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Posts mit dem Label "positive Verstärkung" werden angezeigt.

Willis Vermächtnis : )

Zu seinen Lebzeiten (2010-2019) hat sich Willi Wollmatingen - seines Zeichens verhaltensorigineller portugiesischer Wasserhund im wahren Leben und seines Frauchens Alter Ego dieses Blogs - stets stark gemacht für seine Hundekumpels. Unbarmherzig hat er die Pummelpfote in alles gelegt, was ihm ungerecht erschien: Gewalt im Hundetraining, grober Umgang mit Hunden und veraltetes Wissen, das immer noch überall kursiert und großen Schaden anrichtet.  Er hat sich nie gescheut, sich mit namhaften "Expert*innen" und Stars der Szene und ihre Fans anzulegen. Auf seine unverblümte Art hat er versucht, das Auge der Leser*innen zu schärfen,   neue Blickwinkel zu eröffnen und neue Ideen zu verbreiten. Seine freche Schnauze hat ihm viel Kritik und böse Worte beschert, aber auch eine große und treue Fan-Base weit über die deutsche Grenze hinaus. Sein Vermächtnis wird von seinem Fraule in ihren Artikeln in Zeitschriften und Zeitungen, auf ihrer Homepage, den sozialen Medien sowie in ihrem e...

Klickst du noch oder markierst du schon? : )

Wir waren am Wochenende bei uns im örtlichen traditionellen Hundeclubvereinsdingens zum ZOSsen. Hund von Welt muss einfach mal 'n bisschen was ausprobieren, und wir sind sehr nett dazu eingeladen worden... Wie ihr euch nun vorstellen könnt, treffen da mit mir Welten aufeinander. Ich will nicht vorschnell urteilen, die Leute dort sind echt voll nett, aber ich sag mal so... Clubvereinsdingens, wo meist noch über dem Eingang ein verwittertes Schild mit "Schäferhundeirgendwas" drüber baumelt, gibt es meistens so seit ca. 100 Jahren, und die Methoden, mit denen dort geschafft wird, stammen aus der gleichen Zeit. Der Fortschritt landet in solchen Clubdingern meist ganz zum Schluss, trifft man dort halt in der Regel auf geballte 30-Jahre-Hundererfahrung-ich-weiß-alles-Vereinsmeiereien. Aber! Auch hier landet er, der Fortschritt! Schritt für Schritt, aber unaufhaltsam! Insofern sieht man da auf der Wiese zunächst mal eine Menge Zeugs, was dem moder...

Willis Selbstreflexion: Mir geht's gut! : )

Jawohl, mir geht's gut! : ) Zeit für einen kleinen persönlichen Zwischenbericht: Mir geht's gut! Na gut, mal abgesehen davon, dass ich heute mächtig Durchfall habe und kotzen musste. Ich schätze, die olle Wurscht im Kong war schlecht, die war schon etwas schmierig, örks. Aber der Rest, der passt. Spaziergänge machen wieder richtig Spaß. Seit vielen Monaten gab's keine Ausfälle mehr. Ich kann an Menschen auf dem Bürgersteig vorbeigehen und kreischende Kinder an mir vorbeiziehen lassen, ohne dass sie mich in Angst und Anfälle versetzen. Mein Alternativverhalten, das bis zum Erbrechen - scheinbar im wahrsten Sinne des Wortes - mit mir geübt wurde, lautet: Seitenwechsel und ab und an kurz Fraule anglotzen oder wahlweise Sitzen. Ich darf den Feind natürlich anschauen. Aber so wie früher brauche ich das interessanterweise gar nicht mehr. Ich nehme ihn kurz zur Kenntnis. Aber fixiere ihn nicht mehr schon ab einer Entfernung, wo ers...

Sind wir wirklich immer positiv? : )

Impulskontrolle beim Mensch geht manchmal auch mächtig in die Hose : ) Hehe, weil ich's gerade in meinem Lieblingsforum "Trainieren-statt-Dominieren" auf FB gelesen habe... Da stellt eine Hundebesitzerin die ketzerische Frage, ob die Positiven im Alltag denn auch alle wirklich immerzu so positiv schaffen würden wie es das Lehrbuch vorschreibt. So nach dem Motto, irgendwann geht einem die Bettelei des nervtötenden Köters so dermassen mächtig auf den Sack, dass mensch nicht umhin kann, seinen Unwillen durch deutlich aversive Worte zum Ausdruck zu bringen... Hach jaajaaaaa... Was ein Zufall, ich muss es erzählen: Genau gestern wurde ich höchst uncharmant und alles andere als positiv verstärkend bemotzt, nur, weil ich es gewagt hatte, aufs Parkett und - viel schlimmer - auf den Teppich zu kotzen. So nach dem Motto: Wenn du schon kotzt, kannst du dich dann nicht wenigstens nur aufs Parkett konzentrieren, heilandsackzement, du blöder Hund du!? INFAM! Ich frage eu...

Schlecht erzogen >: )

Schlecht erzogen : ) Hundebegegnungen an der Leine sind bei mir nicht immer relaxt - ich geb's zu. Fraule geht deshalb mit mir gewöhnlich einen Bogen oder lässt mich seitlich des Weges im Sitz warten oder etwas suchen, bis der andere vorbei ist. Das klappt meistens sehr gut, manchmal nicht. Vor allem, wenn's der Erzfeind ist. Da kann der Abstand gar nicht groß genug sein. Unser Besuch mit zwanzig Jahren Hundeerfahrung sagt, das sei falsch. Es könne doch nicht angehen, so viel Geschisse um einen Hund zu machen, und sogar beim Spaziergang anzuhalten, nur um in Ruhe an einem Hund vorbei zu kommen. "Wieso nicht?", fragt Fraule und versucht zu erklären, dass man dem Hund in kleinen Schritten beibringen könne, solche für ihn zu aufregenden Situationen souverän zu meistern. Für ein entspanntes Aneinandervorbei sei ein Abstand, der so groß ist, dass der Hund ruhig bleiben kann, die erfolgversprechendste Maßnahme. Und je öfter er dab...

We proudly present: Weil es auch anders geht! : )

Kumpels, Tölen, Groupies, Lausemädchen! Sperrt die Schlapp-, Steh- und Kippohren auf und tragt es in die Welt hinaus! Weil es auch anders geht! Die Aktion der Hundeschule "FinnsWelt" gegen Gewalt in der Hundeerziehung! Wir bekennen Farbe! Wir stehen ein für unsere Philosophie! Denn Gründe gibt es ohne Ende: Weil Gewalt kein guter Lehrmeister ist! Weil Gewalt Gegengewalt erzeugt! Weil Respekt nicht beim Menschen aufhört! Weil Hund nicht gleich Hund, sondern ein Individuum ist! Weil Menschen und Hund entspannt besser lernen! Weil wir miteinander wachsen! Weil sie uns vertrauen! Weil auch der Hund einen besten Freund braucht! Weil Vertrauen keine Einbahnstrasse ist! Weil wir ein Team sind! Zahlreiche Kunden und ihre Hunde haben der Aktion IHR Gesicht gegeben! Sie alle unterstützen uns aus fester Überzeugung. Denn sie alle durften erfahren, welchen Lohn, welche Freude und Stolz es bedeutet, gewaltfrei auf Grundlage positiver Verstärkun...

Gibt es Grenzen beim gewaltfreien Hundetraining? : )

Der Killerrüde ratlos : ) Es gibt ja Menschen, die sind total unmusikalisch. So sehr sie sich auch anstrengen, es gelingt ihnen einfach nicht, im Takt zu tanzen oder melodisch zu singen - keine Chance. Fraules beste Freundin in der Schule war so eine: Ein Mathe- und Physikgenie, aber der Gitarrenlehrer schmiss sie eines Tages aus seinem Unterricht, da die von der Freundin bis zur Unkenntlichkeit verunstalteten Allegren und Präludien sein empfindsames Künstlerohr beleidigten. "Gequirlte Scheiße" nannte er ihr Spiel damals erbarmungslos ungnädig. Das gleiche gilt wohl auch für den Sport: Auch, wenn er noch so viel übt, ein unsportlicher Mensch wird niemals die notwendige Motorik, das Ballgefühl, den Gleichgewichtssinn oder die Körperspannung erlernen können, um seine Ungeschicklich- oder Unbeweglichkeit zu überwinden. Die armen Tollpatsche, die dauernd über ihre Füsse stolpern oder beim Bodenturnen so grazil wie eine Elfe mit Rüssel über die Matten poltern! Oder denkt n...

Die Wattebauschfraktion : )

Ich beschmeisse euch mit Wattebäuschchen, bis ihr blutet!  : ) Wer oder was, zum Henker, ist eigentlich die Wattebauschfraktion? Man kann heute ja keiner Diskussion über Hundeerziehung mehr folgen, ohne nach kürzester Zeit über dieses oder ähnliche Wörter zu stolpern. Und so, wie ich das verstanden habe, ist das echt eine gemeingefährliche Spezies, die scheinen fast so was zu sein wie die Inkarnation allen Übels, eine Art Pestbeule kurz vorm Platzen. Die allerübelsten Eigenschaften habe ich aus diversen erbitterten Diskussionen mal zusammengetragen, damit ihr euch alle ein einheitliches Bild über dieses schmerzhafte Furunkel am haarigen Arsch der traditionell verhafteten Hundeerziehung machen könnt: Das sind also zunächst und vor allem mal die, die keine Grenzen setzen. Die Clicker-Heinis und Leckerlisschmeißer. Die, bei denen der Hund den Menschen dominiert. Die, die spätestens bei Problemhunden scheitern. Die, die behaupten, dass e...

Körperkontakte - Vom Killerrüden zum Killerweichei? : )

Es soll ja Kumpels geben, die von Beginn an anschmiegsam sind und sehr gerne mit ihren Menschen kuscheln, die sich aufdringlich an Besucher pressen und selbst von Fremden ihre Streicheleinheiten einfordern. Ich war eindeutigerweise nicht so. Kontaktliegen, menschliche Nähe - nee, das war nicht so wirklich mein Ding.  Natürlich habe ich mich schon auch anfassen und streicheln lassen, ich meine, das wird ja schließlich von Hunden so erwartet, oder. Aber ich sag mal so, Fraule hatte immer irgendwie das Gefühl, dass ich das mehr oder weniger wohlwollend habe über mich ergehen lassen, als dass ich es wirklich genossen hätte. In der Tat habe ich es immer nur kurz ausgehalten - obwohl sie alles richtig gemacht haben! Nicht von vorne, nicht über mich gebeugt, nicht auf dem Kopf, nicht an den Pfoten, nicht am Poppes, nicht an der Rute, das mochte ich am allerwenigsten. Nein nein, sie haben schon die richtigen Stellen g...

Trainieren statt Dominieren: Die Zähmung des Killerrüden! : )

Der wahre Killerrüdenblick! : ) So, ok, jetzt muss ich wohl mal die Hosen runterlassen... In der Tat machte ich im letzten Jahr zunehmend meinem Namen alle Ehre und benahm mich wie ein waschechter knallharter Killerrüde: Wenn ich nämlich plötzlich eines auf den Tod nicht mehr ausstehen konnte, so waren das einzelne Menschen, die es wagten, mir entgegen zu kommen. Schon von Weitem waren die mir ein Dorn im Auge. Und ich hab' sie nicht aus demselbigen gelassen, bis sie auf meiner Höhe waren. Wenn sie dann, scheinbar harmlos, an mir vorüber gehen wollten, rastete ich aus. Anfangs habe ich sie nur wütend und wirklich angsteinflößend angeknurrt. Da mir das aber nicht als ausreichend erschien, bin ich später dann zu drastischeren Maßnahmen übergegangen und preschte zusätzlich volle Lotte in die Leine. Doch auch dieses Verhalten erschien mir nicht adequat, so dass ich mich alsbald darauf spezialisierte, erst zu starren, dann vorzupreschen und dann abschlie...

Wie erkennt man einen guten Hundetrainer? : )

knallharte Killerrüdentipps: Wie erkennt man einen guten Hundetrainer : ) Jeder Trottel darf sich Hundetrainer nennen. Hundeschulen sprießen aus dem Boden wie Pilze im Regen. Und alle behaupten von sich, ihre Erziehungsmethoden seien selbstredend voll modern, viele sagen, sie erzögen natürlich total mit positiver Verstärkung und so. Und in dem Wust an verlockenden Angeboten soll sich nun Ottonormalhundehalter zurecht finden und glaubt vermutlich erstmal, was ihm so aufgetischt wird, vor allem, wenn er eigentlich überhaupt gar keinen Blassen hat, was nun eigentlich "modern" im Zusammenhang mit Hundeerziehung bedeutet oder gar nicht so genau weiß, was eigentlich positive Verstärkung beinhaltet. Ab und zu Leckerlis und so... Oder. Irgendwie... Doch wie erkennt man als Laie nun aber, ob die Hundeschule auch tatsächlich so gut ist, wie sie von sich behauptet, und ob auch tatsächlich das Anwendung findet, was der Trainer verspricht? Schöne ...

Knallharte Killerrüdentipps: Müssen Hunde alles machen, was Menschen von ihnen verlangen? : )

Und wieder ein knallharter Killerrüdentipp: Denken statt deckeln!  : ) Neulich war ich mit 'nem Kumpel unterwegs. Wir hatten mordsmäßig Spaß und haben jedes Wasserloch der Gegend unsicher gemacht. Ich muss gestehen, so klitschnaß kann ich auf den Tod nicht leiden, mich hinzulegen. Es ist mir total unangenehm. Ich bleibe also gewöhnlich so lange stehen, bis ich wieder trocken bin. Das sieht möglicherweise bescheuert aus, ist aber so. Meinem Kumpel geht es übrigens ähnlich. Der legt sich auch nicht hin. Sein Fraule allerdings, die findet das albern, und so hat sie von meinem Kumpel verlangt, dass er sich auf der Stelle in den Platz legt. Nun ja, mein Kumpel hatte wie gesagt keinen Bock da drauf, und weigerte sich - was ich ja voll verstehen kann, ich hätte es auch nicht gemacht. Aber statt, dass die Sache damit gegessen gewesen wäre, wollte dem Kumpel sein stures Fraule partout nicht nachgeben und ihren Willen unbedingt durc...

Eine unfaire Bestrafung <: [

Heute morgen auf meiner Kackwiese: Ich an der Leine, pöbel' einen ausgesprochen brav an mir vorbeiziehenden Hund an. Der ging auf seiner Seite ganz ruhig an mir vorbei und hat maximal nur mal kurz zu mir rüber geschaut. Ich meine, dass bei mir heute morgen alles schief lief und ich mich so gepflegt daneben benommen habe, darüber brauchen wir hier gar nicht zu diskutieren. Halsband statt Geschirr (Abbruchsignal über deeskalierenden Geschirrgriff also nicht möglich), keine Leckerlis oder sonstige Ablenkung dabei, kein Klicker und ein voll müdes und unmotiviertes Fraule am anderen Ende der Leine - klar find' ich da alle Hunde spannender. Und wenn ich an der Leine bin und nicht zum Kumpel darf, dann versuche ich mir halt mein Recht zu erkämpfen. Das ist absolut nichts Neues und in unserem Hause durchaus bekannt. Aber Fraule reagiert in diesen Situationen mittlerweile absolut stoisch. Sie weiß ja, wie sie es hät...

Das schlaue Bäuerlein : )

Herrle und Fraule "diskutieren" manchmal über meine Erziehung. Während Fraule, wie ihr ja mittlerweile wisst , überzeugte Anhängerin nicht aversiver Erziehungsmaßnahmen ist und weiß, dass Gut Ding Weile, Konsequenz und Ausdauer haben will, vertritt Herrle in Situationen, in denen ich ihm ein bisschen peinlich bin, in seiner Verzweiflung gerne mal Ansichten aus dem letzten Jahrhundert. Nicht, dass er mich je hauen oder Klapperbüchsen auf mich schmeißen würde - das würde er nie tun, denn selbst er erkennt, dass man mit Angsterzeugen bei keinem Lebewesen weit kommt. Aber er ist eben pädagogisch betrachtet nicht umsonst nicht Lehrer geworden und ist in seiner Unwissenheit überzeugt davon, dass ich mit ein wenig mehr Nachdruck und weniger "Wattebäuschchenschmeißerei" bestimmte Unarten sicherlich längst abgelegt hätte. Wenn die Diskussion dann an einem bestimmten Punkt endlich in die Sackgasse abbiegt, kommt kurz vor knapp noch ein letz...

Nachtrag zum knallharten Killerrüdenbrief an Herrn Rütter : )

Hehe, also, ich gestehe, mit diesen Reaktionen habe ich wahrlich nicht gerechnet. In der Fellpresse wurde mein Brief an Hundegott Rütter bis jetzt über 3200 Mal geteilt, bei mir gab's mehr als 1300 Klicks auf den Post seit Mittwoch, und ich weiß jetzt, dass man Plaque mit "q" schreibt. RES-PEKT! Offenbar habe ich einen ziemlich empfindlichen Nerv erwischt. Na gut, um so besser. Aber ich stelle fest, ganz viele denken wie ich, das beruhigt und freut mich tierisch, denn wir werden offenbar immer mehr. Die Hunde-Community beginnt, ganz langsam umzudenken und die "Wunder" kritisch zu betrachten, die uns so medienspektakulär vorgesetzt werden. Das ist einfach voll genial! Dennoch gibt es unter den fleißigen Kommentatoren natürlich auch knallharte (anonyme) Kritiker, die fragen, wie ein Hund überhaupt schreiben könne (na, seht ihr doch!), die über Neid, Unwissen und Klugscheißerei reden und sagen, ich hätte doch besser mal Vorschläge gemacht, wie man's ...