagen und Trainingsmethoden für „normale“ Hunde, aber auch Sendungen mit Problemhunden, keinen Hinweis auf Methoden finden, die absolut nicht zu vertreten oder dermaßen unnatürlich sind, als wie es nicht auch zwischen den Tieren untereinander gehandhabt wird.

    Wir Menschen wollen eine Traumwelt, in welcher alle glücklich miteinander leben, aber so ist Natur nicht ausgerichtet. Tiere kämpfen miteinander. Sie rangeln, sie beißen und ja, sie töten sich manchmal sogar. Das nennt man Natur. Es gibt unter Tieren immer eine Rangordnung mit strengen Regeln. Kommt ein Tier dazu und kennt die Regeln noch nicht oder hat es das Befolgen der Rudelregeln vernachlässigt, dann kommt es zu Kämpfen. Und jeder der schon mal ein paar Km weiter vom heimischen Herd entfernt in der freien Natur verbracht hat, weiß was ich meine.

    CMs Umgang mit Problemhunden, die übrigens durch falsche Haltung ihrer Besitzer (auch Mensch genannt) zu Problemfällen wurden, ist im Vergleich zu dem was Tiere in der freien Natur zum Einhalten der Rangordnung machen, noch harmloses Kuscheln. Ich sage damit nicht, dass ich grundsätzlich jede Vorgehensweise von ihm gutheiße sondern nur, dass es unter den Tieren selbst, kein artfremdes sondern normales Verhalten ist welches CM nachahmt. Verzogene, nicht artgerecht gehaltene Problemhunde wieder an eine gewisse Grunddisziplin zum natürlichen Überleben im „Rudel“ zu gewöhnen, kann nun mal nicht immer nur mit sanftem Streicheln, gutem Zureden oder Vollstopfen von Leckerlies erfolgen. Oder hab ihr schon mal miterlebt, wie ein Wolf als Rudelführer mit dem Rest des Rudels ein paar Leckerbissen teilt und dann anschließend noch mit ihnen eine Runde kuschelt, um seine Position zu behaupten? Das wird niemals passieren.

    Jeder Mensch, der sich ein Tier zu eigen macht mit einer Grenze zur Außenwelt/Natur, hat beschlossen ein anderes Lebewesen nach seinen Regeln und Vorstellungen leben zu lassen. Völlig egal, wie wunderbar das Tier behandelt wird und welche ach so tollen Freiheiten es doch sonst noch hat. Fakt ist, man nimmt dem Tier jegliche Möglichkeit zum freien Willen und Ausleben der natürlichen Urinstinkte. Kann das Tier frei entscheiden wann es fressen möchte, nämlich durch die eigene Nahrungssuche in der freien Natur? Kann das Tier frei entscheiden, wann es Kilometerweit durch die freie Natur laufen möchte? Nein. Wir entscheiden Fütterungszeit, Futter, Gassigehen inkl. Ort und Dauer. PS: Ein bisschen im Kreis laufen im Garten gehört nicht zum freien Hundeleben, der von Natur aus kilometerweit durch die Gegend streift. Egal, wir streicheln ihn doch und schleifen ihn an der Leine durch die Straßen. Bisschen Krallen schneiden, weil das Umfeld zur natürlichen Abnutzung fehlt. Fell stutzen und schön baden, damit er immer so herrlich natürlich duftet. Futter nur vom Feinsten. Künstliches Fertigfutter aus einer Dose, hergestellt aus den Abfällen der Massentierhaltung? Oder frisch vom Fleischer, sanft in den Schlachthof gestreichelt, damit es die Menschen anschließend an sich selbst und ihr geliebtes Haustier verfüttern können.

    Wir tollen vorbildlichen Tierhalter. Bevor sämtliche Trainingsmethoden CMs oder auch anderer Hundetrainer an den Pranger gestellt werden, sollte jeder Hunde-/Tierhalter erst einmal sich selbst in Frage stellen.
    Wer im Glashaus sitzt sollte nicht mit Steinen werfen.

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    1. Super geschrieben...alles auf einen Punkt!

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  39. Dem kann ich mich nur anschließen!

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  40. Also erstmal möchte ich mich entschuldigen, dass ich hier als "anonym" einen Kommentar verfasse, es ging leider gerade nicht anders.
    Ich muss sagen, dass dieser möchtern lustige Beitrag mit ernstem Hintergrund einfach nur dämlich geschrieben ist.
    Lieber Willi, Eloquenz und Wortwitz liegen dir absolut nicht...das sei mal gesagt.
    Nun zum eigentlichen Thema: Cesar Milan lediglich anhand einer einzig Situation zu beurteilen finde ich lächerlich.
    Wenn ich jetzt den Verfasser anhand dieses einen Beitrags beurteilen müsste, würde ich sagen er ist ein Idiot!
    Mit dieser vorschnellen Beurteilung würde ich mir aber vorenthalten, weitere Beiträge des Verfassers zu lesen und dabei vielleicht zu bemerken, dass der gute Willi vielleicht doch was zu bieten hat... also nicht zu vorschnell urteilen und sich einfach mal weiter über die Person informieren!

    Ich bin selber Hundebesitzerin und auch absolut gegen Gewalt bei der Erziehung, dennoch sehe ich mir gerne seine Sendung an.
    Sicherlich ist er in diesem Interview alles andere als schlagfertig, aber wie gesagt, man kann jemanden nicht anhand eines einzigen Beitrags oder Interviews beurteilen... schaut euch alle Folgen an und bildet euch dann eine Meinung...
    Cesar ist nicht unfehlbar, aber das ist ja schließlich niemand.
    Also erstmal richtig informieren, bevor ich hier einen mega Artikel über ein Thema veröffentliche, mit dem ich mich nicht wirklich befasst habe.
    Grüße, Steffi

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  41. Habe mir das alles mal durchgelesen. teils muss ich recht geben und teils unrecht. wir haben einen deutschen schäferhund und manchmal ist es notwendig ihn "zu boden zu reissen". das wird auch in der freien natur im rudel gemacht. ich habe noch nie einen beitrag gesehen wo sich wölfe nur anschauen oder nur anknurren. da gibts es auch kämpfe die nichts mit streicheln zutun haben. mag sein dass sich millan falsch ausgedrückt hat. er hat das sicherlich nicht so gemeint. bevor mir so ein "kalb" was antut muss er wissen wo seine grenzen sind. ich würde auch behaupten das is von hund zu hund verschieden.

    ich schaue mir die sendungen von millan gerne an, aber bestimmt nicht weil er "gut aussieht" wie es von willi erwähnt worden ist. ich finde es schon beeindruckend wie fremde hunde auf diesen mann in der ersten sekunde reagieren und gehorchen. klar müssen das herrchen und frauchen erst lernen. ich habe auch schon paar tipps angewendet und es funktioniert. man braucht geduldt mit dem tier. seitdem ich das als anfänger mit der aufrichten körperhaltung, bewegung, usw angewendet hab, komme ich mit unserem "dackel" (schäferhund) viel besser zurecht. mittlerweile hört er mehr auf mich als auf sein herrchen.

    warum überhaupt das schlechte und negative jetzt an die grosse klocke hängen??? kein mensch ist perfekt. nehmt euch tipps raus die für eueren hund zutreffen. hunde sind nun mal keine spielzeuge. egal welche grösse der hund hat, man muss immer ihnen mit respekt entgegenkommen!!!!

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  42. Ich find Willis Artikel super! Hab grad wieder einmal CM im Fernsehen bewundern dürfen und was soll ich sagen, da fliegt doch tatsächlich ein Rehpinscher am Halsband (selbstzuziehend) bis hoch zu Milans Brust! Okay, er hat vorher einen anderen Hund gebissen, das konnte aber jeder Laie sehen, dass dies gleich passieren würde, das rechtfertigt gar nichts. Wer hochfliegende Hunde als gute Erziehungsmethode ansieht, der sollte mal zusehen, dass er einen Riesen findet, der das dann mit ihm macht. Die Schlinge um den Hals bitte nicht vergessen!

    Grüße

    Susanne und ihre zwei Hunde, die Hunde sind (und Hunde fliegen nicht einfach so)

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  43. Während ich den Artikel und all die darauf folgenden Kommentare lese, kann ich nur mit dem Kopf schütteln (nicht bei allen Kommentaren!).

    Ich selbst schaue die Sendung von Cesar Millan seit einigen Wochen, bin jedoch weder von der einen, noch von der anderen Seite ein Fan. Warum? Ganz einfach, weil es meiner Meinung nach nicht darum geht, einen "Guru" zu finden und dessen Methoden vollkommen zu übernehmen, sondern darum für sich und seinen Hund individuell eine richtige Mixtur von Methoden zu finden.
    Jeder Hund ist individuell und insbesondere das Mensch-Hund-Verhältnis ist absolut nicht zu pauschalisieren. Schaue ich also diese Sendung, dann hole ich mir Anregungen und Tips, die ich selbst auf meine eigene Art und auf meinen Hund abgestimmt anwenden könnte(!). Sicher gibt es immer wieder Methoden die bei dem ein oder anderen auf Unverständnis stoßen, je nach Empfindung und eigenem Umgang mit den Liebsten. Jedoch gibt es mit Sicherheit auch einiges Gutes, was Cesar Millan im Sinne des Tierschutzes und der Rettung von Hunden getan hat.

    Ebenso verhält es sich mit den "Pferdeflüsterern" (das Wort "Flüstere" mag ich allgemein nicht) deren Kurse ich bereits als Kind besucht habe, doch auch hier hatte ich noch nie viel für Nachahmung übrig.
    Man muss seinen eigenen Mittelweg finden und auch immer wieder seine eigenen Methoden hinterfragen, "tief" sein. Die Methoden eines anderen Menschen vollkommen zu übernehmen ohne vorher darüber nachzudenken, ob diese für mein Tier und das zwischen uns spezielle Verhältnis angemessen sind, empfinde ich als unklug.
    Ebenso die Kehrseite in der man die Methoden anderer vollkommen(!) schlecht redet und die eigene als einzig wahre Methode zu empfinden scheint.
    Kann es nicht sein, dass eine Mixtur aus der ein oder anderen Methode Cesar Millans (oder jedes anderen) mit den eigenen Methoden ebenfalls zu einem Erfolg führen würde? Und was überhaupt verstehen wir unter einem "Erfolg"? Dass der Hund absoluten Gehorsam leistet? Dass wir ein friedliches und ausgelassenes Miteinander mit unserem Hund/unseren Hunden geniessen können?

    Bevor wir also über einen Menschen und seine Methoden urteilen (und das in solch herber Fassung), sollten wir uns immer intensiv mit dessen Methoden beschäftigen (auch mit den sanften!) und auch unsere eigenen tiefgründig hinterfragen. Sowohl Menschen als auch Hunde sind nicht perfekt und wir entwickeln uns und unsere (Erziehungs-) Methoden über die Jahre hinweg, finden viele neue Wege die (vorerst) funktionieren und der Mensch ist schnell von all dem begeistert, was neu ist und "Erfolge" zeigt.
    Jeder Mensch hat seinen eigenen Charakter, geht anders mit Konfliktsituationen um und somit gibt es auch für jeden eine individuelle Art am besten mit diesen umzugehen!

    Fans einer "Gruppierung" oder eines Menschen zu beleidigen und deren IQ bloß aufgrund einer Neigung in Frage zu stellen empfinde ich selbst als absolut oberflächlich und in einer objektiven Bewertung mehr als fehl am Platz.
    Allerdings lassen sich hier auch die Gemüter viel zu schnell erhitzen, was vielleicht den ein oder anderen Kommentar zur Folge hat, der ebenso wenig zu einer objektiven Diskussion beigetragen hat (ich selbst musste erst einmal ein paar Minuten Abstand nehmen).

    So etwas finde ich traurig, denn wir alle sind Hundeliebhaber und genau darum sollte es in erster Linie gehen: um den Hund und darum wie WIR SELBST am besten mit ihnen umgehen. Und das sollte auch ohne zynische oder sarkastische Bemerkungen möglich sein.
    Da gibt es kein perfektes Rezept, welches jeder nur anzuwenden braucht um einen aggressiven Hund zu einem Lamm umzuwandeln oder ein perfektes Zusammenleben zwischen Hund und Mensch zu garantieren.

    Lieben Gruß

    Deborah Chloe


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  44. Hallo Susanne!
    Du hast dir zwar Cesar Millans Folge angesehen aber anscheinend nicht genau hingesehen! Der Hund muss einen Fehler machen um ihn korrigieren zu können dabei soll er ein anderes Verhalten erlernen! Kann schon sein das deine Hunde Hunde sind aber es sind keine Problemhunde und wenn du einen richtig agressien Hund haben würdest würdest du sicher als Liebevolle Hundehalterin alles ausprobieren bevor die Behörden kommen und du deinen Hund einschläfern lassen müsstest!!! Oder????
    Lg

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  45. Dieses verweichte westliche Geschwätz dieses Verfassers hier ist wirklich nichts anderes als ein peinlicher Akt der Intoleranz. Es wird behauptet C.Millan sei der Miesepeter? Ich habe in Mexiko und in Deutschland gelebt und ich muss sagen, daß Südamerikaner weitaus mehr die Natur und den Lauf der Dínge verstehen als ein Deutscher. Hier tanzen selbst euch eure Kinder auf der Nase rum und Erwachsene die sich selbst als Vorbildfuntkion sehen, legen teilweise ein respektloses Verhalten anderen gegenüber an den Tag, nur weil sie 5 Minuten mal an der Kasse beim Einkaufen warten müssen ??? Aber man hat hier ja studiert und kann Natur und das Leben wissenschaftlich belegen.....nun ja, früher dachte man auch, dass die Erde eine Scheibe sei.....

    Einen Mexikaner mit einem Deutschen zu vergleichen bringt bei so viel Engstirnigkeit wohl nichts, aber ich bitte stark darum C.Millan nicht einfach so ins schlechte Licht zu stellen ohne die gesamten Rahmenbedingungen zu betrachten und auch zu verstehen woher er kommt.

    Immerhin hat er Erfolg mit seiner Methode. Und vergleiche ich seine tv-show mit der deutschen,fällt mir sehr stark auf, daß die deutsche Methode der Hndeerziehung leider nicht beim Halter selbst beginnt, sondern nur am Hund..... tja.....was soll ich dazu sagen ???? C.Millan zumindest besitzt die Gabe Halter und Hund und erziehen ......


    Mit freundlichen Grüßen von einer jungen Frau

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    1. ich finde, du hast total recht! da die unterschiede zwischen deutschland und südamerika so groß sind, sollte der kleine mexikaner doch einfach da bleiben, wo die kaffeebohnen wachsen! : )

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    2. An eine Junge Frau!
      Ich finde mit deinem Beitrag hast du vollkommen Recht! Die Menschen hier haben den Bezug zu der Natur und den Tieren regelrecht verloren, fakt ist einfach das wir zu viel Wohlstand haben und nicht mehr zu schätzen wissen was uns der Planet und die Tiere eigentlich geben! Vorige Woche war ich total entsetzt als ich mit einem Arbeitskollegen sprach und seiner Meinung nach alle Tiere nur für uns zu Essen da sind und weiter nichts. Er meinte zu mir die Natur und Tierschützer seinen alles Idioten weil Bären, Wölfe und Luchse wieder angesiedelt werden sollen. Wenn er in Wald spazieren geht möchte er keinem so blöden Getier begegnen! Find ich echt schlimm und Traurig so eine Einstellung die Tiere haben das gleiche Recht auf der Erde zu leben wie wir!!! Vielleicht sogar noch mehr! Menschen sind viel brutaler und schlimmer als jeders Raubtier!!!!!

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  46. so, freunde cesar millans, der januar ist nun auch rum, und da ich das thema wirklich satt bin und dieser tierquäler es nicht wert ist, hier so viel gewicht zu bekommen, werde ich AB SOFORT KEINE KOMMENTARE ZUM CM-POST MEHR FREIGEBEN. es gibt wahrlich spannendere themen! : )

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